Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

KfW erwirbt 33,2 % der Anteile an der IKB / Strategische Allianz für die langfristige Mittelstandsfinanzierung

12.11.2001


Die KfW erwirbt die Anteile der Allianz AG und der Münchener Rück-Gruppe an der IKB Deutsche Industriebank AG in Höhe von 19,8% bzw. 13,4%. Damit setzt Deutschlands große Förderbank ihr Engagement für die langfristige Sicherung der Finanzierungswege kleiner und mittlerer Unternehmen fort. "KfW und IKB sind beide aus ihrer Tradition seit jeher dem deutschen Mittelstand verpflichtet", sagte KfW-Vorstandssprecher Hans W. Reich am Montag in Frankfurt. "Gemeinsam schaffen wir jetzt neue Perspektiven für die Unternehmensfinanzierung in Deutschland."

Angesichts des tiefgreifenden Wandels im internationalen und nationalen Bankensektor hat die KfW in den vergangenen zwölf Monaten bereits wichtige Weichenstellungen für die Sicherung der Mittelstandsfinanzierung eingeleitet: Die KfW engagiert sich öffentlich und in Diskussion mit Banken und Politik für eine mittelstandsverträgliche Neuregelung der Eigenkapitalübereinkunft (Basel II). Des weiteren entlasten innovative KfW-Verbriefungsprogramme die Geschäftsbanken von Eigenkapitalbindung und schaffen so Raum für neue Mittelstandskredite; die Förderbank hat zudem ihre Angebotspalette um Globaldarlehen erweitert. "Die Beteiligung an der IKB liegt genau auf dieser strategischen Linie", betonte Reich. "Mit dem Erwerb von 33,2% der IKB-Anteile fügen wir unserem Engagement für die langfristige Sicherstellung der Mittelstandsfinanzierung einen wichtigen Baustein hinzu. Wir sichern damit neben den Finanzierungsprodukten und den Rahmenbedingungen auch den Distributionskanal für langfristige Finanzierungen, der für den Mittelstand in Deutschland lebensnotwendig ist".

Die Beteiligung an der IKB eröffnet der KfW die Chance, die bestehende Kooperation zu einer strategischen Allianz für den Mittelstand auszubauen - zum Beispiel in den Feldern Unternehmensnachfolge, Eigenkapital/Fondsfinanzierung oder bei der gemeinsamen Syndizierung von Projektfinanzierungen.

Zusätzlich soll die enge Zusammenarbeit beider Institute bei der Verbriefung von Mittelstands-Kreditrisiken erfolgreich weiter entwickelt werden. Die Zusammenarbeit von KfW und IKB hierbei besteht seit der ersten Transaktion überhaupt im November 2001.

Die Zusammenarbeit mit der IKB wird wettbewerbsneutral erfolgen, d.h. alle Geschäfte werden auf einer so genannten arms-length-Basis stattfinden. Die IKB erhält wie bisher die gleichen Refinanzierungskonditionen im KfW-Fördergeschäft wie alle anderen Banken. Eine Änderung des Durchleitungsprinzips der KfW gibt es nicht. Die geschäftspolitische Ausrichtung der IKB bleibt gewahrt. Für beide Institute eröffnet sich jedoch die Perspektive einer vertieften Zusammenarbeit in vielen Geschäftsfeldern.

Die IKB ist seit ihrer Gründung im Jahr 1949 wichtiger Impulsgeber und Vertriebspartner für die Förderprodukte der KfW. Die Bank mit Hauptsitz Düsseldorf hat insgesamt zwölf Stützpunkte in Deutschland und im Ausland. Sie ist Partner für etablierte mittelständische und junge innovative Unternehmen sowie für gewerbliche Immobilieninvestoren. Die Bilanzsumme per 31.03.2001 betrug 32,4 Mrd. EURO.

Dr. Matthias Fritton | ots
Weitere Informationen:
http://www.kfw.de

Weitere Berichte zu: IKB KfW Mittelstandsfinanzierung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index erreicht neuen Höchstwert
22.08.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer: Arbeitslosigkeit sinkt verhaltener
27.07.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer IPM präsentiert »Deep Learning Framework« zur automatisierten Interpretation von 3D-Daten

22.08.2017 | Informationstechnologie

Globale Klimaextreme nach Vulkanausbrüchen

22.08.2017 | Geowissenschaften

RWI/ISL-Containerumschlag-Index erreicht neuen Höchstwert

22.08.2017 | Wirtschaft Finanzen