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Forschungsförderung unterstützt Wachstumsprozess

27.08.2001


Die Industrieforschung in den neuen Bundesländern hat sich in den vergangenen Jahren nicht zuletzt dank der Fördermaßnahmen positiv entwickelt. Innovative Unternehmen und Industrieforschungseinrichtungen werden zunehmend zu Trägern des Wirtschaftswachstums in Ostdeutschland. Gleichwohl reicht die bisherige Entwicklung nicht aus, um den Rückstand zu den alten Bundesländern aus eigener Kraft aufzuholen. Eine Unterstützung der ostdeutschen Industrieforschung ist daher - wenn auch in modifizierter Form - noch längerfristig unabdingbar.

Das sind die zentralen Aussagen der Studien "Wirksamkeit der Programme zur Förderung von Forschung, Technologie und Innovation für die Entwicklung der ostdeutschen Wirtschaft" und "Strukturelle Analyse der Entwicklung von FuE-Potenzialen im Dienstleistungssektor und im verarbeitenden Gewerbe in den neuen Bundesländern", die das Projektteam Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW)/Institut für Sozialökonomische Strukturanalysen (SÖSTRA) und die EuroNorm GmbH im Auftrag des BMWi erarbeitet haben.

Die Analyseergebnisse machen deutlich, dass die Forschungs- und Technologiepolitik zur Förderung der ostdeutschen Industrieforschung wesentlich zum Wachstum des FuE-Potenzials beigetragen hat. Sie hat geholfen, die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu erhöhen. Sowohl Produktivität als auch Exportquote der innovativen Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes liegen über dem Durchschnitt aller Unternehmen der neuen Bundesländer.

Trotz der erreichten Fortschritte bestehen noch erhebliche strukturelle Defizite im ostdeutschen Innovationssystem. Die positiven Wachstumsimpulse der forschungsintensiven Unternehmen reichen daher noch nicht aus, um den gesamtwirtschaftlichen Aufholprozess wieder in Gang zu bringen. Nach Auffassung des Projektteams DIW/SÖSTRA sollten daher in Zukunft interne und externe Wachstumsquellen verstärkt mobilisiert werden.

Die Autoren empfehlen eine regionale FuE-Förderstrategie für strukturschwache Regionen wie Ostdeutschland bestehend aus den drei Säulen:

  • Erschließung exogenen Wachstumspotentials durch Kombination von Ansiedlungs- und Innovationspolitik für große Industrieansiedlungen;

  • leistungsorientierte FuE-Projektförderung zur Stärkung des endogenen Potentials bei Unternehmen und wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen;

  • Förderung von größeren vor allem überregionalen Innovationsnetzwerken zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen.

Staatssekretär Dr. Alfred Tacke: "Die Empfehlungen unterstützen den vom BMWi eingeschlagenen Weg eines effizienten Einsatzes der Fördermittel. Sie sollen bei weiteren Schritten zur Förderung der ostdeutschen Industrieforschung umgesetzt werden.

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Weitere Informationen:
http://www.euronorm.de
http://www.diw.de

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