Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

EUREN erhöht BIP-Prognose

23.06.2006
Außenhandel und privater Konsum mit positiver Entwicklung

Seit Beginn dieses Jahres haben sich die Zeichen für ein stärkeres Wirtschaftswachstum im Euroraum verstärkt. Die im European Economic Network (EUREN) zusammengeschlossenen Forschungsinstitute, darunter auch das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) aus Essen, haben ihre Prognose für das diesjährige Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Euroraum leicht von 1,9 auf 2,1 Prozent erhöht. Dies ergibt sich aus dem neuen gemeinsamen Bericht der EUREN-Institute zu den wirtschaftlichen Aussichten Europas, der diese Woche in Paris präsentiert wurde.

"Vor allem die Bereiche Außenhandel und privater Konsum, die im vergangenen Jahr noch rückläufig waren, haben sich positiv entwickelt", erklärt Roland Döhrn, Leiter des Kompetenzbereichs "Wachstum und Konjunktur" des RWI, die stärkere Wachstumsdynamik im ersten Halbjahr 2006 gegenüber pressetext. "Dem steht jedoch gegenüber, dass die Investitionen das BIP-Wachstum voraussichtlich weniger günstig beeinflussen." In den ersten drei Monaten dieses Jahres nahmen diese nur um 0,3 Prozent zu. Döhrn zufolge lässt sich diese geringfügige Zunahme zumindest teilweise durch Witterungsbedingungen erklären. "Im Winter waren die Bauinvestitionen in Deutschland erheblich schwächer."

Unsicherheitsfaktoren für die Prognose sind vor allem der Dollarkurs und der Ölpreis. "Für die Prognose unterstellen wir, dass der Dollar auf seinem derzeitigen Niveau bleibt. Das Risiko dabei ist jedoch, dass ein Währungskurs sich immer rasch und dramatisch ändern kann, ohne dass man es vorhersagen kann", so Döhrn gegenüber pressetext. Sollte der Dollar im Vergleich zum Euro noch stärker an Wert verlieren, könnte dies den Export aus dem Euroraum dämpfen und verteuern. Beim Öl basiert die Prognose auf einem durchschnittlichen Preis von 66 Dollar. "Ein leichter Anstieg des Preises führt nämlich nicht notwendigerweise zu einer Dämpfung der Wirtschaft." Fehlende Raffinerie-Kapazitäten könnten jedoch weiterhin für große Preisschwankungen sorgen.

... mehr zu:
»Außenhandel »Euroraum »RWI

Für 2007 fällt die EUREN-Prognose mit 1,8 Prozent etwas bescheidener aus. Die Abschwächung ist unter anderem auf die Mehrwertssteuer-Erhöhung in Deutschland am 1. Januar 2007 zurückzuführen. Der dortige private Konsum wird dadurch voraussichtlich gedämpft. Ein weiterer Grund ist, dass sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt nur geringfügig verbessern dürfte. Darüber hinaus stellt sich auch das außenwirtschaftliche Umfeld 2007 etwas ungünstiger dar. Die EUREN-Institute schätzen, dass der Welthandel 2006 um 9,5 Prozent und 2007 um 7,5 Prozent wachsen wird. Die monetären Bedingungen bleiben jedoch günstig: Die Institute erwarten, dass die Inflationsrate im Euroraum bis Ende 2007 unter zwei Prozent sinkt.

Reanne Leuning | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.euren-network.org
http://www.rwi-essen.de

Weitere Berichte zu: Außenhandel Euroraum RWI

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IMK-Konjunkturindikator: Rezessionsgefahr nahe Null
18.01.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht WSI-Tarifarchiv: Tariflöhne und -gehälter 2016: Reale Steigerungen von 1,9 Prozent
05.01.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Deutscher Innovationspreis für Klima und Umwelt 2017 ausgeschrieben

23.01.2017 | Förderungen Preise

Aufwind für die Luftfahrt: University of Twente entwickelt leistungsstarke Verbindungsmethode

23.01.2017 | Maschinenbau