Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hohe Effizienz der ERP-Wirtschaftsförderung durch wissenschaftliche Untersuchung bestätigt

14.11.2001


Das ERP-Sondervermögen hat sich in den letzten Jahren zum zentralen Element der finanziellen Mittelstandsförderung entwickelt. Die ERP-Förderprogramme richten sich schwerpunktmäßig an Existenzgründer und an dynamisch wachsende, investierende Unternehmen.

Im Rahmen einer empirischen Untersuchung hat die Prognos AG im Auftrag des BMWi die ERP-Förderprogramme auf ihre Zielgenauigkeit und Effizienz hin systematisch durchleuchtet und sehr positiv beurteilt.

Die wichtigsten Ergebnisse:

  • Prognos bewertet die ERP-Programme als ordnungspolitisch unbedenklich, da sie nichtleistungsbedingte Wettbewerbsnachteile bei der Fremdkapitalbeschaffung und die geringere Selbstfinanzierungskraft, vor allem kleinerer Unternehmen ausgleichen. Die unterschiedlichen Förderziele der einzelnen ERP-Programme werden erreicht.
  • Die ERP-Programme leisten einen hohen Beitrag zur Stärkung der Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit der Unternehmen. So wächst der Umsatz in den ERP-geförderten Unternehmen überdurchschnittlich mit 8,3 %. Bei den ERP-geförderten Unternehmen werden jahresdurchschnittlich 4,5 % zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Dabei wirkt die ERP-Förderung unterschiedlich je nach Unternehmensgröße. Tendenziell werden in größeren Unternehmen ab 50 Beschäftigten geringere Umsatz- und Beschäftigungswirkungen erzielt
  • Die besten Wachstumsaussichten gemessen am Umsatz, Beschäftigung und Gewinn haben Unternehmen, die in den ERP-Innovations- und Beteiligungsprogrammen gefördert wurden.
  • Die größte Arbeitsplatzeffizienz (Darlehensbetrag pro geschaffenem Arbeitsplatz) weisen das Eigenkapitalhilfe- und Existenzgründungsprogramm auf. Die Arbeitsplatzeffizienz zeigt sich weitgehend unabhängig vom Standort des Unternehmens.
  • Fast 58 % der befragten Existenzgründer hätten die Vorhaben ohne die günstige ERP-Existenzgründungsfinanzierung überhaupt nicht durchführen können. Die Förderung wirkt positiv, denn sie veranlasst die Gründer, sich intensiv auf ihr Vorhaben vorzubereiten.
  • Mit dem ERP-Beteiligungsprogramm werden vor allem Vorhaben finanziert, die bei der im Mittelstand üblichen Kreditfinanzierung an Grenzen stoßen und sich nur mit haftenden Mitteln realisieren lassen. Zudem werden erhebliche Innovationseffekte erzielt.
  • Mit dem ERP-Innovationsprogramm wird überwiegend die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen finanziert und weniger die Weiterentwicklung von Bestehendem. Über die damit ausgelösten Wachstumsprozesse in neuen Bereichen sichert und verbessert das ERP-Innovationsprogramm die künftige Ertragslage der Unternehmen.
  • Prognos empfiehlt die stärkere Beschränkung der Förderung auf kleine und mittlere Unternehmen. Dadurch sind höhere Wachstums- und Beschäftigungseffekte, geringere Mitnahmeeffekte zu erwarten und die Gefahr von Wettbewerbsverzerrungen sinkt.
  • Auch beim Ausbau der Beteiligungsfinanzierung sollten besonders kleine und risikoreiche Frühfinanzierungen stärker berücksichtigt werden.

Die Ergebnisse des Forschungsvorhabens bestätigen die Wirksamkeit der ERP-Wirtschaftsförderung. Die ERP-Darlehen stärken im Zusammenhang mit anderen öffentlichen Fördermitteln die Finanzierungs- und Ertragslage der kleinen und mittleren Unternehmen. Sie ermöglichen Investitionsvorhaben selbst bei unzureichender Kapitalausstattung zu realisieren. Das wirtschaftliche Wachstum und die Beschäftigungslage der Unternehmen werden durch die ERP-Darlehen erheblich verbessert. Positive Wachstumsaussichten sind vor allem bei den in den Innovations- und Beteiligungsprogrammen geförderten Unternehmen festzustellen.

Die Ergebnisse der Untersuchung und die Kurzfassung unter dem Titel "Evaluierung der ERP-Förderprogramme" kann auf der Internet-Seite des BMWi heruntergeladen werden.

BMWi NEWSLETTER | Pressemitteilungen
Weitere Informationen:
http://www.bmwi.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht Wert fest „im grünen Bereich“ - IMK-Konjunkturindikator: Rezessionsgefahr sinkt auf nur 5,1 Prozent
14.09.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht Konjunkturprognose: Deutsche Wirtschaft nähert sich der Hochkonjunktur
07.09.2017 | Institut für Weltwirtschaft (IfW)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

23. Baltic Sea Forum am 11. und 12. Oktober nimmt Wirtschaftspartner Finnland in den Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

6. Stralsunder IT-Sicherheitskonferenz im Zeichen von Smart Home

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

OLED auf hauchdünnem Edelstahl

21.09.2017 | Messenachrichten

Weniger (Flug-)Lärm dank Mathematik

21.09.2017 | Physik Astronomie

In Zeiten des Klimawandels: Was die Farbe eines Sees über seinen Zustand verrät

21.09.2017 | Geowissenschaften