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Wissensmanagement als strategischer Erfolgsfaktor: Unternehmen für Wissensbilanz-Projekt gesucht

28.07.2005


Das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) plant, das Projekt "Wissensbilanz - Made in Germany" nicht nur fortzusetzen sondern auch auszuweiten. Grund ist die äußerst positive Resonanz der Pilotphase. Nachdem 14 mittelständische Pilotanwender aus verschiedenen Branchen erste prototypische Wissensbilanzen erstellt haben, sollen nun 15 weitere kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) unter Anleitung des Arbeitskreis Wissensbilanz (AK-WB) ihre eigene Wissensbilanz erstellen, um damit so genannte "weiche" Faktoren greifbarer zu machen.

"Die wissensorientierte Unternehmensführung ist eine unabdingbare Grundlage für die Sicherung der Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen", sagt Dr. Rolf Hochreiter, der das Projekt im Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit verantwortet. "Doch gerade in kleinen und mittleren Betrieben wird das Potenzial des Wissensmanagements als strategisches Steuerungsinstrument nicht ausgeschöpft".

Die immateriellen Vermögenswerte eines Unternehmens, z.B. das Know-how und die Kundenbeziehung, sind entscheidend für dessen wirtschaftlichen Erfolg, jedoch bisher nur schwer greifbar. Diese "weichen Faktoren" in mittelständischen Unternehmen sichtbar zu machen, zu bewerten und darzustellen ist die Zielsetzung des Pilotprojektes "Wissensbilanz - Made in Germany". So werden verborgene Schätze wie brach liegendes Innovationspotenzial und ungenutzte Kompetenzen gehoben und die Wettbewerbsfähigkeit in der wissensbasierten Wirtschaft nachhaltig gestärkt. Vor allem für KMU ist der Wissensvorsprung oft ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.

"Die Wissensbilanz ist ein strategisches Managementinstrument", so Thomas Rusche, Geschäftsführer des Herrenausstatters "SØR Rusche GmbH", der zu den ersten 14 Pilotanwendern zählte und für seine Arbeit bereits als "Wissensmanager des Jahres 2005" ausgezeichnet wurde. "Durch die Wissensbilanz können wir unsere Erfolgsfaktoren exakt identifizieren und bewerten, und die Ideen und das Wissenskapital unseres Unternehmens zielgerichtet einsetzen. Ein echter Wettbewerbsvorteil!"

Interessierte Unternehmen sind ab sofort aufgerufen, sich bis zum 31. August 2005 über www.akwissensbilanz.org zu bewerben. Der Projektstart ist im Fall der Fortsetzung der Maßnahme noch in diesem Jahr geplant. Auf Basis der erprobten Methode und unterstützt durch die erfahrenen Experten aus dem Pilotprojekt werden die Firmen durch den Prozess der Wissensbilanzierung geführt, der im wesentlichen aus drei Workshops und begleitender Kennzahlenerhebung besteht. Speziell aus den folgenden Branchen werden noch KMUs zwischen 50 und 250 Mitarbeitern gesucht: Beratung, Automobilzulieferer, Tourismus, Versicherung, Nahrungsmittelindustrie, Verarbeitendes Gewerbe, Medien und Telekommunikation, Energieversorger, Chemie- und Pharmaindustrie, Informations- und Kommunikationstechnologie, Transport/Logistik, Gesundheit/Medizin.

Kay Alwert | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.akwissensbilanz.org
http://www.ipk.fraunhofer.de

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