Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erstmals Bio-Material für BSE-Forschung auf dem freien Markt erhältlich

18.10.2005


Greifswalder Biotech-Unternehmen Micromun erleichtert Produkttests zur Sicherheit vor Rinderkrankheit



Das Greifswalder Biotech-Unternehmen Micromun GmbH bietet weltweit erstmalig Bio-Material für die staatliche und privatwirtschaftliche BSE-Forschung freiverkäuflich am Markt an. Damit erbringt das Unternehmen einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung des Verbraucherschutzes und erleichtert die Testung von Produkten und Herstellungsverfahren hinsichtlich der BSE-Sicherheit.



Biomaterial BSE-infizierter Rinder steht für Forschungszwecke bisher nur sehr begrenzt zur Verfügung. Auf Grund der knappen Ressourcen wird dieses Material erst nach einem strengem wissenschaftlichen Auswahlverfahren und vorheriger Bewertung durch ein Fachgremium an ausgewählte Forscher vergeben. Die weltweite Nachfrage nach Biomaterial zur BSE-Forschung und -Testung ist daher entsprechend groß.

Durch Entwicklung neuer Technologien und eine Erweiterung des Labor-Komplexes ist es der Micromun GmbH nun möglich, dieses Biomaterial selbst herzustellen und anzubieten. Dazu werden in genehmigten Verfahren Mäuse und Hamster mit Prion-Proteinen (spezielle Erreger-Eiweiße für BSE bzw. Scrapie) infiziert und bis zu zwei Jahren gehalten. Das hierdurch gewonnene Bio-Material kann dann von privatwirtschaftlichen oder staatlichen Forschungseinrichtungen erworben werden. Vorraussetzung für den Bezug ist eine Umgangsgenehmigung durch staatliche Stellen.

Im Gegensatz zum herkömmlichen Biomaterial BSE-infizierter Rinder ist das von Micromun erzeugte Produkt standardisiert und erleichtert somit die Forschungsarbeit. Zudem erlaubt das angewandte Verfahren eine Überwindung des Nachfrage-Engpasses und leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung des Verbraucherschutzes und der Sicherheit vor BSE. In diesem Zusammenhang kooperiert MICROMUN bereits mit dem Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems, dem Robert-Koch-Institut in Berlin und dem Institute for Animal Health, Compton, Newbury, Berkshire in England.

Die MICROMUN GmbH ist 1993 durch Prof. Dr. Leopold Döhner in Greifswald gegründet worden und beschäftigt mittlerweile zehn Mitarbeiter. Das Unternehmen fungiert als Dienstleister für die virologische und mikrobiologische Forschung und hat sich auf die Entwicklung von Impfstoffen und den Nachweis von Infektionskrankheiten spezialisiert. Neben der Produktion des Bio-Materials ist MICROMUN auch in der Lage, im Kundenauftrag vollständige BSE-Tests in Eigenregie durchzuführen. Das Unternehmen ist Mitglied des Netzwerkes BioCon Valley e. V. und auf der Biotechnica 2005 in Hannover in Halle 2, Stand B18 (Gemeinschaftsstand Mecklenburg-Vorpommern) vertreten.

Weiter Informationen:

Micromun GmbH
PD Dr. Dietmar Becher
Walther-Rathenau-Straße 49a
17489 Greifswald
T +49 (0)3834-515 601
F +49 (0)3834-515 605
E becher@micromun.de

BioCon Valley® GmbH
Dr. Heinrich Cuypers
Walther-Rathenau-Straße 49 a
17489 Greifswald
T +49 (0)3834-515 108
F +49 (0)3834-515 102
E hc@bcv.org

Dr. Heinrich Cuypers | idw
Weitere Informationen:
http://www.micromun.de
http://www.bcv.org

Weitere Berichte zu: BSE-Forschung Bio-Material Biomaterial

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht Der Dauerläufer: Starke Binnennachfrage macht diesen Aufschwung robuster als seine Vorgänger
17.10.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht Positiv für die Volkswirtschaft: Die Zahl der Betriebsgründungen von Hauptniederlassungen steigt weiter
12.10.2017 | Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Salmonellen als Medikament gegen Tumore

HZI-Forscher entwickeln Bakterienstamm, der in der Krebstherapie eingesetzt werden kann

Salmonellen sind gefährliche Krankheitserreger, die über verdorbene Lebensmittel in den Körper gelangen und schwere Infektionen verursachen können. Jedoch ist...

Im Focus: Salmonella as a tumour medication

HZI researchers developed a bacterial strain that can be used in cancer therapy

Salmonellae are dangerous pathogens that enter the body via contaminated food and can cause severe infections. But these bacteria are also known to target...

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Konferenz IT-Security Community Xchange (IT-SECX) am 10. November 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Luftfracht

23.10.2017 | Veranstaltungen

Ehrung des Autors Herbert W. Franke mit dem Kurd-Laßwitz-Sonderpreis 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Magma sucht sich nach Flankenkollaps neue Wege

23.10.2017 | Geowissenschaften

Neues Sensorsystem sorgt für sichere Ernte

23.10.2017 | Informationstechnologie

Salmonellen als Medikament gegen Tumore

23.10.2017 | Biowissenschaften Chemie