Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fusion ist Grundlage für künftiges wirtschaftliches Wachstum

12.09.2001


Durch die Zusammenführung der Mannesmann VDO AG mit der Siemens Automotive AG ist ein weltweit führender Automobilzulieferer für Elektronik und Mechatronik entstanden. Auf der 59. IAA Pkw in Frankfurt präsentiert sich die Siemens VDO Automotive AG erstmals auf einem gemeinsamen Stand. Mit Hilfe der aus der Fusion erwachsenden Synergien strebt das neue Unternehmen bis zum Jahr 2003 eine Ebita-Marge von 5 bis 6 Prozent an. Die dazu definierten Maßnahmen stellen einen wesentlichen Schritt der Operation 2003 dar, dem mittelfristigen Ertragssteigerungsprogramm des Siemens-Konzerns.

Als Partner der Automobilindustrie entwickelt und produziert Siemens VDO Produkte rund um Antriebsstrang, Motorsteuerelektronik und Einspritztechnik, die die Motorleistung verbessern und Emissionen reduzieren. Für gesteigerten Fahrkomfort und Bedienerfreundlichkeit sorgen Informations- und Car-Communication-Systeme mit Instrumentierung, Audio- und Navigationsgeräten, Telematik- und Multimedia-Anwendungen bis hin zu kompletten Cockpits. Einen Beitrag zu mehr Sicherheit leisten Siemens VDO-Produkte für Chassis und Karosserie, wie Airbag-, ABS- und Tank-systeme oder Zugangskontrollsysteme. Mit diesem Produktportfolio agiert Siemens VDO im am stärksten wachsenden Bereich der Automobilzulieferindustrie: Experten erwarten für 2010 einen Elektronikanteil von 35 Prozent am Gesamtwert des durchschnittlichen Fahrzeuges - heute sind es bereits 22 Prozent.

Im laufenden Geschäftsjahr (bis 30.09.2001) erwartet Siemens VDO einen kumulierten Umsatz von mehr als 5,5 Milliarden EUR. Darin sind die Umsätze von VDO seit dem 1. Mai 2001 enthalten. Für das kommende Geschäftsjahr hat sich der Spezialist für Automobilelektronik ein Umsatzziel von mehr als 7 Milliarden EUR gesetzt. "Wir wachsen vor allem mit innovativen Produkten", erklärte Dr. Franz Wressnigg, Vorstandsvorsitzender der Siemens VDO Automotive AG. "So macht sich der erfolgreiche Serienanlauf unseres neuen Dieseleinspritzsystems mit Piezotechnik nächstes Jahr durch ein deutliches Umsatzwachstum bemerkbar."

Der Start der Siemens VDO fällt in die Zeit einer abkühlenden Automobilkonjunktur. Zusätzlich sind die Einkaufspreise für Elektronikbauteile durch Verknappung und die Stärke des US-Dollars erheblich gestiegen. Beide Effekte tragen dazu bei, dass das kumulierte Ergebnis von Siemens VDO in diesem Geschäftsjahr voraussichtlich noch negativ ausfallen wird. Neben fusionsbedingten Sonderaufwendungen haben auch Investitionen in den Auf- und Ausbau von Wachstumsbereichen wie Dieseleinspritzung und Car-Communication-Systeme das Ergebnis belastet. Hinzu kamen außerordentliche Aufwendungen im Zusammenhang mit der Ausgliederung der Bordnetzaktivitäten.

"Diese Ergebnissituation ist für uns nicht befriedigend", sagte Wressnigg. "Aber bereits im kommenden Jahr wollen wir den Turn-around schaffen." Im Geschäftsjahr 2002/2003 will Siemens VDO eine Ebita-Marge von 5 bis 6 Prozent erreichen.

Im Rahmen der von Siemens initiierten "Operation 2003" wurde eine Reihe von Maßnahmen definiert, um die mittelfristigen Ergebnisziele der einzelnen Siemens-Bereiche zu halten. Darunter fällt auch ein Integrations- und Verbesserungsprogramm für Siemens VDO, dass innerhalb von drei Jahren einen deutlichen Produktivitätsschub bringen soll. Um dieses Ziel zu erreichen, hat Siemens VDO das "Worldclass Improvement Program" WIP gestartet. Wesentliche Elemente von WIP sind die konsequente Umsetzung von Best-in-class- und Benchmark-Prozessen, die Restrukturierung von Entwicklung und Produktion sowie die Fokussierung des Projekt- und Produktportfolios. Eine besondere Rolle spielt für Wressnigg die kundengerechte Gestaltung von Innovationen: "Kundengerecht sind Innovationen, die nicht nur für den Autofahrer einen Mehrwert bieten, sondern den Automobilherstellern helfen, die Herausforderungen eines weltweiten Wettbewerbs, hohen Margendruckes und verschärfter Gesetzgebung zu bestehen."

Eine Vielzahl kundengerechter Innovationen zeigt Siemens VDO erstmals zur IAA: Zum Beispiel das weltweit erste farbige und grafikfähige Head-up-Display, das Informationen über Fahrzustände und Navigationsanweisungen in die Windschutzscheibe projiziert. Oder die erste in Serie gefertigte Common-Rail-Dieseleinspritzung mit extrem schnell schaltenden Piezoaktoren. Auf dem Messestand fallen außerdem das Reifendruck-Überwachungssystem "Tire Guard" sowie das 3D-Navigationssystem "Trivolution", basierend auf einer neuen Java-Software-Architektur, auf.

Diese Pressemeldung enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung von Siemens VDO beruhen. Obwohl wir annehmen, dass die Erwartungen dieser vorausschauenden Aussagen realistisch sind, können wir nicht dafür garantieren, dass die Erwartungen sich auch als richtig erweisen. Die Annahmen können Risiken und Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den vorausschauenden Aussagen abweichen. Zu den Faktoren, die solche Abweichungen verursachen können, gehören u.a.: Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld, Wechselkurs- und Zinsschwankungen, Einführungen von Konkurrenzprodukten, mangelnde Akzeptanz neuer Produkte oder Dienstleistungen und Änderungen der Geschäftsstrategie. Eine Aktualisierung der vorausschauenden Aussagen durch Siemens VDO ist weder geplant noch übernimmt Siemens VDO die Verpflichtung dazu.

Dr. Maria Lahaye-Geusen | Pressemitteilungen

Weitere Berichte zu: WIP

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IMK-Konjunkturindikator: Praktisch keine Rezessionsgefahr, Wirtschaft auf stabilem Aufschwungpfad
15.11.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer steigt kräftig
30.10.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

500 Kommunikatoren zu Gast in Braunschweig

20.11.2017 | Veranstaltungen

VDI-Expertenforum „Gefährdungsanalyse Trinkwasser"

20.11.2017 | Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Künstliche neuronale Netze: 5-Achs-Fräsbearbeitung lernt, sich selbst zu optimieren

20.11.2017 | Informationstechnologie

Tonmineral bewässert Erdmantel von innen

20.11.2017 | Geowissenschaften

Hemmung von microRNA-29 schützt vor Herzfibrosen

20.11.2017 | Biowissenschaften Chemie