Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hohes Innovationspotenzial: Kunststoff-Industrie mit Zuversicht und Optimismus

29.08.2001


Verbesserung der Margen dringend notwendig

Die deutsche Kunststoff-Industrie sieht sich als Träger und Motor der Innovation. Dies erklärte der Vorsitzende des Verband Kunststofferzeugende Industrie e. V. (VKE), Dr. Gottfried Zaby, als Sprecher der Branche vor Journalisten.

Die Kunststoff-Industrie, der Kunststofferzeugung, Kunststoffverarbeitung und Kunststoffmaschinenbau angehören, beschäftigt in 6.000 Unternehmen über 380.000 Mitarbeiter. Sie erwartet für das Jahr 2001 einen Umsatz von erstmals mehr als 130 Milliarden Mark. Mit 26 Milliarden Mark trägt sie mehr als ein Viertel des Aussenhandelsüberschusses der deutschen Industrieproduktion bei.

Nochmals Produktionsplus:

Im ersten Halbjahr 2001 haben die Kunststofferzeuger in Deutschland rund acht Millionen Tonnen Kunststoff hergestellt. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Produktionsmenge - bezogen auf das sehr hohe Niveau des Jahres 2000 - damit um vier Prozent erhöht.

Auch der Maschinenbau hat zugelegt. Er meldet nach dem Spitzenjahr 2000 ein nochmaliges Produktionsplus von 2,8 Prozent im ersten Quartal 2001.

Die Kunststoffverarbeitung liegt mit einem Plus von knapp über fünf Prozent sogar noch besser, wobei Verpackungen als größtes Einsatzgebiet mit einem Produktionsplus von 5,5 Prozent glänzen.

Hoher Umsatz - Sorgen um die Margen:

Der Umsatz mit in Deutschland erzeugten Kunststoffen ist im ersten Halbjahr 2001 um 3,2 Prozent auf 20 Milliarden Mark gestiegen. Die Verarbeiter haben im gleichen Zeitraum ein Plus von 2,7 Prozent auf 39,9 Milliarden Mark erzielt. Der Kunststoff- und Gummimaschinenbau berichtet auf Basis interner Erhebungen für das 1. Halbjahr 2001 über eine stabile Umsatzentwicklung auf Vorjahresniveau.

Sorge, so Zaby, bereiten der Branche die im ersten Halbjahr 2001 schlechten Margen. Die Verbesserung der Margen sei aber dringend notwendig, um wichtige Innovationen zur Erhaltung und Erhöhung des Technologievorsprungs der deutschen Kunststoff-Industrie durchführen zu können.

Mehr Beschäftigte:

Zur Jahresmitte 2001 gibt es in der Kunststoff-Industrie etwa 4.100 Beschäftigte mehr als im Jahr zuvor. Während in der Kunststofferzeugung weniger Arbeitsplätze (2.200) zur Verfügung stehen, hat der Maschinenbau seine Beschäftigungszahl gehalten und in der Kunststoffverarbeitung konnten 6.300 Arbeitsplätze zusätzlich geschaffen werden.

Nach Aussage von Zaby schaut die Kunststoff-Industrie mit Zuversicht und Optimismus nach vorne. In Kunststoffen stecke noch ein großes Potenzial. Der Beginn des neuen Jahrtausends, so der Branchensprecher, markiere eine wichtige Phase einer Entwicklung, die mit den polymeren Werkstoffen, den Kunststoffen, tief verbunden sein werde.

|

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index steigt weiter
26.09.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht Wert fest „im grünen Bereich“ - IMK-Konjunkturindikator: Rezessionsgefahr sinkt auf nur 5,1 Prozent
14.09.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die schnellste lichtgetriebene Stromquelle der Welt

Die Stromregelung ist eine der wichtigsten Komponenten moderner Elektronik, denn über schnell angesteuerte Elektronenströme werden Daten und Signale übertragen. Die Ansprüche an die Schnelligkeit der Datenübertragung wachsen dabei beständig. In eine ganz neue Dimension der schnellen Stromregelung sind nun Wissenschaftler der Lehrstühle für Laserphysik und Angewandte Physik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) vorgedrungen. Ihnen ist es gelungen, im „Wundermaterial“ Graphen Elektronenströme innerhalb von einer Femtosekunde in die gewünschte Richtung zu lenken – eine Femtosekunde entspricht dabei dem millionsten Teil einer milliardstel Sekunde.

Der Trick: die Elektronen werden von einer einzigen Schwingung eines Lichtpulses angetrieben. Damit können sie den Vorgang um mehr als das Tausendfache im...

Im Focus: The fastest light-driven current source

Controlling electronic current is essential to modern electronics, as data and signals are transferred by streams of electrons which are controlled at high speed. Demands on transmission speeds are also increasing as technology develops. Scientists from the Chair of Laser Physics and the Chair of Applied Physics at Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) have succeeded in switching on a current with a desired direction in graphene using a single laser pulse within a femtosecond ¬¬ – a femtosecond corresponds to the millionth part of a billionth of a second. This is more than a thousand times faster compared to the most efficient transistors today.

Graphene is up to the job

Im Focus: LaserTAB: Effizientere und präzisere Kontakte dank Roboter-Kollaboration

Auf der diesjährigen productronica in München stellt das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT das Laser-Based Tape-Automated Bonding, kurz LaserTAB, vor: Die Aachener Experten zeigen, wie sich dank neuer Optik und Roboter-Unterstützung Batteriezellen und Leistungselektronik effizienter und präziser als bisher lasermikroschweißen lassen.

Auf eine geschickte Kombination von Roboter-Einsatz, Laserscanner mit selbstentwickelter neuer Optik und Prozessüberwachung setzt das Fraunhofer ILT aus Aachen.

Im Focus: LaserTAB: More efficient and precise contacts thanks to human-robot collaboration

At the productronica trade fair in Munich this November, the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT will be presenting Laser-Based Tape-Automated Bonding, LaserTAB for short. The experts from Aachen will be demonstrating how new battery cells and power electronics can be micro-welded more efficiently and precisely than ever before thanks to new optics and robot support.

Fraunhofer ILT from Aachen relies on a clever combination of robotics and a laser scanner with new optics as well as process monitoring, which it has developed...

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Im Spannungsfeld von Biologie und Modellierung

26.09.2017 | Veranstaltungen

Archaeopteryx, Klimawandel und Zugvögel: Deutsche Ornithologen-Gesellschaft tagt an der Uni Halle

26.09.2017 | Veranstaltungen

Unsere Arbeitswelt von morgen – Polarisierendes Thema beim 7. Unternehmertag der HNEE

26.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Europas erste Testumgebung für selbstfahrende Züge entsteht im Burgenland

26.09.2017 | Verkehr Logistik

Nerven steuern die Bakterienbesiedlung des Körpers

26.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Mit künstlicher Intelligenz zum chemischen Fingerabdruck

26.09.2017 | Biowissenschaften Chemie