Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wachstumsmotor Innovation

27.04.2005


Innovationsförderung steht für Bundesregierung und KfW im Fokus

Das Bundeskabinett hat heute in Berlin über Maßnahmen zur Verbesserung der Mittelstandsfinanzierung beraten. Zentrales Thema war dabei auch die Bedeutung von Innovationen für wirtschaftliche Dynamik und Wachstum. Der Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit, Wolfgang Clement, und der KfW-Vorstandssprecher Hans W. Reich stellten dem Kabinett die Eckpunkte des neuen "ERP-Innovationsprogramms" vor.

Clement betonte: "Wir können es uns in Deutschland nicht leisten, aussichtsreiche Vorhaben im Mittelstand an der Finanzierung scheitern zu lassen". Vor allem innovativen Vorhaben käme eine Schlüsselrolle zu: "Internationale Wettbewerbsfähigkeit, nachhaltiges Wachstum und dauerhafte Arbeitsplätze entstehen vor allem durch erfolgreiche Innovationen." Hier seien die Potenziale kleiner und mittlerer Unternehmen bei weitem noch nicht ausgeschöpft.

KfW-Vorstandssprecher Hans W. Reich sagte: "Innovationen sind ein Wachstumsmotor. Ein innovationsstarker Mittelstand ist daher wesentlich für die Verbesserung des wirtschaftlichen Wachstums in Deutschland." Für mittelständische Unternehmen, die forschen und entwickeln, sei es häufig schwierig, die notwendige Finanzierung für Innovationsvorhaben zu erhalten. Ein wesentliches Hemmnis liege in der hohen Unsicherheit bezüglich der Erfolgsaussichten einer Innovation: Nicht nur die technologische Machbarkeit, sondern auch der Markterfolg ist für Banken in der Regel schwer abzuschätzen.

Die KfW Bankengruppe hat sich daher gemeinsam mit Experten aus innovativen Unternehmen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen, Finanzwirtschaft sowie Bundesressorts intensiv mit der Frage beschäftigt, welche Maßnahmen notwendig sind, um angesichts der strukturellen Wachstumsschwäche der deutschen Wirtschaft die Innovationstätigkeit in Deutschland schnell und nachhaltig voran zu bringen.

Bundesregierung und KfW erwarten dabei wichtige Impulse von der Neugestaltung des "ERP-Innovationsprogramms". Es wendet sich an etablierte mittelständische Unternehmen, die Produkt- oder Prozessinnovationen finanzieren wollen. Der Zinssatz wird durch Mittel des ERP-Sondervermögens und des Bundes zur Zinsverbilligung noch attraktiver und liegt rund 2 % p.a. unter Marktkonditionen. Für innovative Unternehmen ist das neu gestaltete Programm besonders interessant, da es analog zum Programm "Unternehmerkapital - Kapital für Arbeit und Investitionen" eine Kombination aus Fremdkapital und nachrangigen Mitteln bietet.

Die nachrangigen Mittel, für die keine Sicherheiten zu stellen sind, schonen das Besicherungspotenzial und wirken eigenkapitalähnlich. Es ist vorgesehen, dass die KfW Sparkassen und Banken zum 1. Juli 2005 über die Programmgestaltung des neuen ERP-Innovationsprogramms informiert. Innovative Mittelständler werden ab Herbst bei ihrer Hausbank Anträge stellen können.

Auch der neue "High-Tech-Gründerfonds" hat die Finanzierung innovativer Unternehmensgründungen zum Ziel. Er wendet sich an Gründer, die im Kern ein technologieorientiertes Innovationsprojekt unternehmerisch umsetzen. Im Mittelpunkt stehen Ausgründungen aus Hochschulen oder Forschungseinrichtungen sowie Spin-offs aus großen Unternehmen, die sehr ausgeprägtes technologisches Know-how mitbringen. Der Fonds wurde von Bund, Industrieunternehmen und KfW gemeinsam im Rahmen der Kanzlerinitiative "Partner für Innovationen" entwickelt und startet mit einem Volumen von zunächst 140 Mio. EUR. Es ist geplant, ihn bis 2010 auf 260 Mio. EUR aufzustocken. Der "High-Tech-Gründerfonds" wird seine Tätigkeit im Sommer aufnehmen.

Die KfW hat nicht nur für die Konzeption der Eckpunkte des neuen "ERP-Innovationsprogramms" und des "High Tech-Gründerfonds" als Berater der Bundesregierung wesentliche Hinweise gegeben. Sie wird sich als Förderbank des Bundes für den Mittelstand bei beiden Projekten auch durch eine teilweise Risikoübernahme und als Investor engagieren.

Innovative Gründer, aber auch Existenzgründungen allgemein, haben eine besondere Bedeutung für das Entstehen wettbewerbsfähiger Marktstrukturen und damit für Wachstum und Wohlstand einer Volkswirtschaft. Mit der "startothek" wird die Bundesregierung deshalb die Beratung für Gründungsunternehmen weiter verbessern. Es handelt sich dabei um eine internetbasierte Plattform, in der alle gründungsrelevanten Auflagen, Genehmigungen, Vorschriften und Verordnungen für Gründer enthalten sind. Gründungsberater können das Instrument gegen Entrichtung einer Lizenzgebühr nutzen. Kommunen und Kammern erhalten mit der "startothek" ein Instrument, um in den jeweiligen Regionen One-Stop-Shops für Existenzgründer einzurichten. "Die Beratung vor Ort aus einer Hand wird Bürokratie im Gründungsprozess abbauen und den Gründerinnen und Gründern den Weg in die Selbständigkeit erleichtern. Die "startothek" ist ein erster Schritt, um dies konkret auf den Weg zu bringen", so Bundeswirtschaftsminister Clement. Die "startothek", die von der KfW betreut wird, soll bundesweit zum 1. Januar 2006 zur Verfügung stehen.

Christine Volk | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.kfw.de

Weitere Berichte zu: KfW-Vorstandssprecher

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer: Aufschwung setzt sich fort
28.11.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Rückgang, aber noch keine Tendenzwende
21.11.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Materialinnovationen 2018 – Werkstoff- und Materialforschungskonferenz des BMBF

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rest-Spannung trotz Megabeben

13.12.2017 | Geowissenschaften

Computermodell weist den Weg zu effektiven Kombinationstherapien bei Darmkrebs

13.12.2017 | Medizin Gesundheit

Winzige Weltenbummler: In Arktis und Antarktis leben die gleichen Bakterien

13.12.2017 | Geowissenschaften