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Privatkonsum in der Schweiz zieht an

26.07.2005


UBS-Experten rechnen für 2005 mit Wachstum von 1,6 Prozent


Der Konsumindikator der Schweizer Grossbank UBS stieg im Juni gegenüber dem Vormonat erneut geringfügig an und bewegt sich damit wieder bei Werten wie im letzten Sommer. Der Indikator weist einen Volrauf von drei bis vier Monaten auf die offiziellen Daten auf, deshalb kann er schon jetzt eine leichte Beschleunigung des Konsumwachstums ab dem zweiten Quartal signalisieren. Insgesamt deutet er zudem auf eine solide Verfassung der Schweizer Binnennachfrage hin.

Die neuste Berechnung des UBS-Konsumindikators per Juni 2005 deutet erneut auf einen anziehenden Privatkonsum in der Schweiz hin. Nachdem der Indikator im Februar mit -1,330 einen Tiefpunkt erreicht hatte, beträgt er nun -0,037 nach -0,097 im Mai. Damit deutet er auf eine weiterhin solide Verfassung des Konsums in der Schweiz. Damit bestätigt der Indikator die Einschätzung der UBS-Ökonomen, dass die Schweizer Binnennachfrage trotz des unsicheren konjunkturellen Umfelds einiger Nachbarländer dieses Jahr weiterhin als Wachstumsstütze fungieren wird.


Die Importe und insbesondere die Exporte haben im zweiten Quartal wieder stark anzuziehen begonnen, was zu einer Belebung der Investitionstätigkeit der Schweizer Unternehmen im weiteren Jahresverlauf führen wird. Ingesamt rechnen die UBS-Ökonomen für das Jahr 2005 weiterhin mit einem Wirtschaftswachstum von real 1,6 Prozent.

Berechnet wird der UBS-Konsumindikator aus fünf Subindikatoren, die mit Ausnahme der Konsumentenstimmung auf monatlicher Basis und in der Regel relativ schnell verfügbar sind. Die Konsumentenstimmung hat sich im zweiten Quartal leicht verbessert. Gleichzeitig hat sich der Geschäftsgang im Detailhandel im April nach einem äussert schwachen ersten Quartal etwas erholt. Für Mai und Juni hingegen konnten dazu wegen methodologischer Umstellungen noch keine Werte geliefert werden, so dass diese aufgrund der bisherigen Entwicklung geschätzt werden mussten.

Ebenfalls Probleme resultieren zurzeit von den Statistiken zur monatlichen Zahl neu immatrikulierter Personenwagen. Wegen der Einführung einer neuen Datenbank beim zuständigen Bundesamt sind die Daten momentan wenig verlässlich und ihre Publikation daher ausgesetzt. Gemäss Schätzungen liegen die Neuimmatrikulationen zwar nach wie vor etwa 5 Prozent unter den Vorjahreswerten, haben aber nach schwachem Jahresstart wieder angezogen.

Bei den Hotellogiernächten inländischer Gäste zeichnet sich nach einer längeren Phase rückläufiger Entwicklung nun eine Stabilisierung ab. Als fünfte Variable zur Berechnung des UBS-Konsumindikators fliessen die monatlich über UBS an inländischen Verkaufspunkten getätigten Kreditkartenumsätze ein. Der aus diesen fünf Komponenten berechnete UBS-Konsumindikator steigt seit Februar kontinuierlich an und liegt nun nur noch knapp unter dem langjährigen Durchschnitt.

Christoph Soltmannowski | pressetext.schweiz
Weitere Informationen:
http://www.ubs.com

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