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Transparenz zahlt sich aus

22.06.2005


Professor Dr. Alexander Bassen hat mit einem Forschungsteam der Universität Hamburg mögliche positive Auswirkungen guter Corporate Governance auf die Bewertung deutscher Unternehmen untersucht. Aus dem Blickwinkel eines informierten Investors wurden dabei erstmalig nicht nur die nach Aktiengesetz öffentlich abzugebende Entsprechenserklärung, welche die Einhaltung der sog. Soll-Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) enthalten, sondern auch die Erfüllung der sog. Sollte-Anregungen einbezogen.

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Mit dem DCGK sollen die in Deutschland geltenden Regeln für Unternehmensleitung und -überwachung transparent gemacht werden. Auf diese Weise soll das Vertrauen in die Unternehmensführung deutscher Gesellschaften wieder gestärkt werden. Dabei bezieht sich der DCGK auf wesentliche Kritikpunkte an der Unternehmensführung in Deutschland wie etwa: mangelhafte Ausrichtung an Aktionärsinteressen, mangelnde Transparenz deutscher Unternehmensführung oder mangelnde Unabhängigkeit deutscher Aufsichtsräte.

Der Zusammenhang zwischen guter Corporate Governance und der Performance an der Börse ist nur schwer nachzuweisen. Allerdings ist die Erfüllung von Kriterien, die den Vorstandsbereich betreffen (im Wesentlichen sind das Entlohnungskomponenten), häufig mit einem höheren Unternehmenswert und einer deutlich höheren Aktienrendite verbunden. Unternehmen, die diese Kriterien einlösen, weisen in der Regel eine höhere Gesamtkapitalrentabilität auf.


Damit gibt die Studie von Bassen/Kleinschmidt/Prigge/Zöllner Hinweise darauf, dass der Kapitalmarkt die freiwillige Erfüllung effizienter Vorstandsregelungen der Unternehmen honoriert. Diese für Deutschland neuen Ergebnisse sind insbesondere im Hinblick auf die Diskussion über den Gesetzesentwurf zur Vorstandsvergütung (VorstOG) interessant.

Christian Hild | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-hamburg.de

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