Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gesundheitswesen stellt ab 2004 auf E-Health um

09.11.2001


Die Bundesregierung informiert heute über die Auswirkungen des Risikostrukturausgleichs auf die gesetzliche Krankenversicherung. Reformen sollen vorangetrieben werden – auch E-Health rückt jetzt in den Fokus der Verantwortlichen im Gesundheitswesen. Bereits heute floriert das E-Business im Medizinbereich: Bis 2004 sollen sich die Umsätze nach Experteneinschätzung verzehnfachen, dann werden acht Prozent des Branchenumsatzes online erwirtschaftet. Der Marktdurchbruch von E-Health kommt in Deutschland in drei bis fünf Jahren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Mummert + Partner Unternehmensberatung und der Zu-kunftsforscher von Z_punkt.

Das Marktpotenzial von E-Health ist hoch. Die Ursache: Für fast alle Deutschen – 87 Prozent laut Umfragen – hat Gesundheit einen sehr hohen Stellenwert. Somit haben Neuerungen auf dem Markt gute Chancen. Ein Beispiel hierfür ist die diagnostische Fernüberwachung: Via Handy wird bei kritischen EKG-Werten automatisch der Arzt gerufen. Doch auch die Verwaltung bekommt neue Technologien: Bei 90 Prozent der Krankenhäuser steht die elektronische Krankenakte – eine multimediale Patientendokumentation – auf der Bedarfsliste für die nächsten zehn Jahre. Die Investitionen hierfür sollen bis 2002 auf 190 Millionen Mark ansteigen und am Ende des Jahrzehnts die Milliardengrenze erreichen. Davon gehen die Mummert + Partner Unternehmensberatung und die Zukunftsforscher von Z_punkt aus.

E-Health trägt zur Kostensenkung bei und fördert die Qualität der Leistungen für Patienten. Krankenhäuser können ihren Bedarf bei Online-Anbietern bis zu 40 Prozent günstiger decken als auf normalen Vertriebswegen. Das eingesparte Geld kann in das Dienstleistungsangebot der Krankenhäuser investiert werden. Viele der neuen Dienstleistungen richten sich an aktive Patienten, die sich per Online-Service schon vorab im Internet auf den Arztbesuch vorbereiten. Pillen per Online-Kurier und keine Schlangen im Wartezimmer mehr – so sieht das Gesundheitswesen der Zukunft aus.

Die größten Einsparmöglichkeiten birgt der Handel zwischen Unternehmen, das so genannte Business-to-Business(B2B)-Geschäft. Schon jetzt gibt es erste Online-Praxisshops, Einkaufsportale für Ärzte und Krankenhäuser sowie Auktionen mit medizinischen Produkten. E-Procurement, die elektronische Beschaffung, setzt sich nach und nach durch. So bestellen zum Beispiel Krankenhäuser ihre Ausrüstung und ihre Medikamente bei Lieferanten im Internet.

Bremse für die elektronische Gesundheit ist bisher das Fehlen eindeutiger rechtlicher Regulierungen. Der Internethandel mit rezeptpflichtigen Medikamenten ist in Deutschland verboten. Trotzdem belieferten Anbieter aus Nachbarländern wie die niederländische Web-Apotheke „0800DocMorris“ auch die Bundesrepublik mit günstigen Medikamenten. Deutsche Gerichte blockieren diesen Versandhandel inzwischen. Doch die Umstellung im Gesundheitswesen hat begonnen: Ende September hat sich das Bundesgesundheitsministerium dafür ausgesprochen, den Versandhandel mit Medikamenten freizugeben.

„Die E-Gesundheit kommt – und wird erhebliche Kosteneinsparungen ermöglichen. Zunächst aber müssen Strukturprobleme ausgeräumt und Rechtsfragen geklärt werden.“

Wilhelm Alms, Vorstandsvorsitzender der Mummert + Partner Unternehmensberatung AG

Mummert + Partner ist eine der führenden europäischen Unternehmensberatungen für Dienstleistungsunternehmen. Zu den Kunden zählen vor allem Kreditinstitute, Versicherungen, öffentliche Dienstleister, die Energiewirtschaft und das Gesundheitswesen. Darüber hinaus berät das Unternehmen weitere Dienstleistungsunternehmen in speziellen Aufgabenstellungen, für die Mummert + Partner hervorragendes Know-how besitzt. Beispiele hierfür sind Telekommunikations- und Logistikunternehmen. Mit 1.350 Mitarbeitern und einem Umsatz von rund 191,2 Millionen Euro (Konzern im Geschäftsjahr 2000) gehört Mummert + Partner zu den Top Ten der Branche in Deutschland.

Mummert + Partner Unternehmensberatung Aktiengesellschaft Hans-Henny-Jahnn-Weg 29 · 22085 Hamburg Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Jörg Forthmann Tel.: (040) 227 03-7787 Fax: (040) 227 03-7961 eMail: Presse@mummert.de

Jörg Forthmann | Presse- und Öffentlichkeitsarbei

Weitere Berichte zu: Gesundheitswesen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index weiter aufwärts gerichtet
23.03.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht RWI erhöht Konjunkturprognose für 2017 leicht auf 1,3 Prozent
15.03.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise