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Konsumklima: Stimmung im Aufschwung / Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für Januar 2006

27.01.2006

So positiv, wie sich die Verbraucher zum Ende des Jahres 2005 äußerten, so starteten sie auch ins neue Jahr. Die drei für das Konsumklima relevanten Einzelindikatoren stiegen im Januar allesamt auf positive Werte. Eine insgesamt so positive, alle drei Verbraucherindikatoren betreffende Grundstimmung hat es seit dem Frühsommer 2001 nicht mehr gegeben. Das gilt für Verbraucher in den neuen ebenso wie in den alten Bundesländern.

Der Indikator Konjunkturerwartung legte gegenüber dem Vormonat knapp 12 Punkte zu und erreichte 23,5 Punkte. Der Indikator Einkommenserwartung stieg um fast 16 Punkte auf 4,5 Punkte. Mit einem Plus von über 18 Punkten im Januar machte der Indikator Anschaffungsneigung unter allen Verbraucherindikatoren den kräftigsten Sprung nach oben. Bei aktuell 20,3 Punkten liegt er im Vergleich zum Vorjahr um über 34 Punkte höher.

Vor dem Hintergrund der positiven Entwicklung der Indikatoren der Verbraucherstimmung zu Beginn dieses Jahres verbesserte sich auch das Konsumklima. Für Februar prognostiziert der Indikator einen Wert von 4,6 Punkten nach revidiert 4,0 für Januar.

Der gestiegene Optimismus nährt sich - so scheint es - wesentlich aus dem Vertrauen, das die Verbraucher in die neue Regierung haben. Die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft verstärkt diesen Optimismus. Dennoch: Zentral für die langfristige Entwicklung der Verbraucherstimmung bleiben die Lage auf dem Arbeitsmarkt sowie die Sicherung bestehender und die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Gerade hier verschafft das sportliche Großereignis im Sommer dieses Jahres der Wirtschaft und der Regierung eine Art Atempause. Aber es gibt auch eine Zeit danach, in der - wenn sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt nicht spürbar entspannt - die Ernüchterung wieder einsetzen könnte - und zwar um so mehr, je näher Mehrwertsteuererhöhung und Streichung der Pendlerpauschale rücken.

Dr. Ulrike Schöneberg | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.gfk.com

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