Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Starker Mittelstand setzt auf Export

07.06.2005


Positive Aussichten für Thüringer Optikindustrie. Firmenverbund OptoNet veröffentlicht umfassende Studie zu Umsatz- und Beschäftigungserwartungen der Hochtechnologiebranche im Freistaat.

... mehr zu:
»Firmenverbund »OptoNet

Die Thüringer Optikunternehmen sind auf Wachstumskurs und konnten im letzten Jahr ein deutliches Umsatz- und Exportplus verzeichnen. Für die Zukunft gehen die Geschäftsführer von einem weiteren Ausbau von Ertrag und Beschäftigung am Standort Thüringen aus. Das sind die Ergebnisse einer vom Firmenverbund OptoNet in Auftrag gegebenen Studie, die heute in Jena vorgestellt wurde. Befragt wurden die Geschäftsführer und Personalleiter von 144 Unternehmen mit insgesamt 8.800 Beschäftigten.

Positive Geschäftssituation


Danach bewerten 61% der Unternehmen ihre gegenwärtige Geschäftslage als "sehr gut" oder "eher gut", weitere 32% als "befriedigend", nur 7% als "eher schlecht" - keiner der Befragten sieht sich in einer "sehr schlechten" Geschäftssituation.
Besondere Dynamik erwarten die Unternehmen aus den Bereichen Optik/Mechanik, Laser/Strahlquellen und Optoelektronik. Diese Technologien werden in zunehmendem Maße in der Industrie, im Gesundheitswesen und im Automobil- und Fahrzeugbau eingesetzt.

Umsatz- und Exportplus

Im vergangenen Jahr konnte die optische Industrie trotz gesamtwirtschaftlicher Stagnation ein Umsatzwachstum von 8% auf 1,5 Mrd. Euro verzeichnen. Rund 60% des Absatzes wurden dabei im Ausland realisiert, wobei die Märkte in Westeuropa, Nordamerika und Japan/Südostasien eine herausragende Stellung einnehmen. Im Vergleich zur Durchschnittsexportquote von 26% des verarbeitenden Gewerbes in Thüringen, erweisen sich die Optikunternehmen damit als außerordentlich exportstark.

Wachstumsmotoren sind kleine & mittlere Betriebe

Umsatz- und Beschäftigungszuwachs werden vor allem von den kleinen und mittleren Betrieben mit durchschnittlich 60 Beschäftigten getragen. Die Zahl der Beschäftigten stieg in diesen Unternehmen zwischen 3 und 5%, während die größeren Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten eher abbauten bzw. verstärkt Personal über Zeitarbeit rekrutierten.

Kräftiger Zuwachs bei Umsatz und Beschäftigung bis 2010

Die befragten Geschäftsführer gehen davon aus, dass die Branche ihren Umsatz bis 2010 auf über 4 Mrd. Euro und damit um jährlich 15% steigern wird. Beim Ausbau der Beschäftigtenzahlen sind vor allem die kleinen und mittleren Unternehmen optimistisch: Sie planen bis 2010 eine Aufstockung des Personals um durchschnittlich 30%, woraus sich ein Bedarf von über 2.600 Fachkräften ergibt. Rechnet man den Ersatzbedarf durch anstehende Verrentungen hinzu, entsteht ein Gesamtbedarf von 3.000 neuen Beschäftigten für die optische Industrie in Thüringen.

OPTONET - Stärken weiter vernetzen

Die mit Abstand umsatzstärksten und exportintensivsten Unternehmen sind Mitglieder im Kompetenznetz OptoNet und nutzen die Angebote des Firmenverbundes im Bereich Kooperationsvermittlung, Marketing und Weiterbildung. Angesichts der Studienergebnisse will Geschäftsführer Klaus Schindler vor allem die kleinen und mittleren Unternehmen stärker unterstützen. "Wir erwarten mittelfristig einen Generationswechsel in den Unternehmen, den es zu meistern gilt. Durch die rasante Entwicklung in den Optischen Technologien brauchen wir in Zukunft immer besser ausgebildetes Personal. Das heißt wir sind nicht nur auf hoch motivierte Absolventen von den Universitäten angewiesen, sondern auch auf die kontinuierliche Fortbildung des vorhandenen Personals."

Das Kompetenznetz OptoNet e.V. bündelt die Interessen von mehr als 60 Unternehmen, Forschungs- und Bildungsinstitutionen mit dem Ziel, die nationale und internationale Entwicklung auf dem Gebiet der Optischen Technologien aktiv mitzugestalten.

Die Ergebnisse der Studie sind unter dem Titel "Die Optische Industrie in Thüringen - Starker Mittelstand setzt auf Export" in einer Broschüre zusammengestellt.

Download unter: http://www.optonet-jena.de
Bestellung: Birgit Eglmeyer, Tel. 03641/309252, info@optonet-jena.de

Ansprechpartner für die Presse:
Nora Kirsten, M.A.
Marketing | Kommunikation

Fon: +49 (0) 3641/ 30 92 16 (Büro Jena)
Fax: +49 (0) 3641/ 30 92 53
Fon: +49 (0) 361/ 789 23 70 (Büro Erfurt)

OptoNet e.V.
Kompetenznetz Optische Technologien

Mainzerhofstraße 10
99084 Erfurt

Schillerstraße 1
07745 Jena

Silke Kramprich | idw
Weitere Informationen:
http://www.optonet-jena.de

Weitere Berichte zu: Firmenverbund OptoNet

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht Mittelstand 4.0-Kompetenz­zentrum Stuttgart gestartet
29.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index weiter aufwärts gerichtet
23.03.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Organisch-anorganische Heterostrukturen mit programmierbaren elektronischen Eigenschaften

29.03.2017 | Energie und Elektrotechnik

Klein bestimmt über groß?

29.03.2017 | Physik Astronomie

OLED-Produktionsanlage aus einer Hand

29.03.2017 | Messenachrichten