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Umfangreiche Kooperation mit Zurich Financial Services vereinbart

24.09.2001


Die Deutsche Bank und Zurich Financial Services gaben heute bekannt, dass sie eine Grundsatzvereinbarung (Heads of Agreement) unterzeichnet haben. Demnach beabsichtigt die Deutsche Bank den Erwerb von 100% an dem US-Vermögensverwalter Zurich Scudder Investments (Scudder) von Zurich Financial Services für einen Gegenwert von 2,5 Mrd. USD. Die Vereinbarung umfasst nicht Threadneedle Investments, den in Großbritannien basierten Teil von Scudder.

Gleichzeitig beabsichtigt die Bank, ihre Beteiligung an der "Versicherungsholding der Deutschen Bank AG (VHDB)" in Höhe von 75,9% sowie ihre Versicherungsaktivitäten in Italien, Spanien und Portugal an Zurich Financial Services abzugeben. Die Versicherungsholding der Deutschen Bank AG umfasst insbesondere die Deutsche Herold Leben AG, die Deutsche Herold Allgemeine AG und die Bonndata. Im Rahmen der Grundsatzvereinbarung wurde der gesamte Wert für 100% an der VHDB, ohne die Bonnfinanz AG, und für 100% an den Versicherungsaktivitäten in Italien, Spanien und Portugal mit 1,5 Mrd. Euro angesetzt.

Bestandteil der Grundsatzvereinbarung ist ferner eine umfangreiche strategische Kooperation zwischen der Deutschen Bank und der Zürich Gruppe in erster Linie auf den Gebieten Versicherungsvertrieb, Asset Management und Banking. In diesem Rahmen wird auch separat weiter über Preis und Kaufbedingungen für die Bonnfinanz AG sowie über die Asset Management Aktivitäten von Zurich Financial Services in Deutschland und Italien verhandelt.

Die Transaktionen stehen noch unter dem Vorbehalt der Einigung über abschließende Verträge. Der Vollzug der Übertragungen erfordert außerdem die Zustimmung der Aufsichts- und Kartellbehörden sowie verschiedene andere Zustimmungen und Freigaben. Diese vorausgesetzt, wird die gesamte Transaktion voraussichtlich Anfang 2002 abgeschlossen werden.

"Mit der organisatorischen Weiterentwicklung vom 1. Februar 2001, mit der wir uns in zwei kundenorientierte Gruppen, Corporate and Investment Bank und Private Clients und Asset Management (PCAM), aufgestellt haben, haben wir die Grundlagen für weiteres Wachstum gelegt. Mit dem Erwerb von Scudder machen wir einen weiteren Schritt in diese Richtung. Gleichzeitig konzentrieren wir uns im Bereich PCAM mit dem Verkauf der VHDB auf unser Kerngeschäft", so Rolf-E. Breuer, Vorsitzender des PCAM Executive Committees und Sprecher des Vorstands der Deutschen Bank.

Deutsche Bank stärkt Asset Management

Mit der Akquisition wird die Deutsche Bank zum viertgrößten Asset Manager der Welt mit über einer Billion EUR verwaltetem Vermögen. Die Transaktion unterstreicht die Bedeutung, die Asset Management als strategisches Kerngeschäftsfeld für die Bank besitzt.

Scudder betreute mit rund 4.000 Mitarbeitern per Ende Juni 2001 ein verwaltetes Vermögen von 278 Mrd. USD. Die Akquisition stellt für die Deutsche Bank eine deutliche Ausweitung ihrer Geschäfte im wichtigen US-Markt dar. Damit wird die Bank einer der größten Asset Manager in den Vereinigten Staaten und verfügt mit Scudder über eine hervorragende Retail-Plattform beachtlicher Größe und einen gut etablierten Markennamen. Gleichzeitig erweitert die Akquisition das Produktangebot der Deutschen Bank für das Geschäft mit institutionellen US-Kunden im Bereich der aktiv gemanagten Investmentprodukte.

Im Bereich des gehobenen Vermögenssegment verfügen die Deutsche Bank Private Banking und Scudder Private Investment Counsel über eine gemeinsame Philosophie bei der Erfüllung des komplexen Produkt- und Beratungsbedarfs vermögender Privatkunden, der sog. Family Offices und von Stiftungen. Die gemeinsame Organisation wird einen ganzheitlichen Ansatz bei der Entwicklung maßgeschneiderter Lösungen für die Kunden verfolgen. Sie wird die strategische Vermögensverwaltung über ein breiteres Distributionsnetz und eine offene Plattformarchitektur anbieten.

