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Chipindustrie baut weiter Lagerbestände ab

17.06.2005


Die Chipindustrie setzt weiter auf den Abbau ihrer einst übervollen Lager. Bis zum Ende des laufenden zweiten Quartals könnten die meisten Lieferanten überschüssige Chipware bereits aus ihren Lagern verbannt haben, schätzen die Marktforscher von iSuppli. Ende Juni werde der Lagerbestand unverkaufter Produkte auf einen "unbedeutenden Level" fallen, berichtet das Branchenportal The Register unter Berufung auf vorläufige Berechnungen von iSuppli. Dann soll das Volumen der Chipbestände in den Lagern der internationalen Halbleiterindustrie gegenüber dem Vorquartal um 21 Prozent auf 500 Mio. Dollar fallen.



Laut iSuppli haben den Chiplieferanten vor allem die "gesunden Marktbedingungen" im laufenden Quartal geholfen, ihre Lagerbestände abzubauen. Im vergangenen Jahr hatten dagegen zu hohe Produktionskapazitäten der Chiphersteller und eine sich abkühlende Nachfrage für volle Lager in der Branche gesorgt. So stieg das Volumen der Lagerbestände von 800 Mio. Dollar im zweiten Quartal 2004 auf 1,62 Mrd. Dollar im dritten Quartal an. Seitdem sorgt unter anderem die Drosselung der Produktion für fallende Lagerbestände.

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Die vorläufigen Zahlen von iSuppli könnten allerdings noch nach oben revidiert werden. Bereits im Vorquartal hatte iSuppli ein Volumen von 500 Mio. Dollar geschätzt (pte berichtete: http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=050428005 ), musste die Zahl in einer abschließenden Analyse aber noch auf 630 Mio. Dollar nach oben schrauben. Aber auch nach einer möglichen Korrektur werden die Q2-Werte weit unter denen des Vorjahres liegen. Dabei ist das zweite Quartal traditionell ein Zeitraum, in dem die Lieferanten ihre Lager im Hinblick auf eine steigende Nachfrage im dritten Quartal eher aufbauen.

iSuppli hatte den Abbau der Lagerbestände im April als "unbestreitbar positive Entwicklung für die weltweite Chipbranche" bezeichnet. Darüber hinaus hat der internationale Branchenverband SIA Anfang dieses Monats seine Prognose für das Gesamtjahr angehoben und rechnet nun mit einem Wachstum des Chipmarkts um sechs Prozent auf 226 Mrd. Dollar. Getrieben wird das Wachstum vor allem von der anhaltenden Nachfrage der Verbraucher nach Handys, Digitalkameras und Digitalfernsehern.

Jörn Brien | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.isuppli.com

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