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Liberty siedelt Deutschlandzentrale in Bayern an / Mehr als 10.000 neue Arbeitsplätze in Deutschland

16.11.2001


Ansiedlung Liberty Media Corp. in Bayern der Chairman von Liberty Media Dr. John C. Malone (li.), der Bayerische Ministerpraesident Dr. Edmund Stoiber (re.)
Quelle: gotoBavaria


Liberty Media wird seine deutschen Geschäfte künftig von Bayern aus steuern. Diese Entscheidung teilte der amerikanische Medien-Unternehmer John Malone am Freitag Mittag dem Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Edmund Stoiber (CSU) mit. Bei einem Treffen in der Bayerischen Vertretung in Berlin sagte Malone, "die Dichte an Fernsehsendern und Internetfirmen rund um München" sei ebenso "ausschlaggebend gewesen wie die zentrale Rolle Bayerns im europäischen IT-Geschäft". Ministerpräsident Stoiber nannte die Ansiedlung von Liberty Media durch die Standortmarketing-Agentur des Freistaates, gotoBavaria, eine weitere Stärkung Bayerns als Medienstandort der Premium-Klasse.

"Ich freue mich, dass Liberty Media nach München kommt", sagte Ministerpräsident Stoiber. "Liberty ist ein hervorragender Partner, um die Position Bayerns als führender Medien- und IT-Standort in Europa weiter zu festigen. Wir haben die große Chance für neue Arbeitsplätze und zusätzliche Medieninvestitionen in München und in ganz Bayern."

Für gotoBavaria, die Agentur des Freistaates Bayern für Medien, Informations- und Kommunikationstechnik, ist damit der zweite große Wurf in diesem Jahr geglückt. Die Standortmarketing-Agentur unterstützt internationale Unternehmen bei der Suche nach Immobilien, Fachkräften und Geschäftspartnern. Im Februar hatte sich erst das UMTS-Unternehmen Quam (vormals Group3G) als Joint venture der spanischen Téléfonica und der finnischen Sonera in Bayern angesiedelt. Quam wird seine UMTS-Netze voraussichtlich Ende 2002 für die ersten Kunden in Betrieb nehmen und bis Mitte 2002 eintausend Mitarbeiter in Bayern unter Vertrag haben.

"Wir haben uns in den letzten Monaten mehrfach mit der Präsidentin von Liberty Media International, Miranda Curtis, getroffen und sie vom Standort Bayern überzeugen können", freut sich der CEO von gotoBavaria, Dr. Peter Frieß. "In den nächsten Monaten steht eine Revolution im Kabel und in der Luft bevor. Starke Investitionen ins deutsche Kabelnetz werden die hohen Bandbreiten für interaktive Anwendungen, Telefonie und Hochgeschwindigkeitszugänge ins Internet erschließen." Die Informationsgesellschaft werde vom technologischen Fortschritt in den Fernsehkabel- und Mobilfunknetzen außerordentlich profitieren.

"Nach Zeiten der Frequenzknappheit setzen nun die freien Kräfte des Marktes ein", kündigte Frieß an. München sei dazu die beste Schaltzentrale für Liberty. "36 Prozent der deutschen Fernsehsender bilden hier bereits ein unschlagbares Cluster, an dem sich auch neu hinzukommende Investoren schnell wohl fühlen. Außerdem sind wichtige technische Dienstleister im Großraum München versammelt."

Bayern hat vor 14 Tagen als erstes Bundesland in Südindien eine Vertretung für sein Standortmarketing eröffnet. gotoBavaria ist somit neben dem Silicon Valley (Kalifornien) auch in Bangalore (die "Silicon City" im indischen Staat Karnataka) präsent, um weltweit Unternehmen für Bayern zu begeistern.

Richard Tigges | ots

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