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Neue Materialien für bessere Displays, Mini-Kühlschränke im Auto und abdunkelbare Fensterscheiben

09.11.2001


BASF Future Business GmbH engagiert sich in Wachstumsmärkten
BASF Venture Capital GmbH beteiligt sich an "NextGen Enabling Technologies Fund"

Die im April 2001 gegründete BASF Future Business GmbH, Ludwigshafen, hat mit ersten Projekten und einer strategischen Investition begonnen, für die BASF neue Geschäftsfelder mit überdurchschnittlichem Wachstum zu erschließen. Bei den drei Projekten handelt es sich um bessere Materialien für Computerdisplays, um die Anwendung des sogenannten thermoelektrischen Effekts zur effizienten Energieerzeugung etwa für Mini-Kühlschränke im Auto sowie um neuartige Fensterscheiben, die sich auf Knopfdruck verdunkeln lassen.

Darüber hinaus hat sich die BASF Venture Capital GmbH, eine 100prozentige Tochter der BASF Future Business GmbH, an dem neu gegründeten Fond "NextGen Enabling Technologies Fund" in Santa Barbara, Kalifornien, beteiligt. Dieser Fond investiert in Start-up-Unternehmen, die sich mit innovativen chemiebasierten Technologien und Materialien befassen. Die BASF Venture Capital GmbH wird hier in den kommenden zehn Jahren rund sechs Millionen Euro einbringen.

Zwei Wege, ein Ziel: neue Geschäftsfelder mit überdurchschnittlichem Wachstum

"Wir nutzen die BASF Future Business GmbH und die BASF Venture Capital GmbH als zwei Wege, um das selbe Ziel zu erreichen", verdeutlicht Dr. Karl-Rudolf Kurtz, Geschäftsführer der BASF Future Business GmbH. "Auf beiden Wegen erschließen wir uns den Zugang zu vielversprechenden Technologien und Materialien, die bestehende Aktivitäten der BASF ergänzen. Dadurch eröffnen wir uns neue Geschäftsfelder, von denen wir ein überdurchschnittliches Wachstum erwarten."

Wachstumsmärkte schnell erschließen

Für solche Wachstumsfelder analysieren die mittlerweile zehn Mitarbeiter der BASF Future Business GmbH Marktgröße, potenzielle Kunden, Kapitalbedarf, Stand der Technologie und geeignete Projektpartner. Anstöße kommen aus Marktbeobachtungen sowie aus Forschungs-, Vertriebs- und Marketing-Einheiten der BASF. Zeigen die Analysen ein hohes Potenzial bei einem Projekt, stellt die BASF Future Business GmbH sehr schnell die notwendigen Ressourcen bereit, beispielsweise in Form von Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in der BASF oder bei externen Kooperationspartnern. Gleichzeitig wird die Entwicklung des Marktes analysiert, werden Geschäftspläne erstellt und Kontakte zu potenziellen Kunden und Weiterverarbeitern etabliert. Wird ein Projekt realisiert, will die BASF dort, wo es sich anbietet, nicht nur als Rohstofflieferant auftreten, sondern über Kooperationen an der gesamten Wertschöpfungskette teilhaben.

Neue funktionale Materialien sollen Displays besser machen

Die BASF Future Business GmbH hat vier vielversprechende Themenfelder identifiziert und wird ihre weiteren Aktivitäten darauf konzentrieren: Organische Elektronik, Lebensqualität, Energiemanagement und Nanotechnologie. Bei einem ersten Projekt der organischen Elektronik will das Unternehmen unter anderem auf Basis von Polymeren oder niedermolekularen organischen Verbindungen neuartige Materialien zum Beispiel für Computer-Displays entwickeln. In den nächsten zwei bis drei Jahren sollen auf diese Weise Werkstoffe entwickelt werden, die den bisher verwendeten Materialien etwa bei der Lebensdauer oder der Lichtstärke überlegen sind. Forschungsarbeiten laufen derzeit bei der BASF sowie in Kooperation mit verschiedenen Universitäten. Parallel betreibt die BASF Future Business GmbH intensiven Informationsaustausch mit den Herstellern von Displays sowie umfangreiche Marktforschung. Eine Kooperation mit Industriepartnern ist geplant. Der Markt für Computer-Displays hat derzeit ein jährliches Umsatzvolumen in Höhe von rund 50 Milliarden Euro. Er wird in den kommenden Jahren zweistellige Wachstumsraten aufweisen.