Mit der Akquisition baut die Deutsche Bank auf ihrer starken Position im europäischen und institutionellen Geschäft auf. Die DWS-Präsenz in Europa wird so effizienter genutzt und die globale Asset Management-Plattform abgerundet. Die neue Einheit verfügt damit über eine hervorragende Position im weltweiten Wettbewerb, kritische Größe, ein breites Angebot an Produkten und Dienstleistungen in einer Vielzahl von Märkten, eine hohe Finanzkraft und den strategischen Willen zu weiterem Wachstum im Asset Management. "Diese Expansion ist ein zentraler Bestandteil unserer weltweiten Strategie für PCAM und für die Bank insgesamt", erklärte Rolf-E. Breuer.

Darüber hinaus stärkt die Deutsche Bank durch die Akquisition auch ihre Position in der Region Asien/Pazifik. Scudder ergänzt nachhaltig die Position der Deutschen Asset Management als größter ausländischer Asset Manager in Japan und als einer der fünf größten institutionellen Asset Manager in Australien und Singapur. "Scudder gibt uns wichtige kritische Masse im Retail Asset Management in den Vereinigten Staaten. Außerdem sind Scudder´s Stärken im Bereich aktiv gemanagter Anlagen für institutionelle Kunden und in Asien-Pazifik ebenfalls essentiell", erklärte Michael Philipp, Mitglied des Vorstands der Deutschen Bank und verantwortlich für die PCAM-Produktions-Funktion.

Die Deutsche Bank plant, Scudder zügig in ihre bestehenden Asset Management Aktivitäten zu integrieren. Ziel ist es, eine Steigerung der Ertragskraft und eine erhöhte Effizienz zu erreichen. Das Integrationsteam soll aus Führungskräften sowohl der Deutschen Bank als auch von Scudder bestehen. Bei der Integration von Scudder kann die Deutsche Bank auf ihre guten Erfahrungen bei der schnellen und erfolgreichen Integration von Bankers Trust im Jahre 1998/99 zurückgreifen.

Der CEO des integrierten Asset Managements wird Tom Hughes, COO im Asset Management der Deutschen Bank und Leiter PCAM in Nordamerika, sein. Edmond D. Villani, President und CEO von Zurich Scudder Investments, wird Chairman. Tom Hughes dazu: "Die Akquisition rundet unsere weltweite Präsenz ab und ergänzt unser Produktangebot. Damit wird unsere Position im weltweiten Wettbewerb im Asset Management, das ein zentrales Element unserer Gesamtbankstrategie ist, nachhaltig gestärkt."

Umfangreiche Kooperation zwischen Deutscher Bank und Zürich Gruppe

"Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, mit der Zürich Gruppe einen starken Partner im Versicherungsbereich in Europa zu finden. Damit konzentriert sich die Deutsche Bank auf ihre Stärken bei der Produktion und dem Vertrieb von Bankprodukten und Bankdienstleistungen. Gleichzeitig können unsere Kunden aber auch alle Vorteile eines integrierten Allfinanzangebots nutzen", so Rolf-E. Breuer. Allen Kunden des Deutsche Bank Konzerns stehen weiterhin erstklassige Versicherungsprodukte und eine exzellente Beratung in allen Versicherungs- und Vorsorgefragen zur Verfügung. Breuer weiter: "Damit ist die Deutsche Bank bestens gerüstet, das Marktpotential im Geschäft mit den privaten Kunden optimal auszuschöpfen."

In Deutschland bleiben alle bestehenden Vereinbarungen zwischen der VHDB und der Deutschen Bank im vollen Umfang erhalten. In Deutschland, Italien, Spanien und Portugal wird die Zürich Gruppe exklusiver Partner der Deutschen Bank für Versicherungsprodukte außer beim Vertrieb über Finanza e Futuro. Im restlichen Europa ist die Zürich Gruppe der bevorzugte Partner für die Deutsche Bank.

Gleichzeitig wird die Deutsche Bank in Kontinentaleuropa (außer für Deutschland und Italien) der bevorzugte Anbieter von Asset Management Produkten für Privatkunden der Zürich Gruppe. Damit erhält die Bank Zugang zum Vertriebsnetz und zur Privatkundschaft der Zürich Gruppe. Darüber hinaus wird die Deutsche Bank für die Zürich Gruppe auch bevorzugter Anbieter bei der Verwaltung der eigenen institutionellen Asset Management Gelder und gehört zu den bevorzugten Investment Banken bei allen Investment Banking Dienstleistungen.

| Presse-Information

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