Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Der klassische Ferienjob stirbt aus

11.07.2005


Den rund zwei Millionen Studierenden in Deutschland stehen während der Semesterferien immer weniger der klassischen Ferienjobs zur Verfügung. Gerade in Dienstleistungsbranchen wie der Gastronomie, aber auch in der Industrie ist die Zahl der ausgeschriebenen Ferienjobs stark rückläufig; viele Unternehmen wollen Studierende lieber längerfristig und kontinuierlich beschäftigen. Darauf macht das Deutsche Studentenwerk (DSW) wenige Tage vor Beginn der Sommer-Semesterferien aufmerksam. DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde warnt: "Bisher konnten viele Studierende ihr Budget über einen kurzfristig erhältlichen Ferienjob aufbessern. Fällt diese Möglichkeit nun immer mehr weg, müssen sie auf längerfristige Nebenjobs auch während des Semesters ausweichen. Das wiederum verlängert tendenziell die Studienzeit." Meyer auf der Heyde verweist darauf, dass laut aktueller DSW-Sozialerhebung 68% aller Studierenden neben dem Studium jobben; ein Drittel könnte ohne den Nebenjob das Studium nicht finanzieren. Mit einem neuen Faltblatt informiert das Deutsche Studentenwerks über die rechtlichen Regelungen, die jobbende Studierende beachten müssen.



Auf dem studentischen Arbeitsmarkt zeige sich laut einer aktuellen Umfrage bei den Studentenwerken ein regional stark differenziertes Bild, führt Meyer auf der Heyde aus. In Berlin und Hamburg sei die Situation angespannt, in München dagegen entspannter. Dort decke das Angebot fast die Nachfrage; monatlich würden 300 Jobs vermittelt. Auch Frankfurt am Main und Mannheim melden eine entspanntere Lage, während in Münster Nebenjobs eher rar sind. Wenig Aussicht auf einen Nebenjob haben hingegen die Studierenden, die sich ans Studentenwerk Jena-Weimar wenden; dort übersteigt die Nachfrage bei weitem das Angebot. "Ein Trend ist aber deutlich erkennbar", resümiert Meyer auf der Heyde: "Es werden immer weniger Ferienjobs angeboten. Hier stirbt eine klassische studentische Arbeitsform."



Wer eingeschrieben ist und arbeitet, steht aber vor vielen Fragen: Wie viel darf ich neben Elternunterhalt oder BAföG verdienen? Ist das Praktikum sozialversicherungspflichtig? Was ist ein Minijob, und was genau bedeutet die 400-Euro-Grenze? Antworten auf alle Fragen rund um den studentischen Nebenjob gibt das neue Faltblatt "Jobben - Kurzinformation für Studierende" des Deutschen Studentenwerks. Es hält Jobben in geringen Umfang für verträglich, warnt aber vor einer zu hohen zeitlichen Belastung.

Damit am Ende nicht draufgezahlt werden muss, sollte der Nebenjob nicht nur mit dem Seminarplan, sondern auch mit anderen Einnahmequellen vereinbar sein: "Fast immer hat der Nebenjob Auswirkungen auf das Kindergeld oder auf die BAföG-Förderung", sagt DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde, "es lohnt sich also, vorher genau die finanziellen Auswirkungen abzuklären."

Kontakt: Stefan Grob, Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Telefon: 030/29 77 27 20, E-Mail: stefan.grob@studentenwerke.de

Stefan Grob | idw
Weitere Informationen:
http://www.studentenwerke.de/pdf/DSW_Flyer_Jobben.pdf
http://www.studentenwerke.de

Weitere Berichte zu: DSW-Generalsekretär Ferienjob Nebenjob

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index beendet das Jahr 2016 mit Rekordwert
24.01.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht IMK-Konjunkturindikator: Rezessionsgefahr nahe Null
18.01.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Scientists spin artificial silk from whey protein

X-ray study throws light on key process for production

A Swedish-German team of researchers has cleared up a key process for the artificial production of silk. With the help of the intense X-rays from DESY's...

Im Focus: Forscher spinnen künstliche Seide aus Kuhmolke

Ein schwedisch-deutsches Forscherteam hat bei DESY einen zentralen Prozess für die künstliche Produktion von Seide entschlüsselt. Mit Hilfe von intensivem Röntgenlicht konnten die Wissenschaftler beobachten, wie sich kleine Proteinstückchen – sogenannte Fibrillen – zu einem Faden verhaken. Dabei zeigte sich, dass die längsten Proteinfibrillen überraschenderweise als Ausgangsmaterial schlechter geeignet sind als Proteinfibrillen minderer Qualität. Das Team um Dr. Christofer Lendel und Dr. Fredrik Lundell von der Königlich-Technischen Hochschule (KTH) Stockholm stellt seine Ergebnisse in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften vor.

Seide ist ein begehrtes Material mit vielen erstaunlichen Eigenschaften: Sie ist ultraleicht, belastbarer als manches Metall und kann extrem elastisch sein....

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Neuer Algorithmus in der Künstlichen Intelligenz

24.01.2017 | Veranstaltungen

Gehirn und Immunsystem beim Schlaganfall – Neueste Erkenntnisse zur Interaktion zweier Supersysteme

24.01.2017 | Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Interview mit Harald Holzer, Geschäftsführer der vitaliberty GmbH

24.01.2017 | Unternehmensmeldung

MAIUS-1 – erste Experimente mit ultrakalten Atomen im All

24.01.2017 | Physik Astronomie

European XFEL: Forscher können erste Vorschläge für Experimente einreichen

24.01.2017 | Physik Astronomie