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BGA: Vorschläge der Wirtschaftsinstitute sofort umsetzen

23.10.2001

"Mit dem Vorziehen der Steuerreform kann die Bundesregierung ein ermutigendes Signal für Freiberufler, Selbständige und Verbraucher setzen. Deutschland würde damit einen wichtigen Beitrag im aktuellen Krisenmanagement leisten." Dies erklärte Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA), heute in Berlin zur Vorstellung des Herbstgutachtens der Wirtschaftsinstitute. Die deutsche Konjunktur sei schon im dritten Quartal 2001 nicht mehr gewachsen. Mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung würden sich zusätzlich auch die Anschläge vom 11. September auswirken.

"Vor allem das Verbrauchervertrauen ist erschüttert. Bislang hat die Bundesregierung kein Konzept präsentiert, wie sie einen Stimmungsumschwung erreichen will. Das Herbstgutachten schlägt konkrete und vernünftige Maßnahmen vor, die wir sofort umsetzen sollten", forderte Börner. Neben dem Vorziehen der Steuerreform müsse mindestens die nächste Stufe der Ökosteueranhebung ausgesetzt werden. "Diese beiden Maßnahmen bringen Vertrauen zurück, motivieren die Leistungsträger und schaffen finanzielle Spielräume für Investitionen und damit für Arbeitsplätze." Reine Konjunkturprogramme lehnt der BGA-Präsident ab. "Die Umsetzung von Konjunkturprogrammen dauert zu lange, greift zu kurz und wirkt inflations- und damit zinstreibend," führte Börner aus. Zur Belebung der Wirtschaft müssten sich auch die Tarifpartner in den bevorstehenden Lohnrunden "situationsbedingt moderat verhalten", erklärte BGA-Präsident Börner heute in Berlin.

ots Originaltext: BGA
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