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M&A-Studie: Deutsche Unternehmen orientieren sich bei Übernahmen nach Europa

30.11.2001


Deutsche Unternehmen orientieren sich bei ihren Übernahmeplänen nach einer Studie der Münchner Unternehmensberatung Dr. Wieselhuber & Partner immer stärker nach Europa. Wie aus einer Befragung von 101 börsennotierten Unternehmen hervorgeht, planen 98 Prozent der Firmen in den kommenden drei Jahren in Westeuropa eine Akquisition. In den vergangenen fünf Jahren seien dagegen nur 60 Prozent der Befragten auf dem westeuropäischen M&A-Markt aktiv geworden.

Der Studie zufolge scheint sich auch die Angst vor transatlantischen Übernahmen zu legen. Rund 29 Prozent der Firmen wollen in naher Zukunft in den USA zukaufen, was einem Zuwachs von zwölf Prozent im Vergleich zu den vergangenen fünf Jahren entspricht. Der deutsche Markt für Akqusitionen ist dagegen für 32 Prozent der befragten Aktiengesellschaften nicht mehr interessant.

Während in den Bereichen Chemie, Automobil- und Zulieferindustrie, Telekommunikation und Rohstoffe bereits eine Marktkonsolidierung eingesetzt habe, herrsche in anderen, von zunehmender Marktreife geprägten Branchen noch "die Ruhe vor dem Sturm". Dazu zählten etwa die Bereiche Finanzdienstleister, Bau, Energie und Umwelt, Media Elektrik und Elektrotechnik. Nach Auswertung der Studie geht Dr. Wieselhuber & Partner davon aus, dass in den kommenden Jahren mit steigenden Übernahmen zwischen börsennotierten Unternehmen zu rechnen ist. Bislang sei dies nur bei etablierten DAX-Größen der Fall.

Während 60 Prozent der DAX-Unternehmen erklärten, dass sie bereits andere börsennotierte Unternehmen übernommen haben, konnten dies am Neuen Markt nur zehn Prozent der Befragten sagen. bei den kleineren Werten im SMAX lag dieser Wert bei 15 Prozent und bei den größeren Nebenwerten im MDAX bei 20 Prozent.

Nach Ansicht von Dr. Wieselhuber & Partner müssen sich Unternehmen bei Transaktionen künftig stärker auf unternehmerische statt auf technische Aspekte konzentrieren. Mehr denn je müsse M&A Teil der Unternehmensstrategie sein. Zudem sollten die Erwartungen klarer umrissen, die Kandidaten für Akquisitionen genauer selektiert und innovative Finanzierungsformen für Transaktionen besser genutzt werden.

Dr. Sven Oleownik | ots

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