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EUREN-Bericht zu den Konjunkturaussichten für Europa

21.06.2005


Das European Economic Network (EUREN) ist ein Netzwerk von sieben führenden europäischen Wirtschaftsforschungsinstituten, darunter das RWI Essen. Heute präsen-tiert EUREN in Paris seinen siebten gemeinsamen Bericht zu den wirtschaftlichen Aussichten Europas. Die Institute haben ihre Prognose der wirtschaftlichen Entwick-lung im Euro-Raum gegenüber ihrer Vorhersage vom vergangenen Dezember noch-mals leicht gesenkt und erwarten für 2005 ein Wirtschaftswachstum von 1,4 %; für 2006 erwarten sie eine nur leichte Beschleunigung auf 1,9 %.

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Die im Forschungsnetzwerk EUREN zusammengeschlossenen Institute haben ihre Er-wartungen für 2005 gegenüber der Prognose vom vergangenen Dezember nochmals leicht zurückgenommen. Sie gehen für 2005 nunmehr von einem Wachstum von 1,4 % (im Dezember: 1,6 %) aus. Dazu trugen vor allem die anhaltend hohen Preise für Rohöl bei, welche die Expansion nicht nur in Europa sondern weltweit dämpfen. Hingegen stellt sich der Wechselkurs etwas günstiger dar als vor einem halben Jahr erwartet.

Die leichte Beschleunigung zu Beginn dieses Jahres stellt dabei noch keine Wende zum Besseren dar, sondern ist vor allem Folge eines durch Sonderfaktoren geprägten überraschend hohen Zuwachses in Deutschland. Schwachpunkt der Entwicklung bleibt die Inlandsnachfrage. Privater Konsum und die Investitionen dürften sich erst im Verlauf von 2005 etwas beleben, dies dürfte aber kaum ausreichen, um die Abschwächung im Export auszugleichen.


Auch 2006 nur leichte Besserung erwartet

Für 2006 wird zwar eine etwas kräftigere Expansion erwartet, aber auch dann dürfte das BIP nur mit 1,9 % und damit leicht schwächer als das Produktionspotenzial wachsen. Dessen Zuwachsrate schätzt die EU-Kommission auf 2,0 %. Vor dem Hintergrund derart magerer Aussichten gehen die EUREN-Institute davon aus, dass die Inflationsrate im Euro-Raum trotz der gestiegenen Rohstoffpreise leicht sinken wird.

Die sieben EUREN-Mitglieder sind:

1) Bureau fédéral du Plan (BfP), Bruxelles, Belgium
2) Centre d’Observation Economique de la Chambre de Commerce et d’Industrie de Paris (COE), France
3) Centro de Predicción Económica (CEPREDE), Madrid, Spain
4) Centro Studi Confindustria (CSC), Rome, Italy
5) Oxford Economic Forecasting Ltd (OEF), Oxford, United Kingdom
6) Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung (RWI), Essen, Germany
7) Economic Research, Marketing and Computing (KOPINT-DATORG), Budapest, Hungary

Ihre Ansprechpartner dazu:
Dr. Roland Döhrn, Tel.: (0201) 81 49-262
Sabine Weiler (Pressestelle), Tel.: (0201) 81 49-213

Der komplette EUREN-Bericht ist unter www.rwi-essen.de als pdf-Datei erhältlich.

Joachim Schmidt | idw
Weitere Informationen:
http://www.rwi-essen.de

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