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Pressemitteilungen des Bundesministerium für Arbeit

08.08.2001


In Deutschland ist die Zahl der Arbeitslosen im Juli gegenüber dem Vorjahr um 5.000 auf 3,799 Mio. gesunken. Sie liegt damit erstmals seit 1995 in einem Juli wieder knapp unter 3,8 Millionen. Die gesamtdeutsche Arbeitslosenquote ist auf 9,2 % gesunken. Im Juli 2000 hatte sie noch 9,3 % betragen. Im Vergleich zum Juni 2001 hat die Zahl der Arbeitslosen allerdings um 104.000 zugenommen.

Gerd Andres, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium: "Ein Anstieg der Arbeitslosenzahl beobachten wir jedes Jahr im Juli. Er ist saisonal bedingt. Dies liegt zum Beispiel an der Einstellungspraxis der Unternehmen, die Einstellungen auf die Zeit nach den Betriebsferien verschieben. Außerdem beenden viele Jugendliche im Sommer ihre Ausbildung oder die Schule und melden sich arbeitslos." Aus diesem Grund hat allein die Zahl der jüngeren Arbeitslosen unter 25 Jahre um 77.000 zugenommen.

Abgesehen davon stagniert zur Zeit die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt insgesamt. Zwar sinkt die Arbeitslosigkeit immer noch, aber deutlich schwächer als in den ersten zweieinhalb Jahren seit dem Antritt der Bundesregierung. Ausschlaggebend hierfür ist die Abkühlung der Weltwirtschaft, die von Japan und den USA ausgehend auch Europa und den deutschen Arbeitsmarkt erreicht hat. Eine ähnliche Entwicklung lässt sich auch in anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union beobachten. Deutschland ist als Exportweltmeister von der konjunkturellen Schwäche der Weltwirtschaft besonders betroffen. In den USA gibt es erste Anzeichen für eine Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage. Wenn sich dies bestätigt, würde hiervon auch der deutsche Arbeitsmarkt profitieren.

| Pressereferat
Weitere Informationen:
http://www.bma.bund.de

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