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Europäischer IPO-Markt startet positiv in das Jahr 2005

04.04.2005


Aktueller IPO Watch Europe von PwC analysiert Erstnotierungen an wichtigen europäischen Börsenplätzen: London unangefochten an der Spitze / Deutschland rückt mit Premiere-Börsengang auf zweiten Platz vor / Bergbau, Öl- und Gasindustrie und Pharma- / Biotechnologiesektor stärkste Branchen

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Der positive Trend an den europäischen Börsen hält weiter an: Von Januar bis März 2005 wagten sich insgesamt 96 Unternehmen auf das Börsenparkett - 40 mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, jedoch deutlich weniger als die 152 Börsengänge im außergewöhnlich starken letzten Quartal 2004. Dies sind die Ergebnisse der aktuellen Ausgabe des IPO Watch Europe von PricewaterhouseCoopers (PwC). Darin untersucht PwC vierteljährlich die Neuemissionen an den 16 wichtigsten Börsen und Marktsegmenten in Europa.

Der Wert aller Erstnotierungen (englisch: Initial Public Offering, IPO) an Europas Handelsplätzen stieg um rund zehn Prozent auf 5,76 Milliarden Euro (1. Quartal 2004: 5,24 Milliarden Euro), blieb damit aber deutlich unter dem Rekordergebnis von 8,64 Milliarden Euro im Schlussquartal des Vorjahres. Dies liegt vor allem daran, dass es in den ersten drei Monaten 2005 weniger und Börsengänge von Unternehmen gab, deren Volumen eine Milliarde Euro überstieg. Erfreulich aus deutscher Sicht ist der IPO des Bezahlfernsehsenders Premiere AG Anfang März in Frankfurt: Mit dem zweithöchsten Emissionswert in diesem Quartal von 1,03 Milliarden Euro hob er die Deutsche Börse auf den zweiten Platz aller europäischen Handelsplätze. Stärker war nur die Londoner Börse, die nach Anzahl 68 Prozent aller Erstnotierungen mit einem Gesamtwert von 2,25 Milliarden Euro auf sich vereinte.


Größte Neuemission im ersten Vierteljahr war der Börsengang des russischen Telekomkonzerns Sistema JSFC für 1,04 Milliarden Euro am Londoner Hauptmarkt. Dieser IPO war zugleich der größte eines ausländischen Unternehmens in London seit dem Jahr 2001. Die meisten Erstemissionen (58) fanden erneut am Alternative Investment Market (AIM) statt, dem Marktsegment für kleinere, wachstumsstarke Firmen der Londoner Börse. Insgesamt kam London auf 65 IPOs.

Deutsche Börse meldet sich mit vier IPOs zurück

Die Deutsche Börse meldete sich nach keinem einzigen Börsengang im ersten Quartal des Vorjahres und nur einem im letzten Vierteljahr 2004 mit drei Neuemissionen und einer Notierungsaufnahme zurück: Neben Premiere brachten der Anbieter von Systemen zur Erzeugung und Nutzung erneuerbarer Energien, Conergy, sowie das biopharmazeutische Unternehmen Paion zwischen Januar und März 2005 ihre Aktien erstmals auf den Markt. Die Notierungsaufnahme des Chemie- und Polymeranbieters Lanxess erfolgte durch einen Spin-Off von der Bayer AG.

Hinter London und Frankfurt platzierte sich Luxemburg mit einem Emissionsvolumen von 945 Millionen Euro (fünf IPOs) auf dem dritten Platz der europäischen Handelsplätze, gefolgt von der Vier-Länder-Börse Euronext mit 506 Millionen Euro (drei IPOs). Die Börse in Warschau fiel mit einem Volumen von 222 Millionen Euro vom zweiten Rang im Schlussquartal 2004 auf den fünften zurück und verzeichnete neun IPOs. Keine Neuemissionen gab es von Januar bis März 2005 in Griechenland, Irland, Schweden und Spanien.

Bergbau, Öl und Gas sowie Pharma- / Biotechnologie stärkste Branchen

Nach Branchen betrachtet, fanden die meisten Börseneinführungen (je neun) im Bergbausektor, in der Öl- und Gasindustrie sowie im Pharma- / Biotechnologiesektor statt. Alle drei Sektoren konnten damit ihre starke Position behaupten. Die Unterhaltungs- und Medienbranche sowie die Immobilienwirtschaft verzeichneten je acht Börsengänge. Unternehmen, die Software- und Computer-Services anbieten, kamen nach je neun IPOs im ersten und letzten Quartal 2004 nur noch auf fünf Listings zwischen Januar und März 2005.

"Die europäischen IPO-Märkte verzeichneten einen guten Start in das Jahr 2005. Vor allem die Londoner Börse hat von den Notierungen ausländischer Firmen profitiert", sagt Volker Fitzner, Partner bei PwC im Bereich Advisory. "Die Zahl der Börsengänge in Europa ist weiterhin erheblich höher als in den USA. Die US-amerikanischen Börsen verzeichneten lediglich zwei Notierungen ausländischer Unternehmen, in Europa waren es 16. Dies könnte darauf hinweisen, dass der Sarbanes-Oxley Act und die damit verbundenen hohen Kosten und verschärften Haftungsbedingungen erste Auswirkungen zeigen."

Den aktuellen IPO Watch Europe von PwC sowie alle vorherigen Analysen finden Sie online unter: www.pwc.com/uk/eng/about/svcs/gp/IPO.html

PwC untersucht vierteljährlich die Neuemissionen an den 16 wichtigsten Börsen und Marktsegmenten in Europa (Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Luxemburg, Österreich, Norwegen, Polen, Portugal, Schweden, Schweiz und Spanien).

PricewaterhouseCoopers (PwC) ist in Deutschland mit rund 8.200 Mitarbeitern und einem Umsatzvolumen von rund einer Milliarde Euro eine der führenden Prüfungs- und Beratungsgesellschaften. An 28 Standorten arbeiten Experten für nationale und internationale Mandanten jeder Größe in den Bereichen Assurance (Wirtschaftsprüfung und prüfungsnahe Dienstleistungen), Tax (Steuerberatung) und Advisory (Transaktions-, Prozess- und Krisenberatung). Durch eine hohe Branchenkompetenz und starke regionale Präsenz deckt PwC die Bedürfnisse der Mandanten aus Industrie, Dienstleistung und öffentlicher Hand optimal ab.

Dr. Volker Fitzner | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.pwc.com

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