Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

52,9 Prozent der Deutschen haben Angst vor der Selbstständigkeit

04.12.2001


"Global Entrepreneurship Monitor" (GEM): USA, Japan und die Niederlande an der Spitze der Gründungs-Optimisten


Über der Hälfte der Deutschen scheint der Mut zum Unternehmertum zu fehlen: 52,9 Prozent der deutschen Befragten der 29 Länder umfassenden Gründerklima-Studie "Global Entrepreneurship Monitor" (GEM) gaben an, die Angst vor dem Scheitern halte sie von der Gründung eines Unternehmens ab. Wie das Wirtschaftsmagazin ’impulse’ als exklusiver Medienpartner für Deutschland berichtet, liegt die Bundesrepublik damit an der Spitze aller 29 untersuchten Länder. In Frankreich beispielsweise hält die Angst vor dem Scheitern lediglich 33 Prozent von der Selbstständigkeit ab. In Großbritannien sind es 34 Prozent und in den USA nur 21 Prozent. Ähnliche Angst vor dem Scheitern wie die Deutschen haben nur die Polen, von denen 52,8 Prozent lieber nicht selbstständig sein wollen. Nach den USA (20,54 Prozent) und Japan (22,59 Prozent) platzierte sich als bestes europäisches Land die Niederlande. Dort haben nur 25,2 Prozent der Befragten Angst vor dem Scheitern als Unternehmer.

"Besondere Schwächen sind die Selbsteinschätzung der Gründungsfähigkeiten seitens der Bevölkerung", so Prof. Rolf Sternberg von der Universität Köln, der die Studie in Deutschland erstellt hat, "ebenso wie die Wahrnehmung von Gründungschancen, die speziell von den eher pessimistischen Zukunftsperspektiven negativ beeinflusst wird. Hinzu kommt, dass die Angst zu scheitern innerhalb der deutschen Bevölkerung stark ausgeprägt ist."


Grundlage der GEM-Studie sind jeweils repräsentative Bevölkerungsumfragen mit mindestens 2.000 Befragten pro Land. Für die 2001er-Studie wurden weltweit insgesamt über 60.000 Menschen befragt, rund 7.000 davon allein in Deutschland. Die 1999 erstmals gestartete GEM-Studie geht auf eine Initiative des Babson College in Boston und der London Business School zurück. Getragen wird sie in Deutschland von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young und der Deutschen Ausgleichsbank (DtA).

"Global Entrepreneurship Monitor" 2001

Die Angst zu scheitern würde Sie davon abhalten, ein Unternehmen zu gründen?

Ja-Antworten in Prozent:


Rang

Land

Prozent

Rang

Land

Prozent

1

USA

20,54

16

Schweden

34,20

2

Japan

22,59

17

Italien

34,80

3

Niederlande

25,21

18

Singapur

36,86

4

Mexiko

25,44

19

Spanien

38,00

5

Südafrika

25,97

20

Finnland

38,48

6

Neuseeland

26,22

21

Brasilien

38,55

7

Ungarn

26,42

22

Australien

39,49

8

Kanada

28,76

23

Portugal

40,44

9

Norwegen

29,18

24

Irland

42,42

10

Dänemark

29,74

25

Russland

44,83

11

Indien

29,92

26

Argentinien

45,61

12

Israel

30,18

27

Süd-Korea

48,45

13

Belgien

32,33

28

Polen

52,81

14

Frankreich

33,26

29

Deutschland

52,90

15

Großbritannien

34,20

ots Originaltext: impulse Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Für Rückfragen: Gerd Kühlhorn, Redaktion ’impulse’, Tel. 0221/4908-626

|

Weitere Berichte zu: Entrepreneurship Selbstständigkeit

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Aufwärtstendenz setzt sich fort
21.02.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht Ergebnisse der IAB-Stellenerhebung für das 4. Quartal 2016: Anhaltend hohes Niveau offener Stellen
21.02.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie