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Gemeinsames Milliarden-Projekt in China

01.11.2001


BASF und Huntsman schließen Wirtschaftlichkeitsstudie für Isocyanat-Projekt in Shanghai ab

  • Gemeinsame Wirtschaftlichkeitsstudie wird bis Ende der Woche vorgelegt
  • Premierminister Zhu Rongji und Bundeskanzler Gerhard Schröder demonstrieren große Unterstützung

Im Beisein des chinesischen Premierministers Zhu Rongji und von Bundeskanzler Gerhard Schröder bekräftigten die BASF und Huntsman zusammen mit ihren chinesischen Partnern gestern erneut ihr Vorhaben, einen integrierten Produktionskomplex für Isocyanat in Shanghai zu errichten und zu betreiben. Es wurde vereinbart, die gemeinsame Wirtschaftlichkeitsstudie vorzulegen.

Helmut Becks, Mitglied des Vorstands der BASF Aktiengesellschaft, Donald Stanutz, Senior Vice President, Huntsman, sowie Vertreter der Joint Venture-Partner unterzeichneten ein Abkommen. BASF, Huntsman und ihre chinesischen Partner werden die Studie noch diese Woche den Behörden in Shanghai vorlegen.

Der integrierte Isocyanat-Komplex besteht aus drei eigenständigen Jointventures:

  • Einem Betrieb, der 160 000 Tonnen/Jahr Roh-MDI herstellt, sowie Produktionsanlagen zur Herstellung der Zwischenprodukte Anilin und Nitrobenzol. Die Produktionsanlagen werden von der BASF, Huntsman, Shanghai Chloro-Alkali Chemical Co., Ltd Shanghai Hua Yi (Group) Company, China Petroleum and Chemical Corporation und der Sinopec Shanghai Gao Qiao Petrochemical Corporation gebaut.
  • Einem MDI-Veredlungsbetrieb und einem Betrieb zur Herstellung der Zwischenprodukte Salpetersäure und Dinitrotoluol, der von der BASF und ihren Partnern, darunter Shanghai Hua Yi (Group) Company, China Petroleum and Chemical Corporation sowie der Sinopec Shanghai Gao Qiao Petrochemical Corporation errichtet wird.
  • Einem MDI-Veredlungsbetrieb, der von Huntsman und Shanghai Chloro-Alkali Chemical Co. Ltd. gebaut wird.

Die Höhe der Investition für den gesamten Komplex beträgt eine Milliarde US-Dollar. Die Produkte des Jointventures, das Roh-MDI im World Scale-Maßstab herstellt, sollen zu gleichen Teilen an die zwei eigenständigen Jointventures zur MDI-Veredlung verkauft werden. Dort werden sie weiterverarbeitet und unabhängig an die Polyurethan-Industrie in China weiterverkauft.

Die TDI-Anlage wird die modernste Anlage dieser Art in China sein. Sie wird ein Produkt herstellen, das dringend in den verschiedenen weiterverarbeitenden Industrien benötigt wird.

Für die Errichtung des Komplexes sind drei Jahre angesetzt. Mit dem Bau wird begonnen sobald die chinesische Regierung die formelle Genehmigung erteilt hat. Das Projekt in Shanghai ist die zweitgrößte Investition der BASF in China.

Ende September legte die BASF-YPC Company Ltd., ein 50:50 Jointventure von BASF und SINOPEC, den Grundstein für ihren integrierten in Nanjing. Mit modernster Technologie ausgerüstet, wird die BASF-YPC einen Steamcracker mit 600 000 Tonnen Ethylen pro Jahr und neun Downstream-Anlagen auf ihrem 220 Hektar großen Standort am Yangtse-Fluß bauen und betreiben.

Mit einer Gesamtinvestition in Höhe von 2,9 Milliarden US-Dollar ist die BASF-YPC derzeit das größte chinesisch-deutsche Jointventure in China. Bis 2010 will die BASF-Gruppe 20 Prozent ihres Chemieumsatzes in Asien erwirtschaften. Davon sollen 70 Prozent aus regionaler Produktion kommen. Der neue integrierte Chemiestandort in Nanjing und der integrierte Isocyanat-Komplex in Shanghai werden einen wichtigen Beitrag zur Erreichung dieser Ziele leisten.

MDI und TDI sind wichtige Zwischenprodukte bei der Herstellung von Polyurethan (PUR). Diese vielseitigen Polymere werden in der Automobilindustrie und in der Bauwirtschaft verwendet, aber auch in Produkten wie Kühlschränken, Sitzbezügen oder Matratzen.

Über viele Jahre hinweg hat die BASF das PUR-Geschäft innerhalb ihres Polymer-Portfolios weiterentwickelt. Asien spielt bei dieser Strategie eine besondere Rolle. Denn in den nächsten zehn Jahren soll Asien der am stärksten wachsende PUR-Markt werden. Ab Mitte 2003 wird die BASF auch in Korea TDI produzieren. Die entsprechenden World Scale-Anlagen befinden sich derzeit im Aufbau. Zudem wird die BASF dort die Kapazität für MDI erhöhen und ihre Polyether-Polyol-Produktion erweitern. In Singapur baut die BASF zusammen mit ihrem Partner Shell eine Fabrik zur Herstellung von Propylenoxid im Weltmaßstab, einem weiteren wichtigen PUR-Zwischenprodukt. BASF Polyurethan-Aktivitäten in Asien beinhalten weiterhin PUR-System-Häuser in Japan, Korea, Taiwan, Malaysia und in der chinesischen Provinz Guandong.

Die BASF steht seit mehr als 100 Jahren in Handelsbeziehungen mit China. Heute ist die BASF einer der führenden ausländischen Investoren in der chemischen Industrie in China und beschäftigt dort etwa 2 570 Mitarbeiter. Die BASF besitzt acht Produktionsunternehmen und unterhält fünf Büros in Peking, Shanghai, Hong Kong, Guangzhou, Harbin und Nanjing.

Die BASF ist ein transnationales Unternehmen der chemischen Industrie, das seinen Wert durch Wachstum und Innovation nachhaltig steigern will. Die BASF bietet ihren Kunden ein leistungsfähiges Sortiment, das hochveredelte Chemikalien, Kunststoffe, Farbstoffe und Pigmente, Dispersionen, Fahrzeug- und Industrielacke, Pflanzenschutzmittel, Feinchemikalien sowie Erdöl und Erdgas umfasst. Die ausgeprägte Verbundstrategie ist eine besondere Stärke der BASF: Sie sichert Kostenführerschaft und somit langfristig entscheidende Wettbewerbsvorteile. Mit einem Umsatz von rund 36 Milliarden Euro im Jahr 2000 und über 90.000 Mitarbeiter ist die BASF eines der weltweit führenden Chemieunternehmen. Die BASF richtet ihr Handeln am Leitbild der nachhaltig zukunftsverträglichen Entwicklung, Sustainable Development, aus. Die BASF ist börsennotiert in Frankfurt (BAS), London (BFA), Zürich (BAS), Paris (BA) und New York (BF).

Jennifer Moore-Braun  | Pressemitteilungen

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