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Direktinvestitionen im Ausland stärken Beschäftigung in Deutschland

26.11.2001


In den letzten Jahren haben die Direktinvestitionen deutscher Unternehmen im Ausland kräftig zugenommen, die Bestände haben sich in den neunziger Jahren nahezu vervierfacht. Häufig wird befürchtet, dass damit eine massive Verlagerung von Arbeitsplätzen dorthin verbunden sei. Eine detaillierte Analyse der Beschäftigungsentwicklung in deutschen multinationalen Unternehmen zeigt jedoch, dass offenbar das Gegenteil der Fall ist: Per saldo stärkten die Direktinvestitionen in den neunziger Jahren die Beschäftigung in Deutschland, und dies sogar mit zunehmender Tendenz.
Dieses Ergebnis stützt sich auf eine Auswertung von Geschäftsberichten von über 150 deutschen Unternehmen des Produzierenden Gewerbes für die Jahre 1990 bis 1998. In diesem Zeitraum weiteten die betrachteten Unternehmen die Beschäftigung in ausländischen Tochterunternehmen deutlich aus; 1990 kamen auf 100 Arbeitsplätze in Deutschland nur 45 im Ausland, 1998 waren es bereits fast 90. Allerdings stiegen die Umsätze, die diese Unternehmen mit ausländischen Kunden erzielten, ebenfalls überaus kräftig. Mehr als 80 vH ihres gesamten Umsatzwachstums wurde im Durchschnitt im Ausland realisiert, und dies wäre ohne Direktinvestitionen nicht möglich gewesen.

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Zieht man einen Saldo aus dem Beschäftigungsaufbau an ausländischen Standorten und den Arbeitsplatzeffekten der wachsenden Auslandsumsätze, so fällt dieser für den hier betrachteten Unternehmenskreis jedenfalls positiv für Deutschland aus. Beides zusammen genommen hätte ihre Beschäftigung im Inland zwischen 1990 und 1994 um 6,8 vH, zwischen 1994 und 1998 sogar um 10,3 vH steigen lassen. Dass die Beschäftigung in den betrachteten Unternehmen hierzulande dennoch sank, liegt zum einen an der flauen Umsatzentwicklung im Inland, zum anderen am Produktivitätsfortschritt.

(aus: RWI-Mitteilungen, Heft 3-4/2000)
Ihre Ansprechpartner dazu:
Dr. Roland Döhrn, Tel.: (0201) 81 49-262


Joachim Schmidt (Pressestelle), Tel.: (0201) 81 49-292

Joachim Schmidt | idw

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