Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Pilotprojekt Wissensmanagement in Nordhessen

07.12.2005


Kleine und mittelständische Unternehmen

... mehr zu:
»KMU »Wissensmanagement

Zehn nordhessische klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) beteiligen sich an dem von Land und Europäischem Sozialfonds geförderten „Verbundprojekt Wissensmanagement in KMU“. Initiiert von UniKasselTransfer ist das beim Ost-West-Wissenschaftszentrum der Universität angesiedelte Projekt die größte vom Land Hessen geförderte IT-Initiative im Bereich klein- und mittelständischer Unternehmen. Diesen wird im Rahmen des Projektes gleichzeitig die Möglichkeit geboten, ihre Mittel- und Osteuropa-Kompetenzen auszubauen.

Bei der Konzeption und Umsetzung dieses Vorhabens gilt das besondere Augenmerk der nachhaltigen Etablierung innerbetrieblicher Kommunikationsstrukturen, die explizit das personenabhängige Erfahrungswissen von Mitarbeiter/innen einbezieht und für andere nutzbar macht.


Existenzielle Verluste in kleinen Unternehmen durch Fluktuation Gerade für kleinere Unternehmen stellen tragfähige Konzepte des Wissensmanagements eine Notwendigkeit dar, bedeutet doch die Fluktuation erfahrener Mitarbeiter oder die Übergabe des Betriebes in andere Hände bisweilen einen existenziellen Verlust an Erfahrungswissen. Die Aneignung, Anwendung und Weitergabe von Wissen ereignet sich in Situationen, in denen Menschen miteinander kommunizieren. Das Medium, in dem Wissen lebt, sind nicht Bibliotheken, Archive oder Datenbanken, sondern die menschliche Interaktion und Kommunikation. Die technisch orientierten und auf Sammlung von Daten konzentrierten Formen des Wissensmanagements erweisen sich immer mehr als unpraktikabel, weil die Menge an Informationen schnell unüberschaubar wird und die Verfügbarkeit von Information allein nicht ausreicht, um einen Wissenstransfer sicherzustellen. Das „Verbundprojekt Wissensmanagement in KMU“ sieht das zentrale Problem des Wissensmanagements aus diesem Grund nicht so stark in der Gestaltung und Nutzung von Informationsbeständen in Datenbanken, sondern in der Entwicklung und Etablierung effizienter, unternehmensspezifischer Kommunikationsstrukturen zwischen Wissensträgern und denjenigen, die den Bedarf an deren Wissen haben.

Zeit- und ortsunabhängige Kommunikation über neue Medien Vor diesem Hintergrund ermöglichen gerade die neuen Medien einen schnellen Zugriff auf Daten und sie vereinfachen die Kommunikation, indem sie diese orts- und zeitunabhängiger machen können. Das macht sie für die Erzeugung, Aneignung, Anwendung und Vermittlung von Wissen ungleich attraktiver, als die bloße Möglichkeit der Abbildung von Informationen in elektronischer Form. Die neuen Medien können somit Restriktionen überwinden helfen, denen die Kommunikation bisher unterlag.

Waren Diskussionen und Verhandlungen bislang an die Gegenwart der Gesprächspartner gebunden, ist dies mittlerweile in virtuellen Konferenzen via Internet von überall her möglich. In weltweit verteilten Entwicklerteams kann über Computer-Suported-Collaborative-Workspaces (CSCW) gemeinsam konstruiert werden, mit synchronen und asynchronen Lernplattformen kann in weltweit verteilten Seminaren miteinander gelernt werden und der schnelle Austausch in global verteilten Vertriebsteams ist auf der Grundlage von Intranet-Lösungen und elektronischen Kommunikationsplattformen längst gängige Praxis.

Zehn nordhessische Unternehmen managen Wissen In Nordhessen engagieren sich zehn Unternehmungen aus den unterschiedlichsten Branchen im Rahmen des KMU-Projektes, um auf ihre jeweiligen Bedürfnisse zugeschnittene Lösungen für ein betriebliches Wissensmanagement zu entwickeln und nachhaltig zu etablieren. Dazu gehören die AKG Thermotechnik (Hofgeismar), der Arbeitskreis Gemeindenahe Gesundheitsversorgung (AKGG, Melsungen), die AuE Automations- und Einstelltechnik GmbH (Kassel), die Bernecker Mediagruppe GmbH (Melsungen), Bieling und Bieling Architekten (Kassel), Enco Energie Consulting GmbH (Kassel), PKS GmbH (Lohfelden), SRE GmbH (Fuldabrück), SAF Gesellschaft für technische Sonderanlagen (Kassel) und die Zevatron GmbH (Volkmarsen) Projektdurchführung und Betreuung der einzelnen Unternehmen liegt auf der operativen Ebene in Händen der OctaMedia GmbH. OctaMedia verfügt über langjährige Erfahrungen im Bereich E-Learning und E-Kommunikation und bringt damit notwendige technologische und Medienkompetenzen sowie das mediendidaktische Know-how in das Projekt mit ein, um gemeinsam mit den beteiligten Firmen unternehmensspezifische Lösungen zu erarbeiten.

Projekterfahrungen werden nachhaltig weitergegeben Die Ergebnisse und Erfahrungen aus dem Verbundprojekt werden in einem Seminarangebot münden, das nach Ablauf der Förderperiode unter der Leitung von UniKasselTransfer/Ost-West-Wissenschaftszentrum im Rahmen der Weiterbildungsprogramme der Universität Kassel etabliert werden wird.

Weitere Informationen:
Ost-West-Wissenschaftszentrum
Universität Kassel
UniKasselTransfer
Dr. Gabriele Gorzka
Gottschalkstr. 22
34109 Kassel
tel (0561) 804-3567
fax (0561) 804-3792
e-mail gorzka@uni-kassel.de

Dr. Gabriele Gorzka | Universität Kassel
Weitere Informationen:
http://www.kmu-wissen.de
http://www.uni-kassel.de

Weitere Berichte zu: KMU Wissensmanagement

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IMK-Indikator: Konjunkturampel schaltet von „gelb“ auf „grün“
16.05.2018 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht Ergebnisse der IAB-Stellenerhebung für das erste Quartal 2018
30.04.2018 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics