Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

ESA Initiative zur Förderung von KMUs auf dem Gebiet der Satellitenkommunikation (Satcom)

10.04.2006

Um Kleinen und Mittelständischen Unternehmen (KMU) dabei behilflich zu sein, in den Satcom-Sektor vorzustossen, startete das Telekommunikations-Department der Europäischen Weltraumorganisation ESA am 10. April 2006 eine neue Runde der "Start-Up Projects Initiative". In den letzten fünf Jahren hat es fünf Runden gegeben, die insgesamt zu knapp 60 Projekten geführt haben (siehe http://telecom.esa.int/startup ). Die positiven Rückmeldungen, die ESA von Unternehmen erhielt, bestärkten ESA Telecom darin, aufbauend auf dem Erfolg das Projektschema zu verfeinern.

Die Vorteile für die europäische Industrie und die Bürger in der EU sind deutlich, wie Nuno Carvalho, Projektleiter der portugiesischen Firma WIT-Software im Projekt RISING (Road Information System for Next Generation Cars, Runde 4), erläutert. Sein Projekt dient dazu, die Sicherheit auf den europäischen Strassen zu verbessern. " Die Start-up Projects Initiative der ESA ist eine ausgezeichnete Möglichkeit für KMUs, Kenntnisse im Weltraumsektor zu gewinnen und Unterstützung von Experten zu erhalten. Die Zusammenarbeit mit ESA ist eine lohnende Erfahrung, die neue Möglichkeiten für weltraumbezogene Aktivitäten und auf anderen Märkten eröffnet."

... mehr zu:
»ESA »KMU »Satellitenkommunikation

Innovation ist der Schlüssel, um neue Märkte für die Industrie zu erschliessen. Die "Start-up Projects Initiative" der ESA Telecom unterstützt Unternehmen dabei, Neuerungen zu entwickeln, die diese andernfalls nicht umsetzen könnten, wie z. B. das sehr erfolgreiche Projekt SASS (Satellite based Alarm and Surveillance System, Runde 3), das die Sicherheit in Atomkraftwerken verbessert. Andreas Nil, Geschäftsführer von MediaMobil Communication in Deutschland, das Unternehmen, das das Projekt verwirklichte, erklärte: "Wir hatten die Idee schon seit einiger Zeit, aber auf Grund von fehlenden Ressourcen konnten wir sie nicht umsetzen. Dank der "Start-Up Projects Initiative" verfügten wir nicht nur über einen finanziellen und organisatorischen Projektrahmen sondern auch wertvolle Unterstützung, um bedeutende Pilotnutzer für das Projekt zu gewinnen, die zu potentiellen Kunden für das Endprodukt geworden sind."

Für KMUs ist es nicht leicht, im Bereich der Satellitenkommunikation Fuss zu fassen.. Technische und geschäftliche Risiken sowie die empfundene Komplexität des Gebiets können für Unternehmer und auch potentielle Investoren ein Abschreckungsmittel sein. Allerdings eröffnet Satcom auch viele hochinteressante Möglichkeiten für neue Technologien, Anwendungen und Dienste auf Gebieten wie mobile Kommunikation, Internet, Multimedia, Rundfunkübertragung und positionsgestützte Kommunikationssysteme. Nicht nur Grossunternehmen können diese Möglichkeiten erfolgreich ausschöpfen.

Das Schema sieht die Vergabe von Entwicklungsverträgen für Projektvorschläge vor, die die Satcom-Komponente als einen wesentlichen Bestandteil beinhalten. Zwei verschiedene Finanzierungsmodelle je nach der kommerziellen Reife des Vorschlages kommen zur Anwendung:

a) Finanzierung bis zu 100 (maximal 300.000 Euro) für die Validierung von Konzepten in frühem Entwicklungsstadium, die innovative Technologien mit hohen geschäftlichen bzw. technischen Risiken beinhalten.

b) Finanzierung bis zu 50% (maximal 150.000 Euro) für Integrations- und Demonstrationsaktivitäten, die auf bestehenden Technologien beruhen und die Entwicklung prä-operationeller Produkte, Systeme und Anwendungen betreffen, für welche bereits Vermarktungsmöglichkeiten identifiziert sind.

Jedes KMU eines Teilnehmerlandes kann sich beteiligen. Die Teilnehmerländer sind Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien, und Kanada.

Projektvorschläge von Unternehmen, die noch nie einen Vertrag mit ESA Telecom hatten, werden vorgezogen.

Es ist das Ziel dieser Initiative, dass Unternehmen am Ende des Projekts mit der kommerziellen Vermarktung Ihrer Produkte fortfahren können. Neben der finanziellen Unterstützung bietet ESA Telecom seine technischen Anlagen zur Validierung an. Weiterhin wird ESA Telecom seine Erfahrungen und Kontakte dazu benutzen, komplementäre Ideen und Vorhaben auf dem Satcom-Gebiet zusammenzubringen.

Da ESA mit den Ressourcenproblemen kleiner Unternehmen vertraut ist, wurde ein spezieller Bewerbungsprozess erstellt, der es Bewerbern gestattet, Projektskizzen einzureichen und dazu Feedback zu erhalten bevor ein komplettes Angebot erstellt werden muss.

