Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neuer strategischer Investor beim Telematik-Spezialisten Definiens AG

11.09.2001


DaimlerChrysler Venture wird strategischer Investor beim Telematik-Spezialisten Definiens AG

        DaimlerChrysler investiert gemeinsam mit drei weiteren Investoren rund sechs Millionen Euro in Definiens AG

        Definiens entwickelt dezentrale generische Kommunikations-Plattform für Fahrzeug-Fahrzeug Kommunikation

        Erstanwendung Decentralized Traffic Routing (DTR) bietet dezentrale Routenoptimierung und Stauvermeidung

        DaimlerChrysler nutzt Definiens-Lösung in Telematik-Forschung

Stuttgart/München – Die DaimlerChrysler Venture GmbH (DCV), ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der DaimlerChrysler AG, hat sich gemeinsam mit Süd Venture Capital, Techno Venture Management und einem weiteren Kapitalgeber an der Definiens AG beteiligt. Die vier Investoren stellten dem Münchner Softwarespezialisten in seiner zweiten Finanzierungsrunde rund sechs Millionen Euro Kapital zur Verfügung. Ziel des strategischen Investments von DaimlerChrysler ist, die innovative Lösung der Definiens AG auch in die umfassenden Telematik-Forschungsaktivitäten von DaimlerChrysler zu integrieren.

Definiens hat sich insbesondere auf Software-Lösungen in den Segmenten Fahrzeug-Fahrzeug-Kommunikation und Wissensmanagement spezialisiert. Definiens entwickelt eine dezentrale, generische Kommunikations-Plattform, auf deren Basis als erste Anwendung Decentralized-Traffic-Routing (DTR) ­- dezentrale Routenoptimierung in Echtzeit - realisiert wird. Die Lösung liefert Autofahrern präzise Informationen zum optimalen Routenverlauf und zur aktuellen Verkehrslage ohne zeitliche Verzögerung. Dabei ist DTR unabhängig von stationären Sensoren oder zentralen Einrichtungen wie Satelliten. Das System gewährleistet sowohl innerhalb als auch außerhalb von Städten eine dynamische Routenoptimierung und kann somit auch zur Vermeidung von Staus oder sogar von Unfällen beitragen. So kann etwa eine unmittelbare Warnung vor einem bevorstehenden Stauende das Risiko für Auffahrunfälle stark eingrenzen.

Internet-Infrastruktur auf Rädern
Ein Chip im Auto, der mit serienmäßigen Navigationssystemen eingebaut wird, kommuniziert direkt mit anderen Fahrzeugen in der Umgebung, die ebenfalls über einen DTR-Chip verfügen. Das System ist in der Struktur vergleichbar mit dem stationären Internet, mit einem großen Vorteil: Es handelt sich durch die Fahrzeugintegration um mobile Übertragungsknoten anstatt um stationäre Server. Der Informationsaustausch erfolgt über freie Radiofrequenzen, so dass keine Kosten für die Datenübertragung entstehen. Mit dieser Technologie wendet sich Definiens an die Automobilindustrie und Hersteller von Navigationsgeräten.

Dr. Marianne Tümpen, Geschäftsführerin von DaimlerChrysler Venture: „Wir sind überzeugt, dass die Definiens-Technologie den Markt grundlegend verändern und unsere weitreichenden Erfahrungen in der Telematik-Forschung hervorragend ergänzen wird. Dezentrale Kommunikation ist für uns das Zukunftskonzept schlechthin, weil damit erstmals eine direkte Fahrzeug-Fahrzeug-Kommunikation möglich wird. Schnelle und präzise Informationen zur Verkehrslage sind ein Thema, das Millionen von Autofahrern angeht - je dichter die Verkehrsräume, desto höher das Marktpotenzial. Für Westeuropa, Japan und die USA sind wir, was die Wachstumsperspektiven des Unternehmens angeht, deshalb sehr zuversichtlich.“

Die Telematik-Forschung von DaimlerChrysler ist bereits mit der Projektleitung in zwei Gemeinschaftsprojekten zur Inter-Fahrzeug-Kommunikation betraut, an denen auch andere Firmen und Institute mitwirken. Dr. Ralf G. Herrtwich, Leiter der Telematik-Forschung bei DaimlerChrysler: „Fahrzeug-Fahrzeug-Kommunikation bietet für uns eine Möglichkeit, neue Assistenzsysteme zur Erhöhung der Fahrzeugsicherheit und  zur Verbesserung der Mobilität unserer Kunden zu schaffen. Die von Definiens verfolgten Lösungen sind für uns ein interessanter Baustein, wenn es darum geht, diese Systeme zu realisieren.“

Von der Forschungseinrichtung zum Unternehmen
Seit der Gründung als Delphi2 Creative Technologies GmbH 1994 finanzierte zunächst die Bundesstiftung Umwelt das heutige Unternehmen Definiens. Unter diesem Dach entwickelte ein hochkarätiges Forscher-Team die ‚Cognition Network‘ Technologie, mithilfe derer menschliches Denken mit einem revolutionären Ansatz modellhaft nachgebildet wird und die, geschützt durch eine Vielzahl von firmeneigenen Patenten, die Basis sämtlicher Produkte und Lösungen der Definiens AG darstellt. Zu den Gründern von Definiens zählt der Physik-Nobelpreisträger Gerd Binnig, der neben den Investoren und anderen Business Angels auch Anteile an dem Unternehmen hält. Im September 2000 firmierte das Unternehmen um zur Definiens AG. Thomas Grevel, der mehr als 20 Jahre lang in leitenden Positionen bei Unternehmen wie Intergraph und Candle tätig war, konnte gleichzeitig mit der ersten Finanzierungsrunde im Frühjahr 2000 als Vorstandsvorsitzender (CEO) gewonnen werden. Im Mai 2001 wurde die Definiens Imaging GmbH gegründet, die als Tochterunternehmen auf gleicher Technologiebasis Software und Lösungen zur digitalen Analyse von Bilddaten für Geo-, Medizin- und Biotechnologie-Anwendungen entwickelt und vertreibt. 

Andreas Vill | Presse-Information
Weitere Informationen:
http://www.media.daimlerchrysler.com

Weitere Berichte zu: Investor

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht Wert fest „im grünen Bereich“ - IMK-Konjunkturindikator: Rezessionsgefahr sinkt auf nur 5,1 Prozent
14.09.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht Konjunkturprognose: Deutsche Wirtschaft nähert sich der Hochkonjunktur
07.09.2017 | Institut für Weltwirtschaft (IfW)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie