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Erfahrung ist Erfolgsfaktor Nr. 1

03.12.2001


"InnovationsKompass 2001" von VDI, McKinsey und TU Berlin analysiert Erfolgsfaktoren hochgradiger Innovationen

Erfahrung und konsequente Zielverfolgung sind für den wirtschaftlichen Erfolg wichtiger als revolutionäre Management-Konzepte. Dies zeigt die neue Studie "InnovationsKompass 2001" von VDI, McKinsey und der TU Berlin. Die Strategien der new economy, wie die Schaffung einer kreativen Kultur "junger Wilder", haben sich für etablierte Unternehmen nicht als Erfolgsgarant erwiesen.

Die Studie basiert auf Interviews mit Technik- und Marketingverantwortlichen besonders innovativer Projekte bei 103 deutschen Unternehmen. Dazu gehören etwa Projekte über wiederbeschreibbare DVDs, Wasserstoffantriebe für Pkws oder UMTS. Wirtschaftlich erfolgreicher sind Unternehmen bei derartigen Vorhaben eher durch im Lauf der Zeit gewachsene Strategien: Sie bauen auf ihren eigenen Stärken auf und entwickeln diese konsequent weiter. "Selbst wenn man etwas bahnbrechend Neues auf den Markt bringen will, ist Disziplin im Zweifel wichtiger als Chaos. Innovationen müssen zielbewusst gesteuert werden, sie sind keine Irrläufer oder Zufallsprodukte", bringt Dr. Lothar Stein, McKinsey-Direktor, die Ergebnisse auf den Punkt. Eine parallele Internetbefragung von über 350 Unternehmen hat diesen Befund bestätigt.

"Hochinnovative Technologieprojekte werden in erfolgreichen Unternehmen nicht durch das Kopieren gängiger Managementkonzepte nach vorne gebracht. Der InnovationsKompass konnte viele Annahmen über Erfolgsfaktoren widerlegen und liefert konkrete Entscheidungshilfen", erläutert Dr. Willi Fuchs, Direktor des VDI. So macht es zum Beispiel keinen Sinn, in der Startphase eines Projektes möglichst viele Technologie- und Marktpartner zu integrieren, um das Risiko zu verringern. Erfolgreiche Unternehmen starten mit kleinen, schlagkräftigen Gruppen, die nach und nach ergänzt werden. "Wir haben die Handlungsempfehlungen für Unternehmen erstmals auf empirischer Grundlage ermitteln können, um auf Fakten statt auf Spekulationen zu setzen", erklärt Professor Hans Georg Gemünden von der TU Berlin.

Die Projektpartner des InnovationsKompass sind die Unternehmensberatung McKinsey, die Innovationsmanagement-Forscher Gemünden und Trommsdorff der Technischen Universität Berlin, der VDI sowie die VDI nachrichten.

Ergebnisse des InnovationsKompass werden auf einer Konferenz des VDI am 29. und 30.November in der Flugwerft Schleißheim bei München, einer Außenstelle des technikorientierten Deutschen Museums, präsentiert und diskutiert.

Bestellt werden kann die Studie für 150 Euro beim VDI-Verlag unter wirtschaft@vdi-nachrichten.com.

Michael Schwartz | ots
Weitere Informationen:
http://www.vdi.de

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