Solche Projektskizzen mit bis zu 4 Seiten Textkönnen in einem Zeitraum von fünf Wochen (vom 10.4. - 15.5. 2006) über ein sicheres Online-Formular eingereicht werden.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://telecom.esa.int/startup.

ESA Telecom ist ein Department der europäischen Weltraumorganisation ESA, das für die Koordination, Entwicklung und Unterstützung europäischer und kanadischer Innovationen auf dem Gebiet der Satellitenkommunikation verantwortlich ist. Indem ESA die Führung bei Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten übernimmt, wird gewährleistet dass die Mitgliedsländer auf dem globalen Satellitenmarkt wettbewerbsfähig bleiben. ESA Telecom spielt auch eine wichtige Investorenrolle auf dem kommerziellen Markt, da es die Entwicklung neuer Satellitensysteme und -technologien in Vorbereitung zukünftiger Anwendungen unterstützt.

Norbert Hübner | presseportal
Weitere Informationen:
http://telecom.esa.int/startup
http://www.esa.int

Weitere Berichte zu: ESA KMU Satellitenkommunikation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer sinkt zum zweiten Mal in Folge
28.05.2018 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

nachricht KMU suchen die finanzielle Unabhängigkeit
25.05.2018 | Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: AchemAsia 2019 in Shanghai

Die AchemAsia geht in ihr viertes Jahrzehnt und bricht auf zu neuen Ufern: Das International Expo and Innovation Forum for Sustainable Chemical Production findet vom 21. bis 23. Mai 2019 in Shanghai, China statt. Gleichzeitig erhält die Veranstaltung ein aktuelles Profil: Die elfte Ausgabe fokussiert auf Themen, die für Chinas Prozessindustrie besonders relevant sind, und legt den Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit und Innovation.

1989 wurde die AchemAsia als Spin-Off der ACHEMA ins Leben gerufen, um die Bedürfnisse der sich damals noch entwickelnden Iindustrie in China zu erfüllen. Seit...

Im Focus: AchemAsia 2019 will take place in Shanghai

Moving into its fourth decade, AchemAsia is setting out for new horizons: The International Expo and Innovation Forum for Sustainable Chemical Production will take place from 21-23 May 2019 in Shanghai, China. With an updated event profile, the eleventh edition focusses on topics that are especially relevant for the Chinese process industry, putting a strong emphasis on sustainability and innovation.

Founded in 1989 as a spin-off of ACHEMA to cater to the needs of China’s then developing industry, AchemAsia has since grown into a platform where the latest...

Im Focus: Li-Fi erstmals für das industrielle Internet der Dinge getestet

Mit einer Abschlusspräsentation im BMW Werk München wurde das BMBF-geförderte Projekt OWICELLS erfolgreich abgeschlossen. Dabei wurde eine Li-Fi Kommunikation zu einem mobilen Roboter in einer 5x5m² Fertigungszelle demonstriert, der produktionsübliche Vorgänge durchführt (Teile schweißen, umlegen und prüfen). Die robuste, optische Drahtlosübertragung beruht auf räumlicher Diversität, d.h. Daten werden von mehreren LEDs und mehreren Photodioden gleichzeitig gesendet und empfangen. Das System kann Daten mit mehr als 100 Mbit/s und fünf Millisekunden Latenz übertragen.

Moderne Produktionstechniken in der Automobilindustrie müssen flexibler werden, um sich an individuelle Kundenwünsche anpassen zu können. Forscher untersuchen...

Im Focus: First real-time test of Li-Fi utilization for the industrial Internet of Things

The BMBF-funded OWICELLS project was successfully completed with a final presentation at the BMW plant in Munich. The presentation demonstrated a Li-Fi communication with a mobile robot, while the robot carried out usual production processes (welding, moving and testing parts) in a 5x5m² production cell. The robust, optical wireless transmission is based on spatial diversity; in other words, data is sent and received simultaneously by several LEDs and several photodiodes. The system can transmit data at more than 100 Mbit/s and five milliseconds latency.

Modern production technologies in the automobile industry must become more flexible in order to fulfil individual customer requirements.

Im Focus: ALMA entdeckt Trio von Baby-Planeten rund um neugeborenen Stern

Neuartige Technik, um die jüngsten Planeten in unserer Galaxis zu finden

Zwei unabhängige Astronomenteams haben mit ALMA überzeugende Belege dafür gefunden, dass sich drei junge Planeten im Orbit um den Säuglingsstern HD 163296...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Simulierter Eingriff am virtuellen Herzen

18.06.2018 | Veranstaltungen

Künstliche Intelligenz – Schafft der Mensch seine Arbeit ab?

15.06.2018 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Asteroidenforschung in Garching

13.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neuer Abwehrmechanismus gegen Sauerstoffradikale entdeckt

18.06.2018 | Biowissenschaften Chemie

Umwandlung von nicht-neuronalen Zellen in Nervenzellen

18.06.2018 | Biowissenschaften Chemie

Im Fußballfieber: Rittal Cup verspricht Spannung und Spaß

18.06.2018 | Unternehmensmeldung

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics