Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Indizierte TAN legt Betrügern das Handwerk

08.08.2005


Postbank schiebt "Phishing" einen Riegel vor / Mobile TAN wird ausgeweitet/ Umfangreiches Sicherheitspaket bringt Verbesserungen

Die Postbank will Betrügern im Internet das Handwerk legen. Mit immer neuen Wellen haben Kriminelle in den vergangenen Monaten versucht, von Online-Bankern deren Transaktionsnummern (TAN) zu ergaunern. Damit soll jetzt Schluss sein: Die Postbank führt als erste Großbank ab 8. August die so genannte indizierte Transaktionsnummer (iTAN) ein. Der Vorteil: Während die Bank heute eine beliebige TAN aus der Liste akzeptiert, gibt sie dem Kunden ab sofort den Einsatz einer bestimmten TAN vor. Selbst wenn die Betrüger in Besitz dieser iTAN gelangen, ist sie wertlos. Denn bei der nächsten Online-Buchung verlangt der Bankrechner eine andere iTAN. Nach wie vor gilt aber, so die Postbank, dass die Kunden ihre Daten nicht preisgeben dürfen, wenn sie von Betrügern dazu aufgefordert werden. Banken verlangen niemals von ihren Kunden persönliche Daten auf einer unsicheren Seite einzugeben. Darüber hinaus rät die Postbank dringend dazu, Viren-Scanner und Firewall einzusetzen sowie die Updates des Betriebssystems anzunehmen, um das Eindringen von so genannten Trojanern zu verhindern.

Mobile TAN wird ausgeweitet

Die mobile TAN (mTAN), seit 2003 bereits im Privatkundenportal "Postbank direkt" im Einsatz, kann ab sofort auch im klassischen Online-Banking genutzt werden. Die mTAN zeichnet sich durch eine hohe Flexibilität und größtmöglichen Schutz vor Betrügern aus. Erst bei der Auftragsfreigabe wird die mTAN vom Online-Banking erzeugt und dem Kunden mittels SMS aufs Handy gesandt. Die mTAN ist nur für die angeforderte Überweisung und nur für kurze Zeit gültig. Damit ist sie für Betrüger wertlos.

Weitere Sicherheitsfunktionen

Neu ist auch das individuell absenkbare Überweisungslimit. Während bisher einheitlich ein Höchstbetrag von 3000 EUR pro Überweisung galt, kann jetzt jeder Kunde sein eigenes Limit einstellen und jederzeit ändern. Neue TAN-Listen, die der Kunde per Post erhält, sind erst nach Aktivierung gültig. Dazu schaltet man im Online-Banking mit einer TAN der alten Liste die neue Liste frei. Die Aktivierungspflicht schließt das Risiko des Postversands aus. Neu ist auch die jederzeitige Anzeige des Sicherheitsstatus im Online-Banking. Auf einen Blick sieht der Kunde, wann er das letzte Mal im Konto war, wie viele TANs er noch hat und welche Services aktiviert wurden.

So funktioniert die iTAN

Bisher konnten Aufträge im Online-Banking mit einer beliebigen TAN aus der Liste mit 100 TANs erteilt werden. Jetzt verlangt das Online-Banking eine bestimmte TAN aus der Liste, zum Beispiel die TAN mit der laufenden Nummer 70. Nur diese indizierte TAN ist in diesem Moment gültig, jede andere TAN ist für den Auftrag ungültig. Damit wird das Konzept der Phisher durchkreuzt, Kunden durch gefälschte eMails zur Preisgabe von TANs zu überlisten. Wer versucht, mit einer ergaunerten TAN eine betrügerische Überweisung zu veranlassen, scheitert jetzt am sichereren iTAN Verfahren.

Alle Online-Kunden erhalten nach und nach automatisch neue TAN-Listen zugesandt. Jeder TAN-Liste liegt auch eine Broschüre bei, die das neue Verfahren noch einmal ausführlich erläutert. Bis zur Zusendung der neuen TAN-Listen können die alten TAN-Listen wie gewohnt weiter genutzt werden. Wer nicht warten will, kann die neue TAN-Liste selbst anfordern. Dazu wählt man im Online-Banking den Menüpunkt "Einstellungen", "Neue TAN-Liste bestellen" aus. Die Umstellung ist für die Kunden kostenfrei. Von der Änderung nicht betroffen sind die Online-PINs der Kunden.

Joachim Strunk | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.postbank.de/itan
http://www.postbank.de/mtan

Weitere Berichte zu: Online-Banking TAN

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index erreicht neuen Höchstwert
22.08.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer: Arbeitslosigkeit sinkt verhaltener
27.07.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer IPM präsentiert »Deep Learning Framework« zur automatisierten Interpretation von 3D-Daten

22.08.2017 | Informationstechnologie

Globale Klimaextreme nach Vulkanausbrüchen

22.08.2017 | Geowissenschaften

RWI/ISL-Containerumschlag-Index erreicht neuen Höchstwert

22.08.2017 | Wirtschaft Finanzen