Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fraunhofer in Europa

25.07.2001


Die Fraunhofer-Gesellschaft ist die größte Organisation für angewandte Forschung in Europa. Im Zuge der Globalisierung der deutschen Wirtschaft hat sie in den letzten Jahren nicht nur die Kontakte in die internationale Forschungslandschaft intensiviert, sondern auch ein weltweites Netz unterschiedlicher Fraunhofer-Einrichtungen aufgebaut: sieben Centers in den USA und fünf Verbindungsbüros in Asien.

In Europa ist die Fraunhofer-Gesellschaft stark im Markt für Vertragsforschung aktiv. Insgesamt erwirtschaftete die Fraunhofer-Gesellschaft im Jahre 2000 Aufträge von etwa 65 Millionen Euro aus dem Ausland. Das sind 16 Prozent der gesamten Einnahmen. »Wir planen, diesen Anteil in den nächsten Jahren auf 20 Prozent zu steigern«, beschreibt Dr. Dirk-Meints Polter, Vorstand der Fraunhofer-Gesellschaft, das Ziel.

Im Jahr 2000 war die Fraunhofer-Gesellschaft an 175 Projekten der EU beteiligt. Hinzu kommen Projekte mit europäischen Unternehmen, die im Jahr 2000 mehr als ein Drittel der internationalen Einnahmen einbrachten. Die Fraunhofer-Gesellschaft unterstützt die EU-Initiative zur Entwicklung eines Europäischen Forschungsraumes durch ein abgestimmtes Bündel verschiedener Aktivitäten:

Im April diesen Jahres wurde das Fraunhofer Representative Office Brüssel offiziell eröffnet, um die Fraunhofer-Institute bei der europäischen Forschungsförderung zu unterstützen und den Forschungsdialog der Fraunhofer-Gesellschaft mit den EU-Institutionen in Brüssel zu fördern.

Schon jetzt sind zahlreiche Fraunhofer-Experten in den unterschiedlichsten europäischen Gremien und Projekten aktiv, von der Mitgliedschaft in den europäischen Dachorganisationen EARTO (European Association of Research and Technology Organisations) und EUROTECH sowie Beratungstätigkeiten für die EU-Kommission bis hin zur Teilnahme an selbständigen europäischen Kooperationsprojekten. In der Zusammenarbeit mit Osteuropa und den Staaten der ehemaligen Sowjetunion stehen strategische Allianzen mit Forschungsorganisationen im Vordergrund. Ein anderes brennendes Thema ist die Gewinnung ausländischer Forscher. Auch dabei will die Fraunhofer-Gesellschaft neue Wege einschlagen.

Die Fraunhofer-Gesellschaft verfolgt eine Strategie der langfristigen Zusammenarbeit mit wichtigen Forschungspartnern in Europa. Ziel ist, den gesamten europäischen Auftragforschungsmarkt zu bedienen. Bisher managen die Fraunhofer-Institute diese Kooperationen von ihren Standorten aus. Arbeitstreffen der Partner und eine leistungsfähige elektronische Kommunikation reichen dafür meist aus. Diese Aktivitäten wird die Fraunhofer-Gesellschaft in Zukunft durch ein neues Instrument ergänzen: Research Centers als Joint Ventures mit Partnern an den jeweiligen Standorten. Dies gilt für ausgewählte Fälle, in denen eine engere, langfristige und institutionalisierte Form der Kooperation sinnvoll und notwendig ist. In diesen neuen Centern sollen Mitarbeiter beider Organisationen zusammenarbeiten und junge Forscher ausbilden.

»In den Jahren 2001 und 2002 planen wir, drei solche Joint Venture in verschiedenen Ländern einzugehen«, präzisiert Dr. Polter die Vorgehensweise und nennt als ein Beispiel ein gemeinsames Forschungscenter des Fraunhofer-Instituts für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM in Kaiserslautern mit der Chalmers Universität in Göteborg (Schweden) zum Thema Simulation.

»Mit der Verstärkung vorhandener Aktivitäten und der Entwicklung und Erprobung neuer Instrumente der Forschungszusammenarbeit in Europa wollen wir verdeutlichen, dass die Fraunhofer-Gesellschaft bei allem Engagement in den USA und Ostasien ihren Schwerpunkt im Forschungsraum Europa sieht«, bestärkt Dr. Dirk-Meints Polter den konsequenten Weg der Fraunhofer-Gesellschaft nach Europa.

Franz Miller | Presseinformation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IAB: Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter positiv
22.09.2016 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

nachricht Auslandsaufträge geben positive Impulse - IMK: Rezessionsrisiko sinkt geringfügig
16.09.2016 | Hans-Böckler-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenboost für künstliche Intelligenz

Intelligente Maschinen, die selbständig lernen, gelten als Zukunftstrend. Forscher der Universität Innsbruck und des Joint Quantum Institute in Maryland, USA, loten nun in der Fachzeitschrift Physical Review Letters aus, wie Quantentechnologien dabei helfen können, die Methoden des maschinellen Lernens weiter zu verbessern.

In selbstfahrenden Autos, IBM's Watson oder Google's AlphaGo sind Computerprogramme am Werk, die aus Erfahrungen lernen können. Solche Maschinen werden im Zuge...

Im Focus: Synthese-chemischer Meilenstein: Neues Ferrocenium-Molekül entdeckt

Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) haben zusammen mit Kollegen der Freien Universität Berlin ein neues Molekül entdeckt: Die Eisenverbindung in der seltenen Oxidationsstufe +4 gehört zu den Ferrocenen und ist äußerst schwierig zu synthetisieren.

Metallocene werden umgangssprachlich auch als Sandwichverbindungen bezeichnet. Sie bestehen aus zwei organischen ringförmigen Verbindungen, den...

Im Focus: Neue Entwicklungen in der Asphären-Messtechnik

Kompetenzzentrum Ultrapräzise Oberflächenbearbeitung (CC UPOB) lädt zum Expertentreffen im März 2017 ein

Ob in Weltraumteleskopen, deren Optiken trotz großer Abmessungen nanometergenau gefertigt sein müssen, in Handykameras oder in Endoskopen − Asphären kommen in...

Im Focus: Mit OLED Mikrodisplays in Datenbrillen zur verbesserten Mensch-Maschine-Interaktion

Das Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP arbeitet seit Jahren an verschiedenen Entwicklungen zu OLED-Mikrodisplays, die auf organischen Halbleitern basieren. Durch die Integration einer Bildsensorfunktion direkt im Mikrodisplay, lässt sich u.a. die Augenbewegung in Datenbrillen aufnehmen und zur Steuerung von Display-Inhalten nutzen. Das verbesserte Konzept wird erstmals auf der Augmented World Expo Europe (AWE), vom 18. – 19. Oktober 2016, in Berlin, Stand B25 vorgestellt.

„Augmented Reality“ (erweiterte Realität) und „Wearable Displays“ (tragbare Displays) sind Schlagworte, denen man mittlerweile fast täglich begegnet. Beide...

Im Focus: OLED microdisplays in data glasses for improved human-machine interaction

The Fraunhofer Institute for Organic Electronics, Electron Beam and Plasma Technology FEP has been developing various applications for OLED microdisplays based on organic semiconductors. By integrating the capabilities of an image sensor directly into the microdisplay, eye movements can be recorded by the smart glasses and utilized for guidance and control functions, as one example. The new design will be debuted at Augmented World Expo Europe (AWE) in Berlin at Booth B25, October 18th – 19th.

“Augmented-reality” and “wearables” have become terms we encounter almost daily. Both can make daily life a little simpler and provide valuable assistance for...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von der Probe zum digitalen Modell - MikroskopieTrends ´16

26.09.2016 | Veranstaltungen

300 Experten diskutieren auf größter Entrepreneurship-Konferenz im deutschsprachigen Raum

26.09.2016 | Veranstaltungen

Idealer Ablauf für GMP-konforme Projekte

26.09.2016 | Veranstaltungen

 
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Phänotyp auf Knopfdruck

26.09.2016 | Biowissenschaften Chemie

Effiziente elektrische Antriebe: TU Graz startet Christian Doppler Labor

26.09.2016 | Maschinenbau

Methodenentwicklung an BESSY II: Automatische Auswertung beschleunigt die Suche nach neuen Wirkstoffen

26.09.2016 | Biowissenschaften Chemie