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1000-mal ist was passiert

10.10.2001


Forschungszentrum Karlsruhe feiert die 1000. Lizenzvergabe



Seinen 1000. Lizenzvertrag schließt das Forschungszentrum Karlsruhe am 9. Oktober 2001 ab. Es unterstreicht damit seine Spitzenstellung unter den öffentlichen Forschungseinrichtungen bei zukunftsträchtigen Erfindungen und deren Umsetzung in die industrielle Nutzung. Partner des 1000. Lizenzvertrages ist die Firma Jakob Handte & Co. GmbH aus Tuttlingen. Dass es sich dabei um ein Unternehmen des technologieorientierten Mittelstands handelt, ist kein Zufall: Mehr als 70 Prozent der Lizenzpartner des Forschungszentrums Karlsruhe sind inzwischen kleine und mittlere Unternehmen. Gegenstand des Lizenzvertrages ist das am Forschungszentrum entwickelte Aerosolabscheidersystem CAROLA zur Abluftreinigung, das vor allem bei der Rückhaltung von Öl- und Emulsionsnebeln in der metallverarbeitenden Industrie eingesetzt werden soll.

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Die Forschungs- und Entwicklungsprogramme des Forschungszentrums Karlsruhe als einer der größten unabhängigen natur- und ingenieurwissenschaftlichen Forschungseinrichtungen in Deutschland umfassen das gesamte Spektrum von der Vorsorgeforschung (insbesondere Energie- und Umweltforschung), der naturwissenschaftlichen Grundlagenforschung über die industrielle Vorlaufforschung (zum Beispiel bei der Mikrosystemtechnik), bis zur Produkt- und Verfahrensentwicklung. Seit den sechziger Jahren bemüht sich das Forschungszentrum im Rahmen eines besonderen Technologietransfer-Programms darum, bei diesen Forschungsarbeiten entstehende Erfindungen für die industrielle Nutzung zu erschließen, d. h. in Partnerschaft mit geeigneten Unternehmen zur Anwendungsreife zu entwickeln und auf dem Markt einzuführen.

"Hier zeigt sich eine öffentliche Forschungseinrichtung als wirklicher Innovationsmotor", unterstreicht Vorstandsmitglied Dr. Peter Fritz, der 1999 aus der Industrie in den Vorstand des Forschungszentrums Karlsruhe wechselte. "Dazu gehört natürlich der Ideenreichtum der Mitarbeiter, aber auch die Fähigkeit, Erfindungen zu erkennen und patentrechtlich zu sichern, sowie die Suche nach geeigneten Partnern in der Industrie, was manchmal viel Hartnäckigkeit erfordert."

Über Lizenzverträge erwerben Industrieunternehmen Nutzungsrechte an den gewerblichen Schutzrechten und am Know-how des Forschungszentrums. Die Firmen profitieren dabei nicht nur vom geschützten Technologievorsprung, sondern auch von der technischen Unterstützung durch die Erfinder.

Natürlich fördert das Forschungszentrum Karlsruhe auch andere Wege des Technologietransfers, so zum Beispiel arbeitsteilige Forschungskooperationen oder auch Ausgründungen eigener Mitarbeiter. Für seine Ausgründungsaktivitäten wurde das Forschungszentrum im Jahr 2000 mit dem erstmals vergebenen Karl Heinz Beckurts-Gründerpreis ausgezeichnet. Andere Innovationswege, wie der Transfer über die Köpfe der Mitarbeiter, die aus der aktiven Forschung in die Industrie wechseln, sind quantitativ schwerer zu erfassen. "Technologietransfer wird im Forschungszentrum Karlsruhe sehr ernst genommen", sagt Dr. Fritz. "Deshalb werden wir die Unterzeichnung des 1000. Lizenzvertrages mit Jakob Handte, einem der führenden Hersteller von Abluftreinigungsgeräten und -anlagen, am 9. Oktober auch besonders feiern."

Joachim Hoffmann 9. Oktober 2001

Inge Arnold | idw

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