Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Migrationseffekte der Osterweiterung auf die EU-Arbeitsmärkte

07.12.2001


Neue Studie zum Thema Migrationseffekte der Osterweiterung auf die EU-Arbeitsmärkte erschienen

Die Osterweiterung der EU wird große Auswirkungen auf institutioneller, politischer und ökonomischer Ebene nach sich ziehen wird. Besondere öffentliche Aufmerksamkeit gilt dabei der Erwartung von Wanderungen von Arbeitskräften aus den Beitrittsländern.
Die Arbeit zeigt, dass die "erste Welle" der Osterweiterung der EU von moderaten Arbeitskräftewanderungen in die bisherigen EU-Länder begleitet sein wird. Dabei stellen die Differenzen der Sozialprodukte, der Lohnniveaus sowie der Niveaus der sozialen Sicherung zwischen alten und neuen Mitgliedern die zentralen makroökonomischen Migrationsdeterminanten dar. Ferner übt die hohe Absorptionsfähigkeit der Arbeitsmärkte der großen europäischen Volkswirtschaften eine Sogwirkung aus. Gleichwohl werden diese Parameter nur teilweise in der Lage sein, individuelle Migrationshemmnisse zu überwinden, so dass mit massiven Wanderungsbewegungen nicht gerechnet werden kann. Eine nähere Betrachtung der potentiellen Migranten ergibt, dass insbesondere mit der Wanderung qualifizierter Arbeitskräfte zu rechnen ist und dass vor allem Deutschland und Österreich die bevorzugten Zielländer sein dürften.
Die sich daraus ergebenden kurzfristigen negativen Arbeitsmarktwirkungen sollten nicht überschätzt und können durch geeignete Maßnahmen abgemildert werden. Andererseits kann auch kurzfristig mit positiven Effekten aufgrund von Komplementärwirkungen gerechnet werden. In langer Frist kann Zuwanderung einen Beitrag leisten, die demografischen Schwierigkeiten der EU-Länder und die damit einhergehenden negativen Arbeitsmarkteffekte abzumildern. Die Struktur der zu erwartenden Migration - junge und qualifizierte Arbeitskräfte - wird diesen Effekt verstärken. Aufgrund des Ausmaßes der demografischen Schwierigkeiten kann eine bescheidene Zuwanderung hier jedoch nicht den entscheidenden Lösungsansatz darstellen. Verglichen mit intensiviertem Güter- und Kapitalverkehr bleibt der Beitrag der Ost-West-Migration zur Integration der Beitrittsländer in den Binnenmarkt gering.

Die Studie ist beim Verlag für Wissenschaft und Forschung (VWF) erschienen unter dem Titel:
Michael Böhmer: Migrationseffekte der Osterweiterung auf die EU-Arbeitsmärkte, INFER Research Report No. 3, Verlag für Wissenschaft und Forschung VWF, Berlin 2001
Die Studie kann zu DM 24,80 im Buchhandel bezogen werden. Die ISBN-Nummer ist 3-89700-166-7.

Dr. Michael H. Stierle | idw
Weitere Informationen:
http://www.infer-research.net
http://www.infer.info

Weitere Berichte zu: EU-Arbeitsmarkt Migrationseffekt Osterweiterung VWF

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index weiter aufwärts gerichtet
23.03.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht RWI erhöht Konjunkturprognose für 2017 leicht auf 1,3 Prozent
15.03.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise