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Ölpreis steigt bis 2030 auf 120 $

14.07.2005


Die Energiepreise werden langfristig gesehen weiter steigen, so das Ergebnis der von der Berenberg Bank und dem Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) gemeinsam erstellten Studie "Strategie 2030 - Energierohstoffe". Öl- und Gasunternehmen sowie Versorger werden davon profitieren.


Zu den Entwicklungen auf den Märkten für Energierohstoffe sagte HWWI-Direktor Prof. Dr. Thomas Straubhaar:

  • Der wirtschaftliche Aufholprozeß der Entwicklungs- und Schwellenländer wird den weltweiten Energieverbrauch trotz im Trend weitergehender Energiesparbemühungen bis 2030 um 75% wachsen lassen.

  • Die Energiepreise werden weiter steigende Tendenz haben. Bei einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum der Weltwirtschaft im Prognosezeitraum um 2,8% könnte der Ölpreis, ausgehend von einem Startwert im Jahr 2004 von knapp 40 US-$ je Barrel, auf 120 US-$ im Jahr 2030 steigen.


  • Die fossilen Brennstoffe Erdöl, Kohle und Erdgas, die heute den Verbrauch dominieren, werden auch im Jahr 2030 noch den weit überwiegenden Teil des Energieverbrauchs ausmachen, doch wird Erdgas seinen Anteil auf Kosten von Öl und Kohle ausweiten.

  • Die sonstigen Energien, also Energie aus nachwachsenden Rohstoffen, Wasserkraft, Kernkraft und Sonnenenergie, werden ihren Anteil von 12 auf 17% erhöhen.

Auswirkungen für Unternehmen und Investoren nennt Michael Schramm, Generalbevollmächtigter und Mitglied der Geschäftsleitung der Berenberg Bank:

Unter Verwendung strenger Selektionskriterien sollten Investoren auf Unternehmen aus den Bereichen

  • der Energierohstoffgewinnung,
  • der Umsetzung alternativer Energieformen,
  • des speziellen Kraftwerksbaus und
  • der Planung/ Erstellung von Hafenanlagen

setzen. Aber: Selbst innerhalb einzelner Sektoren wird es Gewinner und Verlierer geben. Generell sind Dienstleistungsbereiche von hohen Energiepreisen deutlich geringer betroffen als Fertigungsbetriebe.

In einer Sektoranalyse kommt die Berenberg Bank zu dem Schluss, dass Transport, Chemie, Automobile, Stahl- und Metallverarbeitung zu den Verlierern, Öl- und Gasunternehmen sowie Versorger zu den Gewinnern der prognostizierten Entwicklung gehören.

Bei nicht Kapitalmarkt gebundenen Investments bieten realwirtschaftliche Anlageformen wie Immobilien und Edelmetalle hohen Schutz vor Wertverlusten.

Unter dem Titel "Strategie 2030 - Vermögen und Leben in der nächsten Generation" widmen sich Deutschlands älteste Bank und das neu aufgestellte HWWI langfristig orientierten volkswirtschaftlichen Fragestellungen.

Karsten Wehmeier | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.berenbergbank.de

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