Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Landeshochschulkonferenz: Studienbeiträge durch sozialverträgliches Darlehenssystem begleiten

08.12.2005


Landeshochschulkonferenz fordert alternative Finanzierungswege für Ausfallfonds



Die Einführung von Studienbeiträgen muss durch das Angebot eines sozialverträglichen Darlehenssystems begleitet werden. Dazu gehört insbesondere, dass alle Studierenden diese Studiendarlehen zu gleichen Konditionen, ohne Bonitätsprüfungen und mit einer günstigen Verzinsung in Anspruch nehmen können. Das fordert der Vorstand der Landeshochschulkonferenz Niedersachsen (LHK) in seiner Stellungnahme zum Entwurf des niedersächsischen Haushaltsbegleitgesetzes 2006. Auf strikte Ablehnung des LHK-Vorstandes stoßen Planungen des Landes, die Hochschulen für die Finanzierung eines Ausfallsfonds aufkommen zu lassen. Dies hätte zur Folge, dass die von Studierenden gezahlten Studienbeiträge nicht mehr uneingeschränkt für die Verbesserung der Lehre und der Studienbedingungen zur Verfügung ständen.



Wie der LHK-Vorstand ist seiner Stellungnahme betont, ist bei einem Darlehenssystem für Studierende, das auf Bonitätsprüfungen verzichtet und sozialverträgliche Konditionen zusichert, mit höheren Rückzahlungsausfällen zu rechnen als bei marktüblichen Kreditangeboten. Um die Studiendarlehen dennoch mit einer günstigen Verzinsung anbieten zu können, werde es notwendig sein, die Darlehen vergebende Bank durch die Einrichtung eines Fonds von dem erhöhten Risiko des Rückzahlungsausfalls zu entlasten. Die Übernahme des Ausfallrisikos ist nach Ansicht der Landeshochschulkonferenz jedoch nicht Aufgabe der Hochschulen. Sie schlägt daher alternative Finanzierungswege vor, etwa durch den Staat auf Landes- oder Bundesebene, durch dritte Geldgeber wie beispielsweise Unternehmen oder durch eine Kombination beider Möglichkeiten.

Die Landeshochschulkonferenz Niedersachsen bezieht außerdem in einem Positionspapier Stellung zu Studienbeiträgen und Studiendarlehen. "Verfassungsgrundsätze und politischer Wille verlangen ein sozialverträgliches Studienbeitragsmodell", heißt es in diesem LHK-Papier. Dabei sei das Land verpflichtet, diese Sozialverträglichkeit zu garantieren. Studierwillige aus einkommensschwachen Verhältnissen dürften durch die Einführung von Studienbeiträgen nicht von der Aufnahme eines Studiums abgeschreckt werden. Bei der Rückzahlung der Studiendarlehen müsse außerdem eine Befreiung von der Zahlungsverpflichtung möglich sein, wenn aufgrund der finanziellen Verhältnisse die Darlehenssumme innerhalb der Laufzeit nicht in voller Höhe zurückgezahlt werden könne. Darüber hinaus fordert die Landeshochschulkonferenz Niedersachsen, beim Aufbau eines Studiendarlehenssystems eine bundeseinheitliche Lösung anzustreben, die die Mobilität von Studierenden im Bundesgebiet sichert.

Marietta Fuhrmann-Koch | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-goettingen.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index erreicht neuen Höchstwert
22.08.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer: Arbeitslosigkeit sinkt verhaltener
27.07.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Platz 2 für Helikopter-Designstudie aus Stade - Carbontechnologie-Studenten der PFH erfolgreich

Bereits lange vor dem Studienabschluss haben vier Studenten des PFH Hansecampus Stade ihr ingenieurwissenschaftliches Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Malte Blask, Hagen Hagens, Nick Neubert und Rouven Weg haben bei einem internationalen Wettbewerb der American Helicopter Society (AHS International) den zweiten Platz belegt. Ihre Aufgabe war es, eine Designstudie für ein helikopterähnliches Fluggerät zu entwickeln, das 24 Stunden an einem Punkt in der Luft fliegen kann.

Die vier Kommilitonen sind im Studiengang Verbundwerkstoffe/Composites am Hansecampus Stade der PFH Private Hochschule Göttingen eingeschrieben. Seit elf...

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Zukunft des Leichtbaus: Mehr als nur Material einsparen

23.08.2017 | Veranstaltungen

Logistikmanagement-Konferenz 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Spot auf die Maschinerie des Lebens

23.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die Sonne: Motor des Erdklimas

23.08.2017 | Physik Astronomie

Entfesselte Magnetkraft

23.08.2017 | Physik Astronomie