Mini-Kühlschränke fürs Auto und auf Knopfdruck verdunkelbare Fenster

Aus Wärme wird Kälte: Beim zweiten Projekt will die BASF Future Business GmbH verbesserte Materialien entwickeln, mit denen sich der thermoelektrische Effekt zur effizienten Umwandlung von Wärme in Strom nutzen lassen kann. "So könnte man zum Beispiel im Auto die Abwärme des Motors nutzen, um einen Mini-Kühlschrank zu betreiben", erklärt Kurtz. Hierzu läuft derzeit ein Forschungsprojekt bei der BASF.

Im dritten Projekt haben Forscher der BASF bereits eine Möglichkeit entwickelt, Fenster auf Knopfdruck zu verdunkeln. Die sogenannten elektrochromen Verglasungen enthalten eine dünne Polymerschicht, die das Verdunkeln der Scheibe bewirkt, wenn eine Spannung angelegt wird. Gleichzeitig ermöglicht die Schicht den Aufbau von Sicherheitsscheiben. Hier wird derzeit ein Partner für die Vermarktung gesucht.

Darüber hinaus erstellt die BASF Future Business GmbH Marktstudien für weitere Entwicklungsprojekte.

Strategische Partnerschaften angestrebt

Die ebenfalls im April 2001 gegründete BASF Venture Capital GmbH ist mit 100 Millionen Euro ausgestattet. Die Summe soll im Zeitraum von drei Jahren investiert werden sollen. Ziel der Investitionen ist, strategische Partnerschaften mit Start-up-Unternehmen zu etablieren, die sich mit chemierelevanten Themen befassen, und gleichzeitig eine dem Risiko entsprechende, hohe Rendite zu erzielen.

"Als Corporate Venture Capital Gesellschaft bieten wir jungen Unternehmen einen eindeutigen Vorteil", betont Dr. Beate Ehle, technische Geschäftsführerin der BASF Venture Capital GmbH. "Wir sind nicht nur Geldgeber, sondern können als strategischer Partner aktiv mit jungen Unternehmen zusammenarbeiten. Diese sollen vom Know-how-Verbund der BASF profitieren. Die BASF hat zum Beispiel viel Erfahrung darin, Verfahren aus dem Forschungslabor in die groß-technische Produktion zu übertragen oder die richtige Strategie bei der Anmeldung von Erfindungen zum Patent zu verfolgen."

Mittelfristig strebt die BASF Venture Capital GmbH 20 bis 30 Beteiligungen an, zunächst als Fond-in-Fond-Investment, später überwiegend als Direkt-Investment. Schwerpunkt aller Beteiligungen sind neue chemiebasierte Technologien, die Basistechnologien sind oder zu neuartigen Produkten oder Materialen mit breiter Marktanwendung führen.

Die BASF ist ein transnationales Unternehmen der chemischen Industrie, das seinen Wert durch Wachstum und Innovation nachhaltig steigern will. Die BASF bietet ihren Kunden ein leistungsfähiges Sortiment, das hochveredelte Chemikalien, Kunststoffe, Farbstoffe und Pigmente, Dispersionen, Fahrzeug- und Industrielacke, Pflanzenschutzmittel, Feinchemikalien sowie Erdöl und Erdgas umfasst. Die ausgeprägte Verbundstrategie ist eine besondere Stärke der BASF: Sie sichert Kostenführerschaft und somit langfristig entscheidende Wettbewerbsvorteile. Mit einem Umsatz von rund 36 Milliarden Euro im Jahr 2000 und über 90 000 Mitarbeitern ist die BASF eines der weltweit führenden Chemieunternehmen. Die BASF richtet ihr Handeln am Leitbild der nachhaltig zukunftsverträglichen Entwicklung, Sustainable Development, aus. Die BASF ist börsennotiert in Frankfurt (BAS), London (BFA), Zürich (BAS), Paris (BA) und New York (BF).

Cordelia Krooß | Pressemitteilungen
Weitere Informationen:
http:// www.basf.de

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