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Investieren trägt Früchte

08.06.2005


KfW Entwicklungsbank und DEG stellen Jahresbericht 2004 über die Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern vor: "Investieren trägt Früchte" / Zusagen um 20 Prozent gesteigert

Im vergangenen Jahr haben die KfW Entwicklungsbank und die DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH rund 2,5 Mrd. EUR zur Förderung der Entwicklungs- und Transformationsländer zugesagt. Dieses gute Ergebnis entspricht einem Anstieg von rund 20 Prozent zum Vorjahr. Die Steigerung ist im Wesentlichen auf den zunehmenden Einsatz von KfW-Entwicklungskrediten zurückzuführen. Dies gaben Wolfgang Kroh, Mitglied des Vorstands der KfW, und Dr. Winfried Polte, Sprecher der Geschäftsführung der DEG, heute auf der Pressekonferenz anlässlich der Präsentation des Jahresberichts 2004 über die Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern in Frankfurt bekannt.

Der Titel des nun vorliegenden Jahresberichts lautet: "Investieren trägt Früchte." Die KfW Entwicklungsbank und die DEG informieren in dem Bericht mit einer Fülle von konkreten Beispielen schwerpunktmäßig über den Aufbau von Finanzsektoren in Entwicklungsländern. "Die Menschen in den armen Regionen dieser Welt wollen keine Almosen, sie wollen eine faire Chance. Die vorgelegten Geschäftszahlen bedeuten für Millionen von Menschen in Entwicklungsländern eine konkrete Verbesserung ihrer Lebensbedingungen", betonte Kroh, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe.

Die KfW Entwicklungsbank beteiligte sich zum Jahresende 2004 an rund 180 laufenden Finanzsektor-Vorhaben mit rund 1,7 Mrd. EUR in 40 Ländern. Denn: Starthilfe und Unterstützung sind ein äußerst wirksames Instrument der Armutsbekämpfung. Bis Ende 2004 hat sie insgesamt Refinanzierungsmittel in Höhe von rund 400 Mio. EUR an Mikrofinanzinstitutionen in 36 Ländern vergeben. Damit ist sie weltweit einer der führenden Akteure im Bereich Mikrofinanzierungen. "Die Menschen müssen eine Chance bekommen, ihre Ideen in Taten umzusetzen. Sie benötigen Kapital, das in ihre Fähigkeiten investiert. Oft genügen kleine Summen, um nachhaltige Entwicklung anzustoßen", sagte Kroh.

Die KfW Entwicklungsbank fördert derzeit im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung über 1.400 Vorhaben mit einem Gesamtvolumen von rund 18,4 Mrd. EUR. Den größten Anteil der Zusagen erhielt wie schon in den letzten Jahren Asien/Ozeanien mit 40 % (33 %) und einem Volumen von 778 Mio. EUR (530 Mio. EUR), gefolgt von den Regionen Europa/Kaukasus mit einem Anteil von 20 % (16 %) und einem Volumen von 384 Mio. EUR (259 Mio. EUR). Am stärksten gestiegen sind im Jahr 2004 die Zusagen für wirtschaftliche Infrastruktur sie haben sich von 364 auf 749 Mio. EUR mehr als verdoppelt.

Dr. Winfried Polte, Sprecher der DEG-Geschäftsführung, betonte die zentrale Rolle privater Investitionen in den Entwicklungsländern: "Die von uns mitfinanzierten Unternehmen tragen in den Partnerländern generell zur Reduzierung der Armut bei." 2004 investierte die DEG 563 Mio. EUR in Entwicklungs- und Reformländern und erzielte damit das höchste Zusagevolumen ihrer Unternehmensgeschichte. Regionaler Schwerpunkt war Asien mit Zusagen in Höhe von 191 Mio. EUR, gefolgt von Ost- und Südosteuropa mit 153 Mio. EUR. Branchenbezogen baute die DEG 2004 vor allem ihr Engagement im Finanzsektor weiter aus. Die Zusagen in Höhe von 213 Mio. EUR entsprachen einem Anteil von 38 Prozent des Neugeschäfts. Damit finanzierte sie innovative Finanzierungsformen wie Fonds, Leasinggesellschaften und Hypothekenbanken und förderte Investitionen kleiner und mittlerer Unternehmen. Das Portfolio der DEG lag zum Jahresende 2004 bei 2,5 Mrd. EUR, davon 1,1 Mrd. EUR im Finanzsektor. "Wir zählen daher zu Recht zu den führenden Entwicklungsfinanciers in Europa", sagte Polte.

Dr. Charis Pöthig | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.kfw.de

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