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Konsumlaune sinkt: GfK revidiert Wachstumsprognose

27.04.2005


Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie im April 2005

Die Konsumlaune der Deutschen sinkt. Während sich die Konjunkturerwartungen und die Erwartung an die Entwicklung des persönlichen Einkommens gegenüber den Vormonaten leicht erholten, hat sich die in den letzten Monaten gestiegene Neigung der Konsumenten, größere Anschaffungen zu planen, eingetrübt. Das hat auch Folgen für das Konsumklima.

Nachdem der Indikator für die Konjunkturerwartung im Februar und März deutliche Rückgänge verzeichnet hatte, verbesserte er sich im April leicht von minus 18,2 Punkten im März auf aktuell minus 15,6. Der vergleichsweise gute Wert, den der Indikator noch zu Beginn des Jahres hatte (-5,9), hatte in den Monaten Februar und März jeweils deutliche Rückschläge erlitten. Der Anstieg dieses Monats konnte dies nicht annähernd ausgleichen.

Nachdem der Indikator Einkommenserwartung im Vormonat um 5,9 Punkte gesunken war, stieg er in diesem Monat um 6,0 Punkte auf 0,1 an. Es sieht so aus, als würde die Einkommenserwartung wieder den Zickzackkurs der letzten eineinhalb Jahre einschlagen.

Nach einem hoffnungsvollen Jahresende 2004 sowie einem guten Start 2004 blieb die Neigung der Konsumenten, größere Anschaffungen zu tätigen, im ersten Quartal 2005 bemerkenswert positiv. Das hat sich im Monat April grundlegend geändert. Der Indikator Anschaffungsneigung sank stark um 14,8 Punkte von minus 12,3 im März auf aktuell minus 27,1 Punkte und fällt damit auf das Niveau, dass er zuletzt im Oktober vergangenen Jahres hatte.

Die in der Anschaffungsneigung zum Ausdruck kommende steigende Konsumzurückhaltung der Verbraucher beeinflusst das Konsumklima negativ. Nach dem in den letzten sieben Monaten durchgehend positiven Trend sinkt der Indikator erstmals von revidiert 5,1 Punkten im April auf 4,9 im Mai 2005.

Vor diesem Hintergrund revidiert die GfK ihre Prognose zum Wachstum des privaten Konsums im Jahr 2005. Sie geht jetzt davon aus, dass der private Konsum um höchstens 0,4 Prozent steigen wird.

Dr. Ulrike Schöneberg | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.gfk.de

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