Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

SWX Group und Deutsche Börse planen europäische Börse für verbriefte Derivate

05.05.2006

Die Partner unterzeichnen einen Letter of Intent, mit dem Ziel, die Aktivitäten bei Optionsscheinen und Zertifikaten zu bündeln/Zwei Marktmodelle: vollautomatischer und Intermediär basierter Handel

Gemeinsame Pressemitteilung von SWX Group und Deutsche Börse

... mehr zu:
»SWX

Deutsche Börse AG und SWX Group verhandeln über ein Joint Venture, um ihre Aktivitäten beim Handel mit Optionsscheinen (Warrants) und Zertifikaten in einer gemeinsamen Börsenorganisation zu bündeln. Das haben die beiden Partner am Freitag angekündigt. Die Zusammenarbeit soll über eine gemeinsame Holdinggesellschaft mit Sitz in Zürich erfolgen, die national regulierte Börsen in der Schweiz und in Deutschland betreiben wird. Ziel des geplanten Joint Ventures ist eine europäische Börse für Optionsscheine und Zertifikate. Mit der gemeinsamen neuen Börse würden Deutsche Börse und SWX ihre bestehende Zusammenarbeit ausweiten, welche die weltgrößte Terminbörse Eurex umfasst sowie den europäischen Indexanbieter STOXX.

Die neue Gesellschaft, in die beide Partner ihr bestehendes Geschäft mit verbrieften Derivaten einbringen wollen, wird eine Börse in der Schweiz und eine Börse in Deutschland betreiben. Es ist vorgesehen, dass die SWX ihr Geschäft mit Optionsscheinen und Zertifikaten in eine neue Börse mit Sitz in der Schweiz ausgründet, welche zum 1. Januar 2007 operativ werden soll. Gleichzeitig wird die Holding eine Börse in Deutschland unter dem Dach der Bremer Wertpapierbörse gründen, welche die SWX im Jahr 2005 übernommen hat. Die neue Börse soll im vierten Quartal 2007 starten.

Technisch soll der Handel an den Börsen vorerst auf verschiedenen Handelssystemen laufen und bis Ende 2009 auf ein gemeinsames elektronisches System überführt werden. Die Börse in der Schweiz wird unter schweizerischer Hoheit bleiben. Der Handel in Deutschland wird unter deutscher Aufsicht mit zwei verschiedenen Marktmodellen betrieben. Der Emittent hat hierbei die Wahl, sein Wertpapier für den vollautomatischen oder für den intermediärsbasierten Handel zuzulassen. Verschiedene Investorengruppen können so mit dem für sie effizientesten Marktmodell angesprochen werden: während der vollautomatisierte Handel den hohen Ansprüchen hinsichtlich Markttransparenz, geringen Latenzzeiten und hochfrequentiertem Handel gerecht wird, garantiert der intermediärsbasierte Handel weiterhin beste Preise für eine breite Produkpalette.

Das Gemeinschaftsunternehmen soll nach gegenwärtiger Planung Anfang 2007 seine Tätigkeit aufnehmen. Beide Partner werden gleiche Anteile halten und ihr Geschäft einbringen. Da auf zwei bereits bestehende, starke Märkte zurückgegriffen werden kann, ist es möglich, das Joint Venture von Beginn an profitabel zu betreiben. Erträge, welche die Deutschen Börse aus dem Zertifikate- und Optionsschein-Markt an der Börse Frankfurt erzielt, werden an das Joint Venture abgeführt. Die konkrete Ausgestaltung wollen Deutsche Börse und SWX bis zum Herbst 2006 ausarbeiten.

Media Relations | Gruppe Deutsche Börse
Weitere Informationen:
http://www.deutsche-boerse.com

Weitere Berichte zu: SWX

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI erhöht Konjunkturprognose für 2017 leicht auf 1,3 Prozent
15.03.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht IMK-Konjunkturindikator: Rezessionsgefahr steigt auf niedrigem Niveau merklich an
13.03.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Im Focus: Physiker erzeugen gezielt Elektronenwirbel

Einem Team um den Oldenburger Experimentalphysiker Prof. Dr. Matthias Wollenhaupt ist es mithilfe ultrakurzer Laserpulse gelungen, gezielt Elektronenwirbel zu erzeugen und diese dreidimensional abzubilden. Damit haben sie einen komplexen physikalischen Vorgang steuern können: die sogenannte Photoionisation oder Ladungstrennung. Diese gilt als entscheidender Schritt bei der Umwandlung von Licht in elektrischen Strom, beispielsweise in Solarzellen. Die Ergebnisse ihrer experimentellen Arbeit haben die Grundlagenforscher kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift „Physical Review Letters“ veröffentlicht.

Das Umwandeln von Licht in elektrischen Strom ist ein ultraschneller Vorgang, dessen Details erstmals Albert Einstein in seinen Studien zum photoelektrischen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

Unter der Haut

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Neues Schiff für die Fischerei- und Meeresforschung

22.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Mit voller Kraft auf Erregerjagd

22.03.2017 | Biowissenschaften Chemie