Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die öffentliche Finanzwirtschaft in Deutschland von 1991 bis 2000

09.08.2001


Das Institut Finanzen und Steuern (IFSt) in Bonn kommt in seiner Untersuchung über die Entwicklung wesentlicher Daten der öffentlichen Finanzwirtschaft in Deutschland von 1991 bis 2000 (IFSt-Schrift Nr. 392) zu folgenden Ergebnissen:

Ausgehend von einer Staatsausgabenquote - Staatsanteil am Bruttoinlandsprodukt - im ersten Jahr nach der Einheit von 47,5 v.H. nahmen die Staatsausgaben zunächst schneller zu als das Bruttoinlandsprodukt. Die Quote kletterte bis 1993 auf 49,4 v.H. und hielt sich bis 1997 auf diesem relativ hohen Niveau. In den folgenden Jahren ging sie dann auf 48,2 v.H. zurück, wofür allerdings nicht nur die staatliche Ausgabenzurückhaltung, sondern auch die ab 1996 geänderte Kindergeldauszahlung (Verrechnung mit der Lohnsteuer) ursächlich waren.

Von 1991 bis 2000 erhöhte sich die Verschuldung der öffentlichen Haushalte um 102,6 v.H. von 1.173,9 Mrd. DM auf 2.378,5 Mrd. DM. Davon entfielen fast 60 Prozent auf den Bund, v.a. bedingt durch die Übernahme von gut drei Viertel aller - im wesentlichen infolge der Wiedervereinigung entstandener - Sonderfonds-Schulden im Jahr 1999, was statistisch zu einem Zuwachssprung der Bundesschulden gegenüber dem Vorjahr um 45,8 v.H. führte. Insgesamt ergab sich eine staatliche Verschuldungsquote von über 60 v.H. des BIP. Im Jahr 2000 lag der Schuldenstand des Staates mit 60,2 v.H. des BIP nur noch knapp über der kritischen Grenze der im Maastrichter Vertrag festgelegten 60 v.H.

Die Neuverschuldung der Gebietskörperschaften lag 2000 bei 1,9 v.H. des BIP. Nach der Abgrenzung der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung ergibt sich ein staatliches Defizit von 1,2 v.H. des BIP. Die Neuverschuldungsgrenze des Maastrichter Vertrags von 3 v.H. des BIP wurde damit erneut deutlich unterschritten und auch das im Stabilitätsprogramm anvisierte Ziel erreicht.

Das Institut ist aber der Auffassung, dass die Nettokreditaufnahme künftig noch weiter zurückgeführt werden muss.

Clemens Esser | idw

Weitere Berichte zu: BIP Bruttoinlandsprodukt Finanzwirtschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IMK-Indikator: Keine Rezessionsgefahr, keine Anzeichen für konjunkturelle Überhitzung
19.02.2018 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer auf Rekordstand
29.01.2018 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Im Focus: In best circles: First integrated circuit from self-assembled polymer

For the first time, a team of researchers at the Max-Planck Institute (MPI) for Polymer Research in Mainz, Germany, has succeeded in making an integrated circuit (IC) from just a monolayer of a semiconducting polymer via a bottom-up, self-assembly approach.

In the self-assembly process, the semiconducting polymer arranges itself into an ordered monolayer in a transistor. The transistors are binary switches used...

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Im Focus: Quantenbits per Licht übertragen

Physiker aus Princeton, Konstanz und Maryland koppeln Quantenbits und Licht

Der Quantencomputer rückt näher: Neue Forschungsergebnisse zeigen das Potenzial von Licht als Medium, um Informationen zwischen sogenannten Quantenbits...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

Aachener Optiktage: Expertenwissen in zwei Konferenzen für die Glas- und Kunststoffoptikfertigung

19.02.2018 | Veranstaltungen

Konferenz "Die Mobilität von morgen gestalten"

19.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Highlight der Halbleiter-Forschung

20.02.2018 | Physik Astronomie

Wie verbessert man die Nahtqualität lasergeschweißter Textilien?

20.02.2018 | Materialwissenschaften

Der Bluthochdruckschalter in der Nebenniere

20.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics