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Weniger als acht Ausfalltage wegen Krankheit in deutschen Unternehmen

27.07.2005


Im Jahr 2004 haben die Arbeitnehmer so selten wie noch nie krankheitsbedingt am Arbeitsplatz gefehlt. Im Durchschnitt gab es pro Beschäftigtem in Deutschland im vergangenen Jahr nur noch 7,8 krankheitsbedingte Ausfalltage. Im Jahr waren 2003 waren es 8,1 Ausfalltage am Arbeitsplatz und im Jahr 2002 kam es krankheitsbedingt zu 8,6 Ausfalltagen. Voriges Jahr wurde bei den Fehlzeiten in den Unternehmen der Tiefstwert seit Beginn dieser Statistik im Jahre 1976 erreicht, deren Höchststand im Jahr 1980 bei 15,7 Arbeitsausfalltagen und 1990 bei immerhin noch 15 Fehltagen lag.

Durch den Rückgang der Arbeitsausfalltage hat die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr rund eine Milliarde Euro gespart. Krankschreibungen von Beschäftigten werden pro Kalendertag erfasst. Rechnet man die Krankschreibungen lediglich auf die Arbeitstage, ergeben sich die tatsächlichen Fehlzeiten der Beschäftigten, die so genannten Arbeitsausfalltage. Aus dem Krankenstand von unter 3,6 Prozent im vergangenen Jahr ergeben sich durchschnittlich krankheitsbedingte Fehlzeiten von 13 Kalendertagen, jedoch nur 7,8 Arbeitsausfalltage.

Der mit 3,7 Prozent ohnehin schon niedrige Krankenstand von 2003 ist 2004 weiter auf unter 3,6 Prozent gesunken. Die durchschnittlichen krankheitsbedingten Fehlzeiten sanken 2004 auf 13 Kalendertage, im Jahr 2003 waren es 13,5 Tage und 2002 noch 14,3 Tage. Im letzten Jahr wurde somit ein Tiefstwert seit Beginn der Statistik im Jahre 1976 erreicht, deren Höchststand im Jahre 1980 bei über 26 Tagen und 1990 bei 25 Arbeitsunfähigkeitstagen lag.

Immer mehr Beschäftigte ganz ohne Krankschreibung

Die Zahl der Beschäftigten, die krankheitsbedingt über das gesamte Jahr überhaupt nicht arbeitsunfähig waren, stieg: Waren im Jahr 2003 noch 39 Prozent der Beschäftigten ohne Krankenschein, erhöhte sich dieser Wert im Jahr 2004 auf 44 Prozent.

Datenbasis:

Die gesundheitlichen Befunde jedes vierten Beschäftigten in Deutschland (6,96 Millionen Sozialversicherungspflichtige) werden vom BKK Bundesverband erfasst und analysiert. Damit bietet diese Analyse ein repräsentatives Bild des Krankheitsgeschehens der Erwerbsbevölkerung.

Krankenstand: Prozentualer Anteil der Krankgeschrieben je Kalendertag, für 2004 waren dies 13 Tage: 365 = 3,6 Prozent.

Krankheitsfall/Falldauer: Krankschreibung wegen einer Krankheit. 2004 dauerte ein Krankheitsfall durchschnittlich 11,9 Tage.

Arbeitsausfalltage: Krankheitsbedingte Fehltage an Werktagen. Auf jährlich rund 220 Arbeitstage gerechnet (ohne Wochenenden, Feier- und Urlaubstage) ergeben sich die tatsächlichen Fehlzeiten der Beschäftigten. Im Jahr 2004 waren dies durchschnittlich 7,8 Tage.

Christine Richter | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.bkk.de

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