Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Elektroindustrie mit abgeschwächtem Aufwärtstrend

16.03.2005


Anhaltender Boom bei Auslandsaufträgen - Inlandsentwicklung lahmt



Die deutsche Elektrotechnik- und Elektronikindustrie ist im vergangenen Jahr um vier Prozent auf 161 Mrd. Euro gewachsen. Für das laufende Jahr stellte der Branchenverband ZVEI ein leicht abgeschwächtes Wachstum von drei Prozent in Aussicht. "Unsere Branche wächst vor allem durch die Auslandsaufträge weiter", sagte ZVEI-Präsident Edward G. Krubasik (Bild) heute, Dienstag, im Rahmen der Jahrespressekonferenz des Verbandes. Das Wachstum im Inland sei dagegen weiter unbefriedigend, so Krubasik.

... mehr zu:
»Elektroindustrie


Ein Umsatzplus von acht Prozent konnte die Unterhaltungselektronik, die kräftig von Neuheiten wie Flachbildschirmen, MP3-Playern und digitalen Kameras profitierte, auf dem deutschen Markt verzeichnen. Dagegen schrumpfte der Inlandsumsatz bei Haushaltsgeräten um drei Prozent. Der Export, der in allen Bereichen florierte, legte um 15 Prozent auf 131 Mrd. Euro zu. Allerdings spielen beim Exportboom laut Krubasik zunehmend Faktoren wie der internationale Fertigungsbund deutscher Unternehmen sowie in Deutschland angesiedelte Distributionszentren international agierender Unternehmen eine Rolle.

Auf die Zahl der Arbeitsplätze wirke sich das Branchenwachstum dagegen nicht positiv aus, so lange nicht mehr Inlandswachstum entstehe, hieß es beim ZVEI. Ende 2004 beschäftigte die Elektroindustrie nach Verbandsangaben 807.000 Mitarbeiter, 11.000 weniger als im Vorjahr. Wesentliche Gründe für die Entwicklung seien Ausgliederungen an Dienstleister und die Steigerung der technischen Produktivität. Produktionsverlagerungen ins Ausland spielen dagegen offenbar nur eine untergeordnete Rolle. "Für die Schaffung neuer Jobs muss ein Umsatzwachstum von wesentlich mehr als vier Prozent erreicht werden, das zudem stärker vom Inland getragen wird", sagte Krubasik.

Der Schlüssel zu mehr Wachstum und Beschäftigung besteht laut ZVEI vor allem im Abbau von Investitions- und Innovationshemmnissen. So begrüßte der Verband Pläne der Bundesregierung, die steuerliche Belastung der Unternehmen noch im Laufe dieser Legislaturperiode zu reduzieren. Zudem plädierte Krubasik für einen Abbau administrativer Auflagen auf europäischer und nationaler Ebene. "Generell brauchen wir in Europa mehr Marktmechanismen und weniger Detailverordnungen", so Krubasik.

Jörn Brien | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.zvei.org

Weitere Berichte zu: Elektroindustrie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index weiter aufwärts gerichtet
23.03.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht RWI erhöht Konjunkturprognose für 2017 leicht auf 1,3 Prozent
15.03.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise