Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bahn geht davon aus, nicht verbaute Mittel 2003/2004 zurückzubekommen

22.10.2001


Zur Absicht von Verkehrsminister Bodewig, Infrastrukturmittel der Bahn zunächst für den Straßenbau zu verwenden und später wieder für Schienenprojekte zur Verfügung zu stellen, erklärt die Deutsche Bahn:

Die Bahn geht nach entsprechenden Gesprächen davon aus, dass sie das Geld 2003/2004 zurück erhält. Nur dann macht die Maßnahme wegen aktueller Konjunkturprobleme Sinn. Alles, was die bis 2003 zugesagte Gesamtsumme der Mittel für die Schieneninfrastruktur vermindert, ist dagegen kontraproduktiv. Die Bahn braucht im Gegenteil hier Verstetigung auf heutigem Niveau auch nach 2003. Wie angekündigt, ist die Bahn zur Zeit dabei, ihre Planungskapazitäten aufzustocken und Planungen sowie Bauprojekte durch zusätzliches Personal zu beschleunigen. Die Bahn wird jetzt mit den 460 Mio. Mark die Voraussetzungen dafür schaffen.
Wir haben sichergestellt, dass bis zum Jahresende alle Infrastrukturmittel durch Auftragsvergaben gebunden sind, das heißt der Bauwirtschaft werden bis zum Jahresende unsere Aufträge vorliegen. Das trägt zur Planungssicherheit für die Bauindustrie bei. Wichtig für uns ist, dass die jetzt für den Straßenbau vorgesehen Mittel Ende 2003/2004 der Bahn zusätzlich zur Verfügung stehen.

Was den Mittelabfluss insgesamt betrifft, stellt die Deutsche Bahn fest: Es gab erst im März Planungssicherheit für wesentliche Investitionsbereiche. Erst zu diesem Zeitpunkt war die trilaterale Vereinbarung mit der Bundes-regierung unter Dach und Fach. Wegen erheblicher Planungsvorläufe war das Jahr 2001 für die Bahn zu diesem Zeitpunkt planerisch schon zu einem Großteil gelaufen. Darüber hinaus sind die Finanzierungsvereinbarungen mit dem Bund teilweise erst Ende April unerzeichnet worden.

Die Vereinbarung mit der Bundesregierung sieht gerade deshalb neben der Übertragbarkeit vor, dass die bis 2003 zugesagten zusätzlichen UMTS-Mittel erst bis Ende 2004 komplett abgeflossen, also im Bestandsnetz verbaut sein müssen. Die Bahn wird trotzdem ihre Investitionen ins Bestandsnetz von 2,8 Mrd. DM im Vorjahr auf 4,1 Mrd. Mark in diesem Jahr steigern.

Darüber hinaus hat die Bahn zugesagt, dass das gesamte Budget des Jahres 2001 bis zum Jahresende durch Aufträge gebunden wird, so dass die Bauwirtschaft verbindlich planen kann. Außerdem hat die Deutsche Bahn in den vergangenen Jahren mittlerweile insgesamt 441 Mio. Mark aus Eigenmitteln vorfinanziert. Bisher hat das Unternehmen in diesem Jahr rund 65 Mio. Mark aus Eigenmitteln vorfinanziert. Diese sind dem Mittelabfluss in 2001 praktisch hinzuzurechnen.

Da die der Bahn mit der Bahnreform 1994 zugesagten Infrastrukturmittel nie in der Höhe geflossen sind und nach Planungen bis in die jüngste Vergangenheit sogar noch erheblich weiter absinken sollten, hat die DB Netz AG in der Vergangenheit ihre Planungskapazitäten angepasst.

Nachdem diese Bundesregierung die Weichen zugunsten der Schiene mit einer Verstetigung der Mittel auf höherem Niveau neu gestellt hat, ist die DB Netz AG derzeit dabei, diese Kapazitäten durch Neueinstellungen wieder deutlich zu verstärken. In den nächsten Jahren plant die DB Netz AG, insgesamt 1000 Ingenieure und Planer einzustellen. Das ermöglicht, einen Planungsvorrat aufzubauen.

Eine Vorratsplanung nach dem Prinzip Hoffnung hat die Deutsche Bahn nicht gemacht, weil die Planungskosten bis zu 20 Prozent der Projektkosten ausmachen. Diese sind verloren, wenn die Projekte dann nicht finanziert werden, weil absehbar dafür kein öffentliches Geld eingeplant war. Das hat sich jetzt geändert. Die Bahn wird den Planungsrückstau aufarbeiten und einen Vorrat an voll durchgeplanten Projekten anlegen. Die Bautätigkeit der Deutschen Bahn im Schienennetz hat derzeit schon ein Rekord-Niveau erreicht, wie überall in die Deutschland nachzuprüfen ist.

Da die Bahn zu einem großen Teil unter dem rollenden Rad bauen muss, ist die Ausweitung des Bauvolumens ohne Beeinträchtigungen des Betriebes nicht unbegrenzt möglich. Die Einschränkungen durch Baustellen haben heute bereits die Grenze des betrieblich verkraftbaren erreicht. Auch die für den Bahnbau in Frage kommenden Bauunternehmen arbeiten bereits vielfach an ihren Kapazitätsgrenzen. Das betrifft vor allem auch die Verfügbarkeit von Spezialmaschinen.

ots Originaltext: Deutsche Bahn AG
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Pressekontakt:

Dieter Hünerkoch
Leiter Kommunikation
Tel.: 0 30/2 97-6 11 30
Fax: 0 30/2 97-6 19 19

Hans-Georg Kusznir
Sprecher Fahrweg
0 69/2 65-3 20 00
Fax: 0 69/2 65-3 20 07
E-Mail: Medienbetreuung@bku.db.de

| ots
Weitere Informationen:
http://www.bahn.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht Wert fest „im grünen Bereich“ - IMK-Konjunkturindikator: Rezessionsgefahr sinkt auf nur 5,1 Prozent
14.09.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht Konjunkturprognose: Deutsche Wirtschaft nähert sich der Hochkonjunktur
07.09.2017 | Institut für Weltwirtschaft (IfW)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: LaserTAB: Effizientere und präzisere Kontakte dank Roboter-Kollaboration

Auf der diesjährigen productronica in München stellt das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT das Laser-Based Tape-Automated Bonding, kurz LaserTAB, vor: Die Aachener Experten zeigen, wie sich dank neuer Optik und Roboter-Unterstützung Batteriezellen und Leistungselektronik effizienter und präziser als bisher lasermikroschweißen lassen.

Auf eine geschickte Kombination von Roboter-Einsatz, Laserscanner mit selbstentwickelter neuer Optik und Prozessüberwachung setzt das Fraunhofer ILT aus Aachen.

Im Focus: LaserTAB: More efficient and precise contacts thanks to human-robot collaboration

At the productronica trade fair in Munich this November, the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT will be presenting Laser-Based Tape-Automated Bonding, LaserTAB for short. The experts from Aachen will be demonstrating how new battery cells and power electronics can be micro-welded more efficiently and precisely than ever before thanks to new optics and robot support.

Fraunhofer ILT from Aachen relies on a clever combination of robotics and a laser scanner with new optics as well as process monitoring, which it has developed...

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Legionellen? Nein danke!

25.09.2017 | Veranstaltungen

Posterblitz und neue Planeten

25.09.2017 | Veranstaltungen

Hochschule Karlsruhe richtet internationale Konferenz mit Schwerpunkt Informatik aus

25.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Legionellen? Nein danke!

25.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Hochvolt-Lösungen für die nächste Fahrzeuggeneration!

25.09.2017 | Seminare Workshops

Seminar zum 3D-Drucken am Direct Manufacturing Center am

25.09.2017 | Seminare Workshops