Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wirtschaft fordert gesetzliche Eingrenzung der Zugriffsrechte der Finanzverwaltung auf die EDV der Unternehmen

24.10.2001

Die Spitzenverbände der Deutschen Wirtschaft unterstützen die Bemühungen einzelner Mitglieder des Finanzausschusses des Deutschen Bundestages, die durch das Steuersenkungsgesetz per 1.1.2002 geschaffenen ausufernden Zugriffsrechte der Finanzverwaltung auf die elektronischen Daten der Unternehmen sachgerecht und praktikabel einzugrenzen. Die Wirtschaft appelliert an die Mitglieder des Finanzausschusses und den Gesetzgeber, die aktuellen Vorschläge zur Korrektur der Zugriffsrechte aufzugreifen und für deren rechtzeitige Verabschiedung zum 1.1.2002 zu sorgen.

Hintergrund der Forderung der Wirtschaft ist ein von unabhängiger Seite ausgearbeiteter Entwurf einer Gesetzeskorrektur, der den Mitgliedern des Finanzausschusses derzeit zur Beratung vorliegt. Dieser Entwurf zeigt die Schwachstellen der in der Abgabenordnung neu geschaffenen Zugriffsrechte auf. Ab dem 1.1.2002 müssen Unternehmen bis zu 10 Jahre steuerrelevante Daten digital vorhalten, um der Finanzverwaltung einen unmittelbaren Zugriff hierauf sowie eine maschinelle Auswertung zu ermöglichen. Allein die digitale Archivierung dieser Daten bedeutet für die Unternehmen einen immensen administrativen und finanziellen Aufwand.

... mehr zu:
»Einzelhandel

Der Korrekturentwurf sieht vor, die Zugriffsrechte sowie die damit verbundenen Archivierungspflichten abzumildern, um zu verhindern, dass den Unternehmen in massiver Weise ein unverhältnismäßiger finanzieller und administrativer Aufwand aufgebürdet wird. Dies ist nicht nur für große Unternehmen, sondern insbesondere auch für kleinere und mittlere Unternehmen dringend erforderlich. Kleinstbetriebe sollten sogar ganz von der Pflicht zur Vorhaltung elektronischer Daten - unter Beibehaltung der Vorlage in Papierform - entbunden werden.

Kurz vor dem drohenden Inkrafttreten der ausufernden Zugriffsrechte bestätigen sich bei der Umsetzung der neugefassten Regelung die Probleme in der Praxis. Hierauf hat die Wirtschaft bereits in der Vergangenheit immer wieder hingewiesen. Bisher sind diese Bedenken jedoch weder vom Gesetzgeber noch von der Finanzverwaltung hinreichend berücksichtigt worden. Inzwischen wird jedoch auch dem Gesetzgeber und den Steuerbehörden offenbar immer deutlicher, dass ein durchgreifender Korrekturbedarf besteht. Insbesondere bereitet den Datentechnikern und den Steuerpflichtigen aufgrund der unklaren Gesetzesfassung die Trennung von steuerrelevanten gegenüber nicht-steuerrelevanten Daten kaum lösbare Probleme. Zudem ist die Aufbewahrungsfrist für die digitale Speicherung von 10 Jahren zu lang.

DEUTSCHER INDUSTRIE- UND HANDELSKAMMERTAG
BUNDESVERBAND DER DEUTSCHEN INDUSTRIE
ZENTRALVERBAND DES DEUTSCHEN HANDWERKS
BUNDESVEREINIGUNG DER DEUTSCHEN ARBEITGEBERVERBÄNDE
BUNDESVERBAND DEUTSCHER BANKEN
GESAMTVERBAND DER DEUTSCHEN VERSICHERUNGSWIRTSCHAFT
BUNDESARBEITSGEMEINSCHAFT DER MITTEL- UND GROSSBETRIEBE DES EINZELHANDELS
HAUPTVERBAND DES DEUTSCHEN EINZELHANDELS
BUNDESVERBAND DES DEUTSCHEN GROSS- UND AUSSENHANDELS
ots Originaltext: BDI
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de
Rückfragen:
Herrn Welling
Tel.: 030/20281584

| ots

Weitere Berichte zu: Einzelhandel

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index weiter aufwärts gerichtet
23.03.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht RWI erhöht Konjunkturprognose für 2017 leicht auf 1,3 Prozent
15.03.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

Zweites Symposium 4SMARTS zeigt Potenziale aktiver, intelligenter und adaptiver Systeme

27.03.2017 | Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fließender Übergang zwischen Design und Simulation

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Industrial Data Space macht neue Geschäftsmodelle möglich

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Neue Sicherheitstechnik ermöglicht Teamarbeit

27.03.2017 | HANNOVER MESSE