Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Innovationsnetzwerk "Werkstätten der Zukunft"

11.05.2006


Das Fraunhofer IAO und die Technische Unternehmensberatung TUB initiieren das Innovationsnetzwerk "Werkstätten der Zukunft". Durch eine Kooperation von Werkstätten für Menschen mit Behinderungen sollen richtungweisende Strategien entstehen und Innovationsprozesse gefördert werden.



Behinderte kleben Tüten. Behinderte malen Postkarten. Diese Vorstellungen über Werkstätten für Menschen mit Behinderungen (WfBM) geistern leider noch allzu häufig in den Köpfen vieler Menschen umher. Die Wirklichkeit sieht ganz anders aus: 250 000 Menschen mit Behinderung produzieren in über 700 Werkstätten in Deutschland für den ganz normalen Markt. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die WfBM im Zuge der Globalisierung inzwischen mit Billiglohnländern im Osten konkurrieren. Das Leitbild der Teilhabe und die veränderten Anforderungen einer größeren Wettbewerbs- und Marktorientierung umreißen nur schlagwortartig die Umbrüche, die sich zurzeit vollziehen.



Das Fraunhofer IAO und die technische Unternehmensberatung TUB haben daher das Innovationsnetzwerk "Werkstätten der Zukunft" initiiert. Es richtet sich an interessierte Werkstätten, die ihre bestehenden Geschäftsmodelle weiterentwickeln und die Innovationspotenziale neuer Technologien nutzen wollen. Hierzu werden Strategien und Konzepte für den Behindertenbereich aus Sicht der Anwender und der Industrie kombiniert.

Durch die Kooperation von Werkstätten und Wissenschaft unter Einbeziehung der Industrie wird ein Innovationsprozess forciert und richtungweisende Entwicklungen und Pionieraktivitäten für die Werkstätten gestartet. Zu diesem Zweck werden pro beteiligte Werkstatt bis zu zwei Personen zum Innovationsmanager bzw. zur Innovationsmanagerin ausgebildet. Der Abschluss wird zertifiziert. In den beteiligten Werkstätten werden Innovationsaudits durchgeführt und sie erhalten eine Zertifizierung. Die Audits bilden die Basis und sind eine Hilfestellung für eine strategische Neuorientierung. Ein hoher Stellenwert kommt der Umsetzung von Innovationen und Innovationsprozessen zu.

Das Fraunhofer IAO und TUB sind Träger dieses Projekts, führen die Qualifizierungsmaßnahmen und wissenschaftlichen Studien durch und stellen den Methodentransfer erzielter Forschungsergebnisse sicher. Das Innovationsnetzwerk richtet sich an interessierte Träger, Geschäftsführer und Geschäftsführerinnen von Werkstätten für Menschen mit Behinderungen.

Ihre Ansprechpartnerin für weitere Informationen:
Fraunhofer IAO
Dr. Barbara Klein
Nobelstraße 12, 70569 Stuttgart
Telefon: +49 (0) 7 11/9 70-54 54, Fax: +49 (0) 7 11/9 70-54 91
E-Mail: barbara.klein@iao.fraunhofer.de

Juliane Segedi | idw
Weitere Informationen:
http://www.iao.fhg.de/
http://www.ph.iao.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: Innovationsnetzwerk Innovationsprozess TUB WfBM

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Aufwärtstendenz setzt sich fort
21.02.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht Ergebnisse der IAB-Stellenerhebung für das 4. Quartal 2016: Anhaltend hohes Niveau offener Stellen
21.02.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

6. Internationale Fachkonferenz „InnoTesting“ am 23. und 24. Februar 2017 in Wildau

22.02.2017 | Veranstaltungen

Wunderwelt der Mikroben

22.02.2017 | Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ursache für eine erbliche Muskelerkrankung entdeckt

22.02.2017 | Medizin Gesundheit

Möglicher Zell-Therapieansatz gegen Zytomegalie

22.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

Meeresforschung in Echtzeit verfolgen

22.02.2017 | Geowissenschaften