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KfW fördert Bau des ersten solarthermischen Kraftwerks im indischen Mathania

30.10.2001


Kombinierte Energieerzeugung aus Sonnenenergie und Gas

Die KfW unterstützt Indien beim Bau des solarthermischen Kraftwerks Mathania mit einem Verbundkredit in Höhe von 250 Mio DM. Der entsprechende Vertrag wurde am Montag in Neu Delhi von KfW-Vorstand Wolfgang Kroh im indischen Finanzministerium unterzeichnet. 116,8 Mio DM stammen aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Die weiteren 133,2 Mio DM trägt die KfW aus eigenen Mitteln bei.

Die KfW fördert mit diesem Projekt die Einführung einer innovativen und zugleich umweltfreundlichen Technologie in Indien. In Mathania wird in den kommenden Jahren das erste Kraftwerk des Landes entstehen, das Energie sowohl aus Gas als auch aus der Sonne erzeugt. Als erstes kombiniertes solarthermisches Kraftwerk in einem Entwicklungsland soll es voraussichtlich 2005 ans Netz gehen.

Der in der Thar-Wüste im Bundesstaat Rajasthan gelegene Ort Mathania ist mit durchschnittlich 320 Sonnentagen pro Jahr ein idealer Standort für das solarthermische Kraftwerk. Durch die kombinierte Nutzung von Gas und Sonnenenergie ist die neue Anlage sowohl ökonomisch als auch ökologisch sinnvoll. Verglichen mit einem konventionellen Kohlekraftwerk wird das Kraftwerk Mathania jährlich rund 520.000 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen vermeiden.

Die Gesamtleistung des solarthermischen Kraftwerks Mathania wird 140 MW betragen. Die KfW leistet mit der Förderung dieses Vorhabens einen Beitrag zur Reduzierung von Versorgungsengpässen im indischen Energiesektor. Eine gesicherte Energieversorgung ist eine wichtige Voraussetzung für die weitere wirtschaftliche Entwicklung Indiens.

An der Finanzierung des Kraftwerks Mathania beteiligen sich KfW, deutsche Bundesregierung, die Regierungen Indiens und Rajasthans sowie die Global Environmental Facility. Die KfW unterstützt das Projekt in Form eines Verbundkredits. Die Bank kann derartige Verbundfinanzierungen in wirtschaftlich stärkeren Entwicklungsländern, zu denen auch Indien zählt, einsetzen. Auf diese Weise können größere Finanzierungsvolumina für entwicklungspolitisch sinnvolle Vorhaben zur Verfügung gestellt werden. Zusätzlich wird die KfW bei diesem Projekt erstmals Mittel der Global Environmental Facility, die weitere 49 Mio USD für das Vorhaben bereit stellt, managen.

Christine Volk | ots

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