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5 Jahre Eurex Bonds

06.10.2005


Ferscha: „Elektronischer Rentenhandel erhöht Transparenz und verbessert Straight-Through-Processing“/ Beteiligung von Marktteilnehmern mitentscheidend für den Erfolg von Eurex Bonds

Die internationale Rentenhandelsplattform Eurex Bonds hat sich innerhalb von 5 Jahren zu einem der größten und liquidesten elektronischen Marktplätze für festverzinsliche Wertpapiere in Europa entwickelt und für die Marktteilnehmer die Transparenz im Rentenhandel erhöht. Das hat Eurex Bonds anlässlich seines 5 jährigen Bestehens mitgeteilt. Das Unternehmen hat am 6. Oktober 2000 den Handel mit festverzinslichen Wertpapieren über seine vollelektronische Handelsplattform aufgenommen.

„Als Vorreiter beim elektronischen Handel hat Eurex schon früh den Bedarf nach einer leistungsfähigen und modernen Plattform für den Rentenmarkt erkannt, die Transparenz erhöht und Risiken und Kosten für die Handelsteilnehmer reduziert“, sagte Rudolf Ferscha, CEO von Eurex. Mit einer steigenden Standardisierung von Finanzprodukten werde der Rentenhandel zunehmend über elektronische Handelsplattformen laufen, so Ferscha. „Die Teilnehmer auf Eurex Bonds profitieren von der Anonymität beim Handel, dem Netting von Positionen, dem Aufrechnen von Margin-Anforderungen und einem besseren Straight-Through-Processing.“

Gestartet ist Eurex Bonds mit 12 Handelsteilnehmern, darunter die Deutsche Bundesbank. Schon im darauf folgenden Jahr hat sich die Anzahl der Teilnehmer auf 22 erhöht. Im Jahr 2002 hat die Bundesrepublik Deutschland Finanzagentur den Handel auf Eurex Bonds aufgenommen und führt seitdem exklusiv über Eurex Bonds ihre Sekundärmarktaktivitäten in deutschen Staatsanleihen durch. Mittlerweile sind 33 Handelsteilnehmer aus sechs Ländern an der elektronischen Handelsplattform zugelassen.

„Wir wollen Eurex Bonds in Zukunft produkt- und teilnehmerseitig auf eine noch breitere internationale Basis stellen,“ sagte Christian Klapproth, Geschäftsführer Eurex Bonds. Unterstützung fand Eurex Bonds von Anfang an durch Marktteilnehmer, die die Entwicklung der Handelsplattform mitgestaltet, den elektronischen Rentenhandel vorangetrieben haben und als Anteilseigner an der Gesellschaft beteiligt sind, so Klapproth. Neben Eurex sind elf von 33 Teilnehmern, die an Eurex Bonds zugelassen sind, gleichzeitig auch Eigentümer der Rentenhandelsplattform. Darunter fünf Banken aus Deutschland, vier Banken aus Großbritannien und je eine Bank aus Spanien und Holland.

Parallel zum Teilnehmerkreis hat Eurex Bonds seine Produktpalette kontinuierlich erweitert. Gestartet ist Eurex Bonds mit deutschen Staatsanleihen und Basis-Instrumenten. Im Januar 2002 hat das Unternehmen deutsche Jumbo Pfandbriefe, deutsche Länderanleihen und Anleihen der KfW eingeführt, im Oktober 2003 hat Eurex Bonds die Palette durch die Aufnahme unverzinslicher Schatzanweisungen (Bubills) erweitert. Im November 2004 hat Eurex Bonds den Emittentenkreis auf Emittenten außerhalb Deutschlands erweitert: European Covered Bonds aus Spanien, Frankreich, Irland und Großbritannien sowie Anleihen der Europäischen Investmentbank und liquide Unternehmensanleihen können seitdem gehandelt werden. Seit Juni 2005 bietet Eurex Bonds auch den Handel mit österreichischen und niederländischen Staatsanleihen an.

Auch bei den Handelsfunktionalitäten hat Eurex Bonds kontinuierlich zahlreiche Neuerungen eingeführt. Durch die Funktionalität „Pre-arranged Trade“ können Geschäfte, die bilateral zwischen zwei Handelsteilnehmern geschlossen wurden, über den zentralen Kontrahenten Eurex Clearing abgewickelt werden. Wird ein Geschäft über den Zentralen Kontrahenten abgewickelt, verringert sich das Ausfallrisiko und einzelne Geschäfte werden für die Abwicklung zusammengeführt (Netting) und so die Zahl der Liefertransaktionen verringert. In der Summe sinken so die Kosten für die Handelsteilnehmer.

Weiterhin hat Eurex Bonds schon früh ein Orderbuch eingeführt, so dass Teilnehmer nicht nur auf bestehende Quotes handeln können, sondern auch limitierte Aufträge einstellen können. Das Orderbuch erleichtert den Teilnehmern die Auftrags- und Positionsführung und erlaubt neue Handelsstrategien. Andere Systemerweiterungen umfassen den Renditehandel für kurzlaufende Papiere (Bubills) oder die Möglichkeit so genannte „Iceberg Orders“ in das System einzustellen. Bei diesen limitierten Orders wird nicht das gesamte Auftragsvolumen unmittelbar im Orderbuch angezeigt, sondern jeweils nur ein vom Teilnehmer definierter Teil.

Media Relations | Gruppe Deutsche Börse
Weitere Informationen:
http://www.deutsche-boerse.com

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