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Unternehmen in der "Umsetzungsfalle"

20.06.2006
Weil sie die Kompetenzen und emotionalen Bindungen ihrer Mitarbeiter nicht genügend berücksichtigen, sind viele Marktstrategien nicht erfolgreich. Olaf Rughase zeigt, wie man das Scheitern schon im Vorfeld vermeiden kann

Es ist kein Geheimnis: Viele Strategien kommen nicht zur Umsetzung. Immer wieder zeigt sich in der Praxis, dass Unternehmen in der "Umsetzungsfalle" landen, wenn die gewählte Strategie - und sei sie aus Sicht Dritter im Markt noch so attraktiv - dem Denken und den eigenen Vorstellungen der Mitarbeiter im Unternehmen widerspricht. Widerstand der Mitarbeiter ist da nur natürlich - ein Scheitern der Umsetzung auch.

Wie können Unternehmen erfolgreiche Marktstrategien entwickeln, die aus Sicht der Mitarbeiter nicht nur realistisch erscheinen, sondern von ihnen dann auch mit Leidenschaft und Begeisterung umgesetzt werden? Dr. Olaf Rughase hat sich mit diesem Problem fünf Jahre lang an der Universität Witten/Herdecke wissenschaftlich befasst: "Mitarbeiter haben oft ganz eigene Vorstellungen von der Zukunft ihres Unternehmens und über das Image beim Kunden. Dieses Denken beeinflusst massiv ihr tägliches Handeln im Unternehmen. Anstelle diese Vorstellungen zu brechen, sollte das Management sie produktiv nutzen", meint Rughase. "Denn diese Vorstellungen über die Identität des 'eigenen' Unternehmens basieren häufig auf den persönlichen Werten, Idealen und Sehnsüchten der Mitarbeiter. Deshalb sind sie so starke emotionale Antriebskräfte, die man nur schwer übergehen kann und auch nicht sollte", begründet er seine These.

In seinem neuen Buch "Identity and Strategy" zeigt Rughase einen Weg, wie man diese Vorstellungen der Mitarbeiter für die praktische Entwicklung von Marktstrategien nutzt. "Es gilt zu prüfen, ob das, was Mitarbeiter wollen, auch im Markt erfolgreich sein kann. Die Implementierung solcher Strategien", so der Autor, "trifft in der Folge auf keinen oder nur sehr geringen Widerstand, weil sie von jenen entwickelt wurden, die sie auch umsetzen und im Einklang mit ihren Vorstellungen zur Zukunft des Unternehmens steht."

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Das Buch spannt den Bogen von der Wissenschaft zur Praxis - es zeigt den blinden Fleck in der Strategieforschung auf, entwickelt aus der Theorie Alternativen und ein Erklärungsmodell, zeigt neue Anforderungen an einen praktischen Entwicklungsprozess und beschreibt schließlich ein konkretes, detailliertes Fallbeispiel aus der Praxis, welches gleichzeitig den Schwerpunkt des Buches bildet. Das Buch ist also für alle relevant, die sich für innovative Wege in der praktischen Strategieentwicklung interessieren; Wege, die wissenschaftlich fundiert sind und in der Praxis angewendet werden.

Dr. Olaf Rughase arbeitet seit vielen Jahren als Unternehmensentwickler in der von ihm gemeinsam mit Dr. Michael Schindl gegründeten Sozietät Schindl Rughase Partners (www.sr-partners.com). Daneben forschte er von 1998 bis 2003 an der Universität Witten/Herdecke am Aral-Stiftungslehrstuhl für Strategisches Marketing. Heute lehrt er nebenberuflich an der Zollverein School of Management and Design in Essen zum Thema "Business Models". Tel.: 08191/931-659, Email: or@sr-partners.com

Olaf G. Rughase: "Identity and Strategy - How Individual Visions Enable the Design of a Market Strategy that Works", Edward Elgar: Cheltenham, U.K./Northampton, U.S. (ISBN 1-84542-310-0), £ 55,00

Dr. Olaf Kaltenborn | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-wh.de

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