Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Biotech-Boom in Berlin

15.10.2001


Die Region Berlin/Brandenburg ist der größte Standort für Biotechnologie in Deutschland - dennoch gibt es auch hier Defizite bei der Förderung der Zukunftstechnologie. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Biotechnologie in Berlin/Brandenburg - Ziel: Spitzenregion in Europa" der Unternehmensberatung A.T. Kearney.

... mehr zu:
»Biotech-Boom

Die Autoren bewerten die Entwicklung des Standortes mit seinen mehr als 120 Unternehmen und 2500 Beschäftigten überwiegend positiv. Eine gute Infrastruktur und die Nähe zur Wissenschaft mit vielen Universitäten und Forschungsinstituten werden in der Studie als Pluspunkte der Region hervorgehoben.

Drei Kritikpunkte hörten die Experten von A.T. Kearney bei ihren über 40 Interviews mit Unternehmern, Wissenschaftlern und Betreibern von Biotech-Parks aber immer wieder:

  • Existenzgründer und Unternehmen werden zwar beraten, doch die Beratung ist verwirrend und unkoordiniert. Die Autoren der Studie empfehlen deshalb eine Bündelung der Kräfte in zwei Organisationen: eine für Investoren unter Führung des Industrial Investment Council und der Wirtschaftsförderung der Länder und eine zweite, die sich aus der Agentur BioTOP entwickeln muss und Gründer unterstützt sowie als Bindeglied zwischen Biotech-Szene und Verwaltung dient.

  • Es gibt in Berlin und Brandenburg nicht genügend Raum für Neuansiedlung und Expansion. Gewerbeflächen sollten deshalb schneller erschlossen und Verwaltungsprozeduren verkürzt werden.

  • Die Ausbildung von nicht-akademischem Laborpersonal muss forciert werden. Viele Unternehmer vermissen zudem bei Naturwissenschaftlern betriebswirtschaftliches Denken und kaufmännische Grundkenntnisse, die für die Umsetzung der Unternehmenskonzepte erforderlich sind.

Was für Berlin und Brandenburg gilt, betrifft weitgehend auch andere Standorte in Deutschland, wobei neben Berlin/Brandenburg die Regionen München, Rhein-Neckar und Rheinland vorne liegen. Verglichen mit den führenden Nationen USA und Großbritannien besteht für die deutsche Biotech-Branche, die vor allem auf Plattformtechnologien und Dienstleistungen setzt, noch Nachholbedarf: US-Biotech-Unternehmen haben mehr Beschäftigte und erzielen mit durchschnittlich ¤ 147.000 einen doppelt so hohen Umsatz pro Mitarbeiter.

Verantwortlich für die Studie: Dr. Thomas Wolf, A.T. Kearney Office Berlin, Charlottenstrasse 57, 10117 Berlin, Tel. 030/2066-0

Die vollständige Studie sowie Bildmaterial können Sie im Internet unter http://www.atkearney.de/veroeffentlichungen/p10_biotech_study.html abrufen oder in der A.T. Kearney Pressestelle anfordern (Tel. 0211/1377-671).

ots Originaltext: A.T. Kearney Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Marion M. Sommerwerck, A.T.Kearney
Tel.: 0211/1377 679
Telefax: 0211 1377 990
marion.sommerwerck@atkearney.com

A.T. Kearney | ots
Weitere Informationen:
http://www.atkearney.com
http://www.atkearney.de/veroeffentlichungen/p10_biotech_study.html

Weitere Berichte zu: Biotech-Boom

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index tritt auf der Stelle
24.11.2016 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht Lemgoer Wissenschaftler wollen smarte Banknote realisieren
08.11.2016 | Